Teufel nennt, die Kenntnis des Bösen. Entgegen wird aber dies gut gesagt, daß der Teufel das als böse erkannte, Gotte ungehorsam zu sein, daher er auch den Menschen dazu anreizte.
sein wird, das zu tun, was er sinnt, indem er einen der Heilkunst Kundigen fragt, der dem Nächsten kund getan hat — nämlich jenem, dem dieser (sein Feind) Schaden antun wollte — diejenige Weise, auf welche er imstande sein wird, gesund zu sein; sei es, daß er eine Zeit bestimmt hat, in welcher allein der Speise zu gebrauchen, oder das
Meiden vieler Speisen oder nur diese Speise meidend;
dem Menschen, nicht vor diesem die Weise des Bösen kennend, sondern von dem Befehl des Arztes es lernend.
Er wußte aber, daß von Gott ein Gesetz dem Menschen gegeben, welches 1 nicht gestattete Speise zu essen von einem gewissen Baum — wie mir scheint, nicht wie wenn der Baum den Tod enthielte, sondern wie als den Menschen nicht dienlich zur Speise erkannt habend —; sie es, weil die Pflanze den Tod gab, und deshalb der Mensch verhindert ward,
von ihm zu nehmen, von welchem der Mensch auch zu sterben schien, sei es wiederum, daß, Gotte ungehorsam zu sein, Ursache des Todes dem Menschen, als der das gatan, was Gott verboten.
in betreff dessen, daß er sein Gobot übertreten, wahrnahm, und den den Lohn der Verurteilung Empfangenden, da erkannte er, wie das Böse ist, nicht aus einer früheren Substanz, sondern von der Drohung Gottes.
Weise ein Mensch gesund sein könne, wenn auch vielmhr der Feind früher nicht wußte, auf welche Weise möglich sei, jenem Schaden zu tun, sondern von der Mahnung des Arztes es lernte. Denn nicht gebührte es dem Kundigen, das Geeignete (συμφέρον?) zu ver- 2 bergen, denn ohne zu wissen hätte juner auch dies vielleicht gegeben, was er der Weisung des Arztes entnahm, und wäre schuldig des von hier etwas Böses Empfangens, obschon alsdann nicht wissend, daß jener Leiden empfängt, so daß er nicht Strafe empfangen wird; und
dem Feinde zwar wäre der Anschlag zugetroffen, das Gericht aber konnte er nicht empfangen wegen unvernünftiger Feindschaft, nicht
erkannte, als Gott bedräute, dem Menschen kung tuend, daß er, wenn er gegen seinen Willen von dem Baum essen werde, den Tod haben werde als Strafe. Denn wenn er nicht dem Menschen zuvor kung getan, daß er noch nicht will, daß er esse vom Baum, so hätte er vielleicht ganz unwissend gegessen und hätte ein Ende gehabt
auch des Lebens, sei es wie noch nicht imstande zu ertragen die Frucht des Baumes — wie auch nicht ein Kind, noch mit Milch genährt, feste Speise empfangen kann — sei es wieder gegen den Willen Gottes vom Baum genommen habend; und wären zwar die Anschläge der Schlange 3 in Exfüllung gegangen, nicht aber schiene sie nach Billigkeit Gericht zu empfangen wegen unvernünftiger Feindschaft gegen den Menschen, da sie, keinerlei Tat gewagt habend,
φθόνον ἐκ τοῦ κρείττονι τιμῇ κατηξιῶσθαι τὸν ἄνθρωπον πρὸς τοῦ θεοῦ· τὸ δὲ κακὸν ἡ παρακοὴ ἐκ τοῦ προστίμῳ περιπεσεῖν τὸν ἄνθρωπον ὑπερβάντα τὴν τοῦ θεοῦ ἐντολήν. . . πολλάκις εἰ καὶ τὰ μάλιστα τὸ γινόμενον τῇ φύσει φαῦλον οὐκ ἔστιν, ἀλλά γε δὴ διὰ τὸ μὴ βούλεσθαι τὸν θεὸν γίνεσθαι αὐτό . . σαφῶς . . <τοῦτο> ὑπάρχειν
κακόν.
θείαν βουλὴν εἰσελθὼν δικαίαν ἀπῃτήθη τιμωρίαν. Ebenso
von Gott wisse, daß das Böse Gotte ungehorsam zu sein, daß 4 Gotte ungehorsam sein böse, nicht gut, scheint mir zu sein. Denn nicht unvernünftig ward er von Gott, so daß er nicht unbewußt war, daß nicht gut ist, wider den Willen Gottes etwas zu tun.
das Wissen besitzend, daß das Böse ist, sich dem Willen Gottes zu widersetzen, er wagte dieses zu tun. Das Böse aber nenne ich den Ungehorsam; nicht als ob ich sagte, irgend ein zuvor seiendes Element habe in Kenntnis der Teufel, sondern als gewollt habend, daß etwas von dem Accidierenden geschehe.
De Libero Arbitrio. Methodius. ed. D.G. Nathanael Bonwetsch. Germany. 2014.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.