Proclus Diadochus In Platonis Rem Publicam Commentarii 14

ed. Wilhelm Kroll

In Platonis Rem Publicam Commentarii. Proclus Diadochus. ed. Wilhelm Kroll. Germany. 2016.

Sponsored by University of Leipzig.

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Current edition

In Platonis Rem Publicam Commentarii (Greek) (Proclus, In Platonis Rem Publicam Commentarii, Procli Diadochi in Platonis Rem publicam commentarii , Kroll, Teubner, 1899-1901)

Notes on the current edition

In Platonis Rem Publicam Commentarii

1. 1) Vgl. Pauly-Wissowa Real-Encyclopädie der class. H, Archimedes Sp. 612. 515 — 517, Arithmetica 1073 f.
2. 1) Pappi Alex. coUectio ed. Hultsch II 2 ff. Pauly-Wissowa I, ApoUonios 112 Sp. 159 f.
3. 2) Domninos ἐγχειρίδιον εἰσαγωγικὸν ἀριθμητικῆς bei Bois- soNADE Anecd. Graec. IV p. 415 f. Simplic. in Aristot. de caelo ed. Heiberg p. 549, 15 ff. 19 f. 21 f. 24 ff. 29 ff. Nikol. Rhabdas περὶ τῆς τῶν στοιχείων ἐκθέσεως, herausg. von Tannery Notices et extraits des manuscrits XXXII 1 (1866) p. 30. Ygl. Hultsch Erlauterungen zu dem Berichte des Jamblichos ilber die voUk. Zahlen, Nachr. der GeseUsch. d. Wissensch. zu Gottingen 1895 S. 251 ff.
4. 3) Expositio rer. mathem. p. 126 (Hiller), 208, 8. 210, 20. 353 (Dupuis). äut. zu Jambl. a. a. 0. S. 252 Anm. 3.
5. 4) Diophanti Alex. opera ed. Tannery I 332, 8 und dazu HuLTscH BerHner PhUol. Wochenschrift 1894 Sp. 806 f. Vgl. Erlaut. a. a. 0. S. 253 f. PROXLUS, ed. Kroll. II. 25
6. 1) In Nicomachi arithm. introduct. p. 33, 20 — 23. Erlaut. a. a. 0. S. 247. 253 f.,
7. 2) Vgl. Martin Etudes sur le Timee de Platon II 78 ff., ders. Mem. de FAcad. des inscr. XXX 1 (1881), 52 ff. Zeller Philosophie der Griechen II a 4 S 811f. Pauly-Wissowa Real- Encyclop. II, Astronomie Sp. 1835 f. 1851 f. [Bei dieser Gelegenheit mochte ich die Stelle des Aetios iiber das grofse Jahr S. 363 Diels = Stob. I 107, 19 in Ordnung bringen: γίνεσθαι δὲ τὸν λεγόμενον μέγαν ἐνιαυτόν, ὅταν ἐπὶ τοὺς (αὐυοὺε fiigt man mit Cantor hinzu, doch vgl. Wendland Philol. N. F. XI 250 Proclus oben II 293, 18. 297, 18 u. ö.) ἀφ’ ὧν ἤρξαντο τῆς κινή- σεως ἀφίκωνται τόπους. τὸν δέ γε μέγαν ἐνιαυτὸν ἵ μὲν ἐν τῇ ὁκταετηρίδι τίθενται, οἵ δὲ ἐν τῇ ἐννεακαιδεκαετηρίδι, οἵ δ’ ἐν τοῖς τετραπλασίοις ἔτεσιν, οἳ δ’ ἐν τοῖς ἑξήκοντα θ<ἑνὸς δέουσινθ>, ἐν οἷς Οἰνοπίδης καὶ Πυθαγόρας, Τι δ’ ἐν τῇ λεγομένῃ κεφαλῇ τοῦ κόσμου (κρόνου · αὕτη δ’ ἐστὶ τῶν πλανητῶν ἐπὶ ταὐτὰ σημεῖα τῆς † ἐξ ἄρκτου φορᾶς ἐπάνοδος. Hier habe ich κόσμου geschrieben nach Hephaest. Theb. 47, 7 τοῦτο δὴ τὸ κατὰ τὸν Κριὸν δωδεκατημόριον κεφαλὴν τοῦ κόσμου προσαγορεύουσιν (vgl. 53, 24, wo der Καρκίνος als κύριος τοῦ στήθους τοῦ κόσμου bezeichnet wird). Dafs es in der That eine Meinung gab, nach der aUe Planeten einmal im Widder vereinigt waren, darf man wohl schUefsen aus Philop. de aetern. 578, 24 Rabe: ὑποκείσθω τοίνυν πάντας ἅμα τοὺς πλανωμένους ἐν τῷ αὐτῷ γεγονέναι σημείῳ, οἷον ἐν τῇ τοῦ Κριοῦ ἢ ἐν ἄλλου τινὸς ζωδίου ἀρχῇ. Die ‘genitura mundi', die Firmicus III 1 nach Hanubius d. h. Anubion giebt, lafst aUerdings die Planeten in verschiedenen Zeichen stehen, legt aber Wert darauf, dafs das μεσουράνημα sich im Κριός befindet (p. 96, 23 ; ebenso aus Porphyrios Macrob. in somn. I 21, 23). Antiochos (Catal. cod. astrolog. I 163, 21), der wohl die QueUe fvir Lydos und PseUos ist (BoU. Byz. Zeitschr. 1898, 529. 654), lafst die Planeten im 30. Grade des Krebses oder im 1. des Lowen zu- sammenkommen , ahnUch Procl. in Tim. 271 a — Meine Anderung von ταύτας ἡμία in ταὐτὰ σημεῖα (ταὐτ ἡμέρᾳ man seit Heeren) bedarf keiner Rechtfertigung. ἐξ ἄρκτου kann schon deshalb nicht richtig sein, weii der Bar nicht im Tierkreis liegt, also nie von den Planeten beriihrt werden kann; ἐξ ἀρχῆς Hegt nahe, ohne mir sonderUch zu gefallen. W. K.]
8. 1) Pauly-Wissowa II, Arithmetica Sp. 1087 f.
9. 2) Pauly-Wissowa a. a, 0. Sp. 1088 vgl. mit ebd. Archi- medes ξ 5 — 7.
10. 1) Censor. de die nat. 18, 11. Vgl. Pauly-Wissowa II Sp. 875 f. (Die Teiler der Zahl des Aristarchos sind 2, 2, 3 3, 3, 23.)
11. 2) Censorin a. a. 0. Plut. plac. philos. II 32 u. a., vgl. die Zusammenstellungen von Maktin Etudes sur le ée de Platon II p. 79 f. und Tannery La grande ée d' Aristarque, ém. de la Société des sciences deBordeaux, 3 e serie, tome IV p. 93 ff. Nach Censorin sind 5552 = 2. 2. 2. 2. 347 Jahre von Aretes von Dyrrhachion berechnet worden. Zwei wunderliche Abschatzungen , die eine zu 7777 = 7. 11. 101, die andere zu 9977 = 11. 907 Jahren, werden nach unbekannten Gewahrs- mannern ἄλλοι, bez, ὥς φασι) von Plut. a. a. 0. und Sext. Emp. adv. astrol. 105 p. 747 f. (Bekker) angefiihrt. Unter anderen hoheren Ansatzen sind hervorzuheben 12 954 = 12 954 = 2. 3. 17. 127 Jahre bei Cic. Hortens. fragm. 26 f. (Aristoteles : Usener Rh. M. 28, 392) und 3 600 000 = 2 . 2 . 3 . 3 . 100 000 Jahre nach der Annahme des Kassandros von Salamis bei Censorin, d. i. das Hundertfache der Pracessionsperiode des Hipparchos, vgl. Pauly-Wissowa II Sp. 1850 f. (bei Tannery a. a. Ο. p. 94 ist als Ζαηλ des Kassan- dros 360 000, mithin eine NuU zu wenig angegeben). Als Maximum waren, ehe die Zahl des Sosigenes bekannt vmrde, 6570000 = 365. 18 000 bei Plut. a. a. Ο. iiberliefert. Es hatte namlich Herakleitos das grofse Jahr zu 18000 Jahren abgeschätzt (eine Zahl, an welche vermutlich Hipparchos sich er- innerte, als er die Pracessionsperiode auf das Doppelte = 36 000 000 Jahre anstzte); jene 18000 Jahre hat dann Diogenes von Babylom mit der Zahl der ganzen Tage des Sonnenjahres multipliziert (hatte er statt 365 genauer 365 1 Tage gesetzt, so wiirde er 6 574500 Jahre erhalten haben).
