In demselben Sommer schickten die Athener dreißig Schiffe
nach dem Peloponnes, auf denen befehligten Demosthenes, Sohn des
Alkisthenes, und Prokles, des Theodoros Sohn, und sechzig andere
Fahrzeuge mit zweitausend Schwerbewaffneten gegen Melos sMilo) ^).
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Diese führte Nikias, des NikeratoS Sohn. Sie wollten nämlich die
Melier, die auf einer Jnfel wohnten und ihnen weder gehorchen noch
auch ihrem Waffenbunde beitreten wollten, mit Gewalt zwingen. Da
sich diese aber, nachdem ihr Land verwüstet worden, doch nicht
fügten, so gingen sie von Melos aus wieder unter Segel und schifften
nach Oropos sNordgränze von Attika^s an der jenseitigen Festlands-
küste. Dort landeten sie bei Nacht und sogleich marshcirten die
Schwergerüsteten von den Schiffen zu Lande gegen Tanagra in Böotien.
Die Athener in der Stadt mit gesammter Macht, befehligt von
Hip-ponikos, Kallias'Sohn, und Eurymedon, dem Sohne des Thukles,
rückten auf ein gegebenes Zeichen auf dem Landwege eben dahin und
stießen zu jenen. An diesem Tage schlugen sie ein Lager bei
Tanagra 46), verheerten das Land und übernachteten im Lager. Am
folgenden Tage schlugen sie in einem Gefechte die gegen sie ausgerückten
Leute der Tanagräer, denen auch einige Thebaner zu Hülfe gekommen
waren, erbeuteten die Waffen der Gebliebenen nnd stellten ein
Siegeszeichen auf. Dennoch zogen sie ab, die Einen nach der Stadt zurück,
die Andern auf die Schiffe. Darauf kreuzte Nikias in den Gewässern
von Lokris, verwüstete die Küstenstriche und kehrte dann nach Hause
zurück.