In dem folgenden Winter glückte es dem Aristides, des
Archippos Sohn, einem der athenischen Anführer, welche zur
Steuererhebung bei den Bundesgenossen herumgesandt wurden, in der Stadt
Eion am Strymonflusse den Perser Artaphernes in seine Gewalt zu
bekommen, der in Sendung seines Königs nach Lakedämon reisen
wollte. Er selbst wurde nach Athen gebracht und seine Papiere aus
der Assyrischen Schrift^) verdolmetscht und von den Athenern
gelesen. Unter vielem Andern, was darin geschrieben tsand, war das
1
2
3
Hauptsachlichste dieß: die Lakedämonier seien sich nicht klar, was sie
eigentlich wollten; denn von den vielen Gesandten, die
herübergekommen seien, habe keiner dasselbe gesagt, wie seine Vorgänger; wenn
sie nun ihre Absichten deutlich aussprechen wollten, so sollten sie mit
dem Perser Leute an ihn absenden. Den Artaphernes ließen die
Athener später auf einem Dreiruderer nach Ephesos bringen und mit
ihm Gesandte abgehen. Als diese aber dort erfuhren, der König
Artaxerxes, des Xerxes Sohn, sei kürzlich gestorben, — und in der
That war er um jene Zeit verschieden — so kehrten sie nach Haus
zurück.