Thucydides History of the Peloponnesian War 1.126

Adolf Wahrmund (Translator)

History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.

Sponsored by University of Leipzig.

Funding provided by European Social Fund Saxony.

Current edition First1KGreek

Geschichte des Peloponnesischen Kriegs (German) (Thucydides. Geschichte des Peloponnesischen Kriegs. Wahrmund, Adolf, translator. Stuttgart: Krais and Hoffmann, 1864.)

Editions (1)
Ἱστορίαι Perseus (Thucydides. Historiae, Vol 1-2. Jones, Henry Stuart, editor. Oxford: Oxford University Press, 1910. (1942 printing).) — 1.126.1 focus
Translations (10)
The History of the Grecian War Perseus (Thucydides. The English works of Thomas Hobbes of Malmesbury. Hobbes, Thomas. translator. London: John Bohn, 1843.) — 1.126.1 focus
History of the Peloponnesian War Perseus (Thucydides. History of the Peloponnesian War. Crawley, Richard, translator. London and Toronto: J. M. Dent and Sons Ltd.; New York: E. P. Dutton and Co., 1914.) — 1.126.1 focus
Geschichte des Peloponnesischen Kriegs First1KGreek (Thucydides. Geschichte des Peloponnesischen Kriegs. Braun, Theodor, translator. Leipzig: Insel-Verlag, 1917.) — 1.126 focus
Histoire de la Guerre du Péloponèse First1KGreek (Thucydides. Histoire de la Guerre du Péloponnése, Vol. 1-2. Zévort, Marie Charles, translator. Paris: Charpentier, 1852.) — 1.126 focus
Histoire de la Guerre du Péloponnése First1KGreek (Thucydides. Histoire de la Guerre du Péloponnése. Bétant, Élie-Ami, translator. Paris: Librairie de L. Hachette, 1863.) — 1.126 focus
History of the Peloponnesian War First1KGreek (Thucydides, Vol. 1-4. Smith, Charles Foster, translator. London and Cambridge, MA: Heinemann and Harvard University Press, 1919-1923.) — 1.126.1 focus
History of the Peloponnesian War First1KGreek (Thucydides. The history of the Peloponnesian War, Volume 1-2. Dale, Henry, translator. London: Heinemann and Henry G. Bohn, 1851-1852.) — 1.126.1 focus
Historia Belli Peloponnesiaci First1KGreek (Historia Belli Peloponnesiaci. Haase, Friedrich, translator. Paris: Firmin Didot, 1869.) — 1.126.1 focus
Vier Staatsreden aus Thucydides First1KGreek (Thucydides. Vier Staatsreden aus Thucydides. Gürsching, Heinrich, translator. Augsburg: Wirth, 1856.) — 1.85.1 focus
La storia di Tucidide First1KGreek (Thucydides. Della storia di Tucidide volgarizzata libri otto. Anonymous translator. Florence: Tipografia Galileiana, 1835.) — 1.126 focus

Notes on the current edition

History of the Peloponnesian War

1. 197) TheageneS in Megara hatte sich als Befehlshaber eine bewaffnete
Leibwache zu verschaffen gewußt, mit deren Hilfe er den Haß des Volkes gegen
die Adeliche» nnd Reichen zum Sturz der Aristokratie beru tre, worauf er selbst
die Tyrannis übernahm. Armut. Bellt. V, 4. S. Thuk. I. An. so. S. 2».
Sein Schwiegersohn Kylon, von Geburt dem Adel angehörig und nicht ohne
Beliebtheit beim Volk, versuchte nnn in Athen das Gleiche. Ol. 35 hatte er
im DiauloS d. i. in der Doppel-Laufbahn gesiegt. ^
2. 8*
3. 198) Ol. as, I. (Kr.)
4. 199) Am ?z. des Monats Anthesterion wurde dies Fest dem Zeus Mei»
lichioS, d. i. dem gnädigen, im Gegensatz gegen den zürnenden, Mal,
mattes, gefeiert, wobei das gesummte Volt unblutige Opfer: Kuchen, Nauch,
und Trankopfer brachte. Vgl. Schumann, Griech. Alt. N. S. 48>.
5. 200) d. h. ohne erst die Volksversammlung befragen zu dürfen. Erst
durch Solon wurde die Macht der Archonten beschränkt. Böckh, Staatshaush.
d. sieh. II. S- es. (Kr.)
6. 20l) Nach Andern soll auch Kylon selbst erschlagen worden sein. Da
das Volk theilweise demselben nicht abgeneigt gewesen, und der Frevel gegen
die Götter seine Erbitterung gegen die Aristokraten noch steigerte, so sahen
sich diese genöthigt, eine Commission von 3 00 Adelichen niederzusetzen, welche
die Schuldige» verbannte ^ wodurch besonders das Geschlecht der
Alkmaoniden betroffen wurde — und zur Entsühnung der Stadt den
EpimenideS aus Kreta herbeirief.
7. Am Schluß der Anm. SV'" S. 2» ist gesagt worden, daß jene erregte
Zeit auch theoretische Reformatoren hervorgebracht hat. Der
merkwürdigste derselben ist Pythagoras ans SamoS (geb. um 6VV, gestorben
uni 5011 v. Chr.), der, nachdem er den Orient und Aegypten bereist, das
achäische Kroton in Ilnteritalien zum Schauplatz seiner Wirksamkeit machte.
In den Bund seiner Schüler wurde Niemand ohne strenge Prüfung und
Vorbereitung aufgenommen. Seine Lehren umfaßten Alles, „was in jener Zeit
alS Kenntniß der göttlichen und menschlichen Dinge oder als Philosophie gelten
konnte mit vorherrschender religiöser Färbung nnd verbunden mit strengen,
fast asketischen Vorschriften-" Seine Schüler gehörten dem Stande der
Vornehmen und Berechtigten an »nd gingen bald darauf aus, aus ihrem Bund
einen herrschenden Priesteradcl, eine Art Brahmanent hum zu machen.
Grundsatz war:
„Gleich den unsterblichen Götter» die Freunde, die Anderen alle
„Aber als Nieten zu achten, des NenncnS nicht würdig noch ZählenS."
8. ES erfolgte deßhalb eine Reaction, die den Bund vernichtete: aber „die
Vertreibung der Pythagoräer aus Großgriechenland glich nur dem Flugsamen,
den Winde in ferne Gegenden tragen, glich einem Blnmeustaub von Orphisch-
Pythagoräischen Ideen, welcher befruchtend über Hellas hinwehte." (Klein,
(«esch. d. Orama'S I. S. 73). — Ein anderer theosophischer Reformator ist
EpimenideS aus Kreta. Als bald nach der Ermordung der Anhänger
K>>lon'S Seuchen und anderes Unglück über Attika hereinbrach, erklärte die
Pythia, daß Aihen wegen der Niedermetzelung jener Schutzflehente» fluchbelastet
und der Sühne bedürftig sei, ind die Athener ließen deßhalb jenen
EpimenideS aus Kreta herbeiholei. Um das Jahr Kvv v. Chr. kam er als Greis
nach Athen und entsühnte die Stadt durch Opfer und Errichtung von Bild-