12. 1) Vgl. PAULY-WissowAn, Astronomie Sp. 1851 f. Den thatsächlichen Umdrehungen der Erde und der fiinf im Altertum bekannten Planeten entsprechen nach der geocentrischen Anschauung die vermeintlichen Bewegungen der Sonne und der fiinf Planeten um die Erde. Uberhaupt schwangen sich um die Erde acht Spharen, deren jede nach besonderen Gesetzen sich bewegte und dabei je ein ihr zugehoriges Gestirn, bez. die zusammen an einer Sphare angehefteten Fixsterne mit sich fiihrte. Uber die Reihenfolge der sieben Spharen von Mond, Sonne und Planeten vgl. a. a. 0. 1835. 1837 ff. 1851. 1856 f. Die achte Sphare war die der Fixsterne. Da Proklos jedesmal nur von einem einzelnen ἄστρον spricht, so scheint Sosigenes diese Sphare nicht in betracht gezogen zu haben. Wenn er es doch that, so durfte er die grofse Periode der Pracession der Tag- und Nachtgleichen nicht aufser Acht lassen. Bei dem Mangel genauerer Nachrichten mufs von jeder Ver- mutung, ob diese Periode in der von Proklos mitgeteilten Zahl mitenthalten sein konnte oder nicht, abgesehen werden. [Dafs Sosigenes die ἀποκατάστασις der Fixsternsphare, also die Präcession, beriicksichtigt habe, mochte man fast schliefsen aus Procl. in Tim. 270 c sq. p. 645, der zwar den Namen Sosigenes nicht nennt, aber gegen diejenigen polemisiert, welche den τέλειος ἀριθμός des Plato Tim. 39 d δοξαστικῶς auffafsten: diese Leute multiplizierten entweder alle ἀποκαταστάσεις , auch die der Fixsternsphare , mit einander, oder sie suchten immer fiir je zwei Zahlen das κοινὸν μέτρον und gelangten so schliefs- lich zu einer Zahl, die alle einzelnen ἀποκαταστάσεις in sich enthielt. W. K.]
13. 1) Nach Ptolem. Syntax. IV 2 –12 (Heiberg). Hieraus berechnet sich eine mittlere Monatsdauer 29 Tagen 12 Stumden 44 Minuten 3,3 Sekunden, d. i. nur 0,5 Sek. mehr als der in neuerer Zeit berechnete Betrag von ebenso vielen Tagen, Stunden und Minuten und 2,8 Sekunden. Die Berechnung des Hipparch ist also bis auf die ganzen Sekunden genau. Nach Ptolem. a. a. Ο. 271, 11. 278, 5 hat Hipparch selbst aus der Gleichung von 126 007 1/24 Tagen mit 4267 Mondumlaufen die mittlere Monatsdauer auf 29 Tage und dazu in üchen des Tages auf 31 I 50 II 8 III 20 IV berechnet, was auf dasselbe hinauskommt wie die oben nach Tagen, Stunden und Teilen der Stunde bestimmte Zahl.
14. 2) Diese Annaherung war schon den Babyloniern bekannt (Ideler Abh. der Berliner Akad. 1814/15 S. 217) und hat seit Eudoxos und Kallippos dem griechischen Kalenderwesen zu Grunde gelegen (Bockh Die vierjahrigen Sonnenkreise der Alten S. 43. 65. 289. 341); sie war auch fiir die Verbesserung des romischen Kalenders mafsgebend, die unter dem sachverständigen Beirat des Sosigenes von Casar durchgefiihrt wurde öCKH a. a. 0. S. 340 flf. Mommsen Rom. Chronologie 2 S. 77 ff. 276 ff.). Dafs Sosigenes eine noch genauere Bestimmung des tropischen Jahres gekannt habe, ist wohl moglich; allein bei der Ausrechnung seines voUkommenen Jahres hat er sich ge- wifs mit der iiblichen Annaherun auf 365 1 Tage begniigt, denn andernfalls wiirde er eine weit hohere Zahl als die bei Proklos iiberlieferte herausgebracht haben.
15. 1) Berechnet nach der aus Hipparchs Beobachtung gefolgerten Gleichung von 3 024169 Jahren mit 37404522 Monaten.
16. 2) AhnUch, wie vorher bei ἑνός und ἄλλου, ist hier τῶν ἄστρων hinzuzudenken. Zwar wurde an sich die Erganzung τῶν ἀποκαταστάσεων naher liegen, allein die Schhifsworte τὸν ὑπὸ πάντων zeigen, dafs ἄστρων, naml. εἰς συναποκατάστασιν καθισταμένων, gemeint ist.
17. 1) [Es sei darauf hingewiesen, dafs die Zahlen fiir die drei verschiedenen Perioden und die τέλειαι ἀποκαταστάσεις der Pla- neten am bequemsten bei Lyd. de mens. 56,3 — 57,13 Wuensch zusammen stehen (56, 13 mufs es τεττάρων heifsen statt δύο; 57, 2 ὀγδοήκοντα statt ἐνενήκοντα, 8 τρισχιλίων); doch habe ich vergeblich versucht, die Zahl des Sosigenes aus den dort mitgeteilten Werten zu berechnen. W. K.]
18. 1) Dafs Theon in dem dritten, der Astronomie gewidmeten Teile seines die mathematischen Stellen bei Platon erliiutern- den Werkes ganz von Adrastos abhangt, weist Maktin S. 74 ff. seiner Ausgabe von Theonis Smyrn. liber de astronomia nach.
19. 1) In Nicom. arithm. introduct. ed. Pistelli p. 91, 393
20. 2) Algebra der Griechen S. 228 ff.
21. 3) Vorlesungen iiber Gesch. der Mathem. I 2 S. 407 — 409.
22. 4) Vgl. HuLTscH Die Pythagoreischen Reihen der Seiten und Diagonalen u. s. w. , Bibliotheca mathem. herausg. von Enestrom 190 S. 8 ff.
23. 1) Denn nach dem Pythagoreischen Lehrsatze ist das Quadrat über der Diagonale doppelt so grofs als das iiber der Seite. Das Quadrat iiber der Diagonale eines Quadrates mit rationaler Seite kann keine rationale Wurzel haben, οὐ γάρ ἐστιν τετράγωνος ἀριθμὸς τετραγώνου διπλάσιος (S. 27, 2), oder mit anderen Worten, das Quadrat iiber der Seite verhalt sich zwar zu dem iiber der Diagonale wie 1:2; aber die Seite zur Diagonale wie 1: 1/2. Zu den ersten Voraussetzungen der griechischen Geometrie gehort die Fiiglichkeit, jede Zahl sei es als Gerade oder als Rechteck (einschl. Quadrat) oder als recht- winkliges Parallelepiped (einschl. Wiirfel) und umgekehrt jede Gerade oder jedes Rechteck oder jedes rechtwinklige Parallel- epiped als Zahl setzen zu konnen. Wenn n eine ganze Zahl bedeutet und die Seite eines Quadrates = n Längeneiheiten gesetzt wird, so hält das Quadrat über der Diagonale 2n2 Flächeneinheiten und die Diagonale selbst nABBERV2 Längeneinheiten.
24. 1) Damit hängt zusammen, dafs die Verhältnises der Diagonalzahlen zu den Seitenzahlen oder, wie sich später zeigen wird, die Brüche 3/2, 7/5, 1/1 7/2, 4/2 1/9, 9/7 9/0, 2/1 3/6 9/9 ... eine an Genauigkeit schnell zunehmende Reihe von Annäherungen an ABBREV2 bieten (vgl. CANTOR Vorles. I2 S. 408), und zwar stehen alternierend die Werte 3/2, 1/4 7/2, 9/7 9/0 . . ., deren jeder gröfser als ABBREV2 ist, gegenüber den Weren 7/5, 4/2 1/9, 2/1 3/6 9/9 . . ., deren jeder kleiner als ABBREV2 ist. Aus dem sechsten Werte 2/1 3/6 9/9 erhält man mit 1,4142 bereits eine bis zur vierten Stelle hinter dem Komma genaue Annäherung.
25. 1) S. das Nahere in Bibliotheca mathem. a. a. 0.
26. 1) S. 25, 9–12. Vgl. Theon
27. 1) Pauly-Wissowa II, Arithmetica § 26.
28. 2) Ebenda § 28. 31, II. Synonym mit den ἀποστάσεις waren die von Archytas behandelten διαστήματα der naturlichen Zahlen- reihe, ebd. § 29. Proclus, ed. Kroll. 11. 26
29. 1) Pauly-Wissowa n, Arithmetica Sp. 1104, 21—50.
30. 2) Ebenda Sp. 1104 f.
31. 3) Nikomachos ἀριθμ. εἰσαγ. II 83, 2. 105, 6 (Hoche) erwähnt unter verschiedenen Arten von στερεοὶ ἀριθμοί die δοκίς und πλινθίς. Beide Gattungen erlautert er 110, 18 ff. durch Zahlenbeispiele und definiert die erstere als ἀριθμὸς) ἰσάκις ἴσος μειζονάκις, die letztere als ἰσάκις ἴσος ἐλαττονάκις, was er dann 145, 6 mit den Worten (ὅρων) ἰσάκις ἴσων ἀνισάκις, ἵνα δοκίδες ἢ πλινθίδες ὦσιν, zusammenfafst. Ahnliche Erklarungen geben Theon von Smyrna 41, 16 — 42, 2 (Hiller) und Jamblichos in Nicom. arithm, introd. 95, 6 — 11 (Pistelli). Der letztere hatte schon S. 93, 18 πλινθίδες τε καὶ δοκίδες erwahnt; zu δοκίς fiigt er 94, 2. 95, 9 noch στηλὶς als Synonymon hinzu. Nur diese Benennung kennt Domninos ἐγχειρ. εΙσαγ. όρνθμ. , Anecd. Gr. IV 427, 4 ff. (Boissonade). Sowohl die στηλίς als die πλινθίς erlautert er ahnlich wie seine Vorganger.
32. 1) Heron Def. 99 zahlt die δοκίς und πλινθίς unter verschiedenen εδθύγραμμα στερεὰ σχήματα auf. Ders. Def. 112 erklart die δοκός (womit dasselbe wie δοκίς gemeint ist) als ein σχῆμα στερεόν (vgl. Def. 99–104), dessen Lange als Breite und Dicke oder Hohe ist, und setzt als besonderen Fall, dafs Breite und Hohe einander gleich sind (vgl. auch Stereom. I 48). Die πλινθίς wird Def. 113 als ein σχῆμα στερεόν erklart, dessen Lange kleiner als Breite und Tiefe ist (wobei βάθος laut Def. 112 als synonym mit ὕψος gilt), und dazu wird als besonderer Fall gesetzt, dafs Breite und Tiefe einander gleich sind. Diese Gestaltung ist auch fiir die Geom. 3,23 erwahnte πλινθίς vorauszusetzen. Theon S. 112 f. zahlt unter den στερεὰ σχήματα zuerst das Parallelepiped, besonders. das rechtwinklige, dann den Wurfel auf. Hierauf folgt diej πλινθίς als τὸ μὶν μῆκος καὶ πλάτος ἴσον ἔζον (σχῆμα), τὸ ὕψος ἔλαττον, und die δοκίς als τὸ μὲν μῆκος καὶ πλάτος ἴσον, τὸ δὲ ὕψος μεῖζον (ἔχον).
33. 1) Eutokios zu Archim. de sphaer. et cyl. Bd. TII 66 ff. (Heiberg). Cantor Vorles. I 2 213 ff. Zeuthen Gesch. der Mathem. 82 ff. Sturm Das delische Problem, Gymnasialprogr. Seiten- stetten 1895, 49 ff.
34. 1) Vgl. Plat. Tim. 31 C: δεσμὸν γὰρ ἐν μέσῳ δεῖ τινὰ ἀμφοῖν ξυναγωγὸν γίγνεσθαι u. s. w., 32 B: τὰ δὲ στερεὰ μία μὲν οὐδέποτε, δύο δὲ ἀεὶ μεσότητες ξυναρμόττουσιν.
35. 1) Die Zahlen 75, 100, 7500 und 10000 hat auch Derkyllides oben S. 25 , 19 ff. im Anschlufs an Platons Staat Yill 546 B. C besprochen. Weiter folgen bei Proklos λθ Spekulationen sowohl iiber diese Zahlen als iiber 27, 36, 48 und 64. Ahnliches wie am Anfange von λθ ist auch gegen Ende von #x772; behandelt worden. Hinzuweisen ist noch auf das Scholion zu Eukl. Elem. Χ 28 lemma 1 (Bd. V 80 Heiberg), wo zu der Aufgabe „zwei Quadratzahlen zu finden, deren Summe wieder ein Quadrat sei", die Zahlen 36, 64, 100 als die kleinsten, der Aufgabe genilgenden angefiihrt werden (denn der Fall 9 + 16 = 25 entspricht nicht der von Euklid ausgesprochenen Voraussetzung, dafs die zu summierenden Zahlen entweder beide gerad oder
36. 2) Vgl. vorher κݲγݲ 25, 6: ᾗ καὶ ὁ Πλάτων εἶπεν τὸν καὶ τετταράκοντα ἀριθμὸν εἶναι ἀπὸ διαμέτρων ῥητῶν μὲν πεμπάδος δεομένων ἑνός, ἀρρήτων δὲ δεομένων δυεῖν, ἐπειδὴ διπλάσιον πλάσιον ἡ διάμετρος δύναται τῆς πλευρᾶς.
37. 1) Procl. in I Eucl. elem. libr. 427, 24–428, 6 CANTOR Vorles. I 2 168 ff 175. PAULy-WissowA II, Arithmetica § 18. 35 f. (doch hat sich z. E. von § 36 der Hinweis auf Procli comment. in remp. Plat. ed Schoell S. 145 f. erledigt, da statt der damals herausgegebenen , mit fehlerhaften Beischriften versehenen Figur jetzt die berichtigte Figur des Paterios vorliegt.
38. 1) Kurz darauf (66, 2) wird auf denselben nochmals durch ὁ θεῖος ἐκεῖνος verwiesen. Aber verschieden von diesem (vielleivcht sein Sohn, wie Schoell im Index auctorum vermutet) ist wohl der 324, 13. 325, 4 erwahnte Νεστόριος ὁ μέγας ἀνὴρ ἱερατικός gewesen. Er war priesterlichen Standes und hatte, wie Proklos berichtet, μικρὸν πρὸ ἡμῶν in Rom eine vomehme Dame, die sich einbildete verschiedene Stufen der Seelenwanderung in Menschen- und Tierkorpern durchgemacht zu haben, durch suggestive Beschworungen geheilt.
39. 2) Baillet Le papyrus mathematique ’Akhmim, Mem. publies par la Mission archeologique francaise au Caire IX lasc. 1 (1892), 1 ff. Hultsch Die Elemente der agyptischen Teilungsrechnung, Abhandl. der philol.-hist. Classe der Sachs. Gesellsch. der Wissensch. XVII Nr. I (1895), 7 ff. Die üge des Papyrus weisen auf das 7. oder 8. Jahrhundert, mithin auf das Ende der byzantinischen oder den Anfang der arabischen Herrschaft hin (ebd. 14 f.).
40. 1) Die Rechnung in Einheitsteilen (Stammbruchen) bezeichnet Proklos 40, 30 f. genau durch ἔλαβον τοὺς ἀριθμοὺς ἐν μορίοις τισὶ μονάδων, worauf er 42, 5 f . mit den Worten ἔλαβον . . . τὰς πλευρὰς ἐν μονάσι καὶ μορίοις auf Zahlen, die aus Ganzen und Einheitsteilen gemischt sind, hinweist. Vgl. Jambl. in Nicomachi arithm. introd. 11, 10 f. (Pistelli), Hultsch Elemente u. s. w. 8. 22.
41. 2) Diese sind vom Herausgeber und mir gleichzeitig , wie sich aus unserm Briefwechsel ergab, verbessert worden. Die aufrecht stehende Kathete der sechsten Figur (S. 41) zeigt zwei Beischriften. In der oberen ist statt ι' ε', was 1/10+1/5 bedeuten wiirde, zu schreiben ιε' = 1/15; dann ist ρ΄ γ' verderbt aus 175. In der unteren Beischrift ist Κ zu tilgen (vgl. unten S. 411) und statt ι' ε' zu schreiben ιε' ν' = 1/15 1/50. Die zu dem ersten Abschnitte der Basis der sechsten Figur gehorige Beischrifb ist bei der entsprechenden Parallellinie angemerkt; die Zeichen ι' ε' ο' ε' waren zu verbessern zu ιε' κε .
42. 1) Ebenso ist der Bruch 2/25 schon in dem mathematischen Papyrus Rhind (Rechenbuch des agyptischen Schreibers Ahmes) um das J. 1700 v. Chr. zerlegt worden. EisENLomi Ein mathem. Handbuch der alten Agypter ’ 20. tJber die Epoche des Ahmes vgl. HuLTSCH Elemente der agypt. Teilungsrechnung 11 ff.
43. 2) Ganz nach den Regeln der agyptischen Teilungsrechnung ist If mit 6 erweitert und 1/1 3/5 8/0 zu 75+50+10+3/150 abgeteilt worden. Die Erweiterung mit 4 wiirde statt einer viergliedrigen Reihe von Einheitsteilen eine fiinfgliedrige ergeben haben.
44. 3) Hier geniigte die Erweiterung des Bruches zu 3/7 3/5 und die Zerlegung des erweiterten Zahlers in 25 + 5 + 3. 4) Nachdem 1/2 4/5 mit 4 erweitert war, ist 56/100 = 5051100 gesetzt worden. Vorteilhafter (weil auf einen kleineren Schlufs- nenner fiihrend) ware die Gruppierung 100 wesen, ein Ergebnis, das man auch durch die Erweiterung mit 2 erreicht haben wiirde. Uber die dem Schlufsnenner zukommende Bedeutung vgl. Elemente a. a. 0. 148. 151.
45. 5) Dieselbe (aus der Erweiterung mit 4 hervorgegangene) Zerlegung erscheint im Pap. von Akhmim S. 25. Die minimale Zerlegung wiirde 1/2 1/5 1/10 gewesen sein. tJber die von Ahmes gewahlte Zerlegung vgl. Elemente 33. 38 f.
46. 6) Ebenso ist der Bruch 2/5 zerlegt worden von Ahmes (Mathem. Handb. S. 18 Eisenlohr) und im Pap. von Akhmim S. 25. Vgl. Elemente 168 f.
47. 7) Jyinliche Summierungen sind Elemente 42. 85. 112 f. aus Ahmes nachgewiesen worden.
48. 1) Über die GrSfse der Planeten aufser Sonne und Mond scheinen sich sonst keine Angaben zu finden; über die Reihenfolge vgL HuLTScH bei Pauly -Wissowa H 1833 ff. 1856 f. Ob uns Proklos mit der Lesart a den echten Platotext aufbewahrt hat? In b ist irgend welche ratio nicht zu erkennen und ’ Herumredereien zeigen, dafs niemand mit dieser Reihenfolge etwas anzufangen vermocht hat.
49. 2) Vgl. die Anm. zu 222, 5. Fiir die Sonne giebt Proklos falschlich das Verhaltnis zwischen der Entfemung der beiden Mittelpunkte (d. h. denen des AUs und der Sonnenbahn) und dem Epicyklenradius, wie aus Theons von Smyrna Erorterung S. 155 — 166 Hiller hervorgeht. tJbrigens ist eine der beson- ders in Betracht kommenden Stellen, S. 165, 12, von Martin und Hiller durch ’Emendation’ verdorben ; es mufs heifsen: εὑρίσκεται δὲ πάλιν τὸ μέγεθος τοῦ ἐπικύκλου καὶ ὁ λόγος τοῦ μεταξὺ τῶν κέντρων πρὸς τὴν ἐκ τοῦ κέντρου θ<τοῦθ> ὑπεναντίως τῷ πρόσθεν (S. 158, 9) ὡς κα πρὸς ἔν wie überliefert, mit blofser Einschiebung des τοῦ
50. 1) In beistehender Figur ist A der Mittelpunkt des Alls (d. h. der Erde), B der des excentrischen Kreises, C der des Epicykels. Wenn ich weifs, dafs beim Saturn BC.CB = 60 : 6 12 beim Juppiter = 60 : 11 1/2, so folgt daraus nicht einmal über das Verhaltnis von CD bei Saturn und Juppiter etwas, geschweige denn iiber die wirkliche Grofse; denn BC ist in beiden Fällen verschieden (und so bei allen