wollen; so will ich dich über ihn, den Teufel selbst, fragen. — Hat Gott ihn so geschaffen, oder hat er sich selbst zum Bösen gewandt, nachdem er zuvor nicht so gewesen? —
aber von Gott jemand gut geworden ist, er jedoch seinen Willen auf das Böse verkehrte, nachdem er das Bessere gelassen, so empfange er mit Recht Strafe in betreff dessen, was er gewagt zu tun. Denn daß er nicht so von Gott geworden, sagte ich oben, durch ein Wort gesagt habend, daß ihm Neid die Ursache einer solchen Wahl war.
nennend, indem es spricht: »durch den Befehl aber tötete er die abgefallene Schlange«. Denn es war in Wahrheit das Wort Gottes den Teufel tötend, da er ihn zu untertreten die Macht den irdischen Menschen gab. Denn nicht hätte ihn einen Abgafallenen die heilige Schrift genannt, wenn er ein solcher geblieben wäre, wie er von Gott geschaffen
war, und nicht verlassend, was er war, zu dem, was er nicht war, übergegangen wäre. Denn der Name Abgefallener zeigt an, daß er nicht dasselbe jetzt ist, was er zuvor war.
daß dies möglich sei, muß man
ihn schuf, oder indem er Kenntnis dessen, was er werden würde, hatte? Denn wenn er zuvor wußte, welche Schuld werde der Teufel haben? Wenn er aber nicht kannte den Abfall des Teufels vom Größeren, wird er unschuldig sein, aber geringer als heidnischen Wahrsager.
mir ungeziemend zu sein; denn fremd ist dies der göttlichen Natur. Aber daß wiederum, wenn er, Kenntnis des Zukünftigen habend, den Teufel geschaffen, er schuldig ist am Bösen, ebenso auch sage ich, daß dieses ungeziemend sei.
das Zukünftige vorauswissend, diesen geschaffen; ich sage aber nun dies, daß Gott, guten Wesens seiend, nicht wollte, daß sein Rechttun verborgen bleibe und er deshalb nicht bekannt werde, Deshalb hat — auch voraus wissend, daß der Teufel abfallen werde, wie die Menschen sündigen machen und übertreten sein Gebot —, damit vielmehr der freie
Wille dem Menschen sich zeige, Gott ihn geschaffen, damit das Über- 4 schwängliche seiner Güte den Menschen bekannt würde, wegen der Darreichung des »Erlasses der ersten Sünden«, nicht aber immer das Böse festzuhalten, um dessentwillen sie jenem ungehorsam waren, gehorchten aber dem geschaffenen Knecht; deschalb sage ich, daß Gott,
obwolh er sehr wohl wußte, daß er ein solcher werden werde, den Teufel geschaffen, damit er seine Güte den Menschen zeige, auf daß der Mensch die Gnade Gottes erkenne, damit sein Vielfältiges die Menschen erkennen.
indem wir allein hiervon Kenntnis hätten, nicht wissend den Unterschied des Besseren. Dazu wäre aber auch der freie Wille dem Menschen genommen, indem er nur wüßte mit Gehorsam allein zu dienen; es wäre aber gleich auch das Ende aller Menschen, indem nicht unterschieden wäre die Wahl eines jeden, und es würde, der heute böse
ist, dieselbe Gabe beanspruchen.
De Libero Arbitrio. Methodius. ed. D.G. Nathanael Bonwetsch. Germany. 2014.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.