mvp-comment-161-1
Wecklein 1888, p. 272
mvp-comment-161-2
zweites Epeisodion. Orestes ruft Athena zu Hilfe. Die Chorführerin weist jeden Beistand zurück.
mvp-comment-170-1
Wecklein 1888, p. 273
mvp-comment-170-2
αὐτόν scil.
ἐμέ.
τὸν
Ἀργεῖον
λεὼν
. .
σύμμαχον:
Schol.
:
ὡς τότε συμμαχούντων Ἀργείων Ἀθηναίοις
. Einl. S. 23.
δικαίως,
ὀρθῶς,
ἀληθῶς, aufrichtig, ehrlich. Vgl.
πανδίκως εὐσεβής
Suppl. 424
ὀρθῶς ἐνδίκως τ᾽ ἐπώνυμον
Sept. 392
ἣν εὑρεθῇς ἐς τήνδε μὴ δίκαιος ὤν
Soph. Trach. 411
.
mvp-comment-171-1
Wecklein 1888, p. 273
mvp-comment-171-2
Die Gottheit hört gern von den Stätten, wo sie besonders verehrt wird. Daher ist bei Anrufungen der Götter die Aufzählung solcher Örtlichkeiten beliebt. Vgl.
Soph. Ant. 1118
f. Mit
εἴτε
—
εἴτε, wie hier,
Aristoph. Wo. 269
ἔλθετε εἴτ᾽ ἐπ᾽ Ὀλύμπου κορυφαῖς ἱεραῖς χιονοβλήτοισι κάθησθε κτέ. χώρας τόποις
steht wie ein einziger
Begrif, daher
Λιβυστικοῖς. Vgl.
ποῖον . .
γαίας πέδον
Sept. 291
, χθονὸς . . τηλουρόν. . πέδον
Prom. 1
τὸ Πυθικὸν Θεοῦ μαντείον
Soph. Oed. T. 242
ὄγκον ὀνόματος μητρῷον
Trach. 817
, Ηπειρώτις ψυχὴ γυναικῶν
Eur. Andr. 159
u.
Ähnliches oft, z. B. unten 327.
mvp-comment-172-1
Wecklein 1888, p. 273
mvp-comment-172-2
γενεθλίου: Schol. (
σημείωσαι)
ὅτι διὰ τοῦτο οἴεται αὐτὴν Τριτογένειαν. Nach
Herod. IV 180
(vgl.
Paus. I 14, 6
) glaubten die am Tritonischen See wohnenden Auseer (indem sie eine ihrer Gottheiten mit Athena identifizierten)
τὴν ᾿Αθηναίην Ποσειδέωνος εἶναι θυγατέρα καὶ τῆς Τριτωνίδος λίμνης.
Dals Aschylos der gewöhnlichen Sage sich anschliefst, zeigt 667 f. Er scheint also den Ort der Geburt an den See oder vielmehr Strom (
πόρου) Triton zu verlegen. In Wirklichkeit ist es ur- sprünglich die gleiche Vorstellung, wenn Athena als Blitzgöttin dem Haupte des Wolkensammlers Zeus, dem Wolkenberge, und wenn sie der Tritonischen See, den himmlischen Wassern, entstammt. Denn dafs die Tritonische See ursprünglich am Himmel war, ergiebt sich schon daraus,
dafs sie nicht nur in Libyen, sondern auch anderwärts angenommen wurde (
Paus. VIII 26, 6
u. IX 33, 7,
Strab.
IX p. 407
). Vgl. Schwartz, Der Ursprung der Mythologie. S. 87.
mvp-comment-173-1
Wecklein 1888, p. 274
mvp-comment-173-2
τίθησιν . . πόδα erklärt man
,,aufrecht schreitet oder sitzt" (vgl.
Hom.
p 158
ἥμενος ἢ ἕρπων), weil der sitzenden Göttin die Füfse mit dem Gewande bedeckt sind. Aber eine solche Erklärung von
κατηρεφῆ ist mindestens weit hergeholt. In der Deutung von Dutheil „visible ou invisible" und Hermann: sive palam incedens sive latens (
Hom. E 186
νεφέλῃ εἰλυμένος ὤμους
) opem fert amicis, worin
κατηρεφής der durch eine Wolke verhüllte
Fufs sein soll,
lässt sich
ỏodóv schwer verstehen. Es scheint vielmehr
ὀρθὸν πόδα den hohen, gleichsam steilen Fufs (vgl.
ὀρθόπους
Soph. Ant. 985
) der hochgeschürzten Göttin zu bezeichnen, wie sich
κατηρεφῆ auf das lange Gewand bezieht.
mvp-comment-174-1
Wecklein 1888, p. 274
mvp-comment-174-2
φίλοις ἀρήγουσα: Der Dichter scheint weniger an die Auseer als an die Athener zu denken, welche dem libyschen König Inaros zu Hilfe gezogen waren (
Thuk. I 104 ff.
). Vgl. die ähnliche Anspielung auf Zeitverhältnisse in
Eur. El. 1347
νώ δ᾽ ἐπὶ πόντον Σικελὸν σπουδῇ σώσοντε νεῶν
πρῴρας
ἐνάλους.
Φλεγραίαν πλάκα, Schauplatz des Gigantenkampfes, bei welchem Athena,
Φλεγραίων
ὀλέ τειρα
Γιγάντων (Prokl. hymn. 32), unter anderen den Enkelados tötete (
Eur. Ion 209
).
mvp-comment-175-1
Wecklein 1888, p. 274
mvp-comment-175-2
κλύει θεός, es hört ein Gott auch in der Ferne. Vgl.
Eur. Iph. T. 1447
κλύεις γὰρ αὐδὴν καίπερ οὐ παρὼν θεᾶς. Vielleicht hat ursprünglich
πρόσωθεν
οὖσ όμως geheilsen. es
mvp-comment-175-3
1
mvp-comment-176-1
Wecklein 1888, p. 274
mvp-comment-176-2
γένοιτο nach
ἔλθοι, s. g. Assimilation der Modi. Vgl.
Soph. Ai. 1217
γενοίμαν. . ὑπὸ πλάκα Σουνίου, τὰς ἱερὰς ὅπως προσείποιμεν ᾿Αθάνας
,
Krüger I § 54, 8, 3
.
mvp-comment-177-1
Wecklein 1888, p. 274
mvp-comment-177-2
παρημελημένον d. i. so dafs keiner nach dir fragt (
ἄιστον ἄπυστον).
Sept. 689
θεοῖς μὲν ἤδη πως παρημελήμεθα
.
mvp-comment-178-1
Wecklein 1888, p. 274
mvp-comment-178-2
,,Ohne erfahren zu haben wo im Herzen die Freude
wohnt“, weil du keine Freude genieſsen wirst. Vgl. 426
ὅπου τὸ χαίρειν μηδαμοῦ νομίζεται. Etwas anders
Soph. Oed. K. 1217
τὰ τέρποντα δ᾽ οὐκ ἂν ἴδοις ὅπου
.
mvp-comment-179-1
Wecklein 1888, p. 274
mvp-comment-179-2
Du eine blutleere Weide, nur Schatten von solchen die Blut haben, erwiderst mir nicht einmal?
mvp-comment-180-1
Wecklein 1888, p. 275
mvp-comment-180-2
καὶ ζῶν
. .
οὐδὲ
. .
σφαγείς, sogar lebend und nicht erst geschlachtet.
οὐδὲ für
καὶ οὐ wie öfter bei Dichtern (
Krüger II § 69, 60
).
μὲ δαίσεις wie
Eur. Or. 15
ἔδαισε δ᾽ οὖν νιν τέκν᾽ ἀποκτείνας Ατρεύς.
mvp-comment-180-3
2
mvp-comment-181-1
Wecklein 1888, p. 275
mvp-comment-181-2
δέσμιον σέθεν wie
δέσμιος φρενῶν 333: zu
Cho. 235
. Der
besinnungraubende" Gesang der Erinyen
,, schlingt die Bande um den Frevler". Der Ausdruck erinnert an magische Künste (vgl.
Plat. Ges. XI p. 933
A
μαγγανείαις καὶ ἐπῳδαῖς καὶ καταδέσεσι).
mvp-comment-182-1
Wecklein 1888, p. 275
mvp-comment-182-2
Unter der Begleitung der Anapäste, welche der Koryphaios vorträgt, ordnet sich der Chor in Reih und Glied, um sein Bannlied (322 ff.) zu singen und mit entsprechendem Tanz zu begleiten, indem die Figuren (
σχήματα) des Reigens, besonders bei den Ephymnien, die Idee des Bannenden und Bestrickenden zum Ausdruck bringen.
mvp-comment-183-1
Wecklein 1888, p. 275
mvp-comment-183-2
δεδόκηκεν wie
Prom. 402
δοκήσει
,
Sept. 1027
δοκησάτω
,
Eur. Med. 763
δεδόκησαι
u. a.
mvp-comment-184-1
Wecklein 1888, p. 275
mvp-comment-184-2
Schol.
δεδόκηκεν ἡμῖν λέξαι
τίνα τρόπον τὰ κατ᾿ ἀνθρώπους λάχη ἐφοδεύομεν. Vielmehr steht
λάχη (,,das mir zugefallene Amt) wie 335, 348, 389, wie es 931
τὰ κατ᾿ ἀνθρώπους ἔλαχον διέπειν heifst. -
ἐπινωμᾷ:
ἐπισκοπεῖ und
στάσις:
σύστημα Schol.
mvp-comment-185-1
3
mvp-comment-185-2
Wecklein 1888, p. 275
mvp-comment-185-3
Mit
εὐθυδίκαιοι (gerecht richtend) vgl.
ὀρθοδίκαιος 995.
μαιόμεθα (wir bestreben
uns wie
μαιομένοις
Cho. 782
ἐμαίετο
Soph. Ai. 287
.
mvp-comment-186-1
Wecklein 1888, p. 275
mvp-comment-186-2
,,Wohl dem, der frei von Schuld und Fehle" u. s. w.
mvp-comment-187-1
Wecklein 1888, p. 275
mvp-comment-187-2
ἀσινὴς
. . διοιχνεί scil.
ἕκα στος wie 340. Vgl.
Plat. Prot. p. 324
Β οὐδεὶς γὰρ κολάζει τοὺς ἀδικοῦντας τούτου ἕνεκα ὅτι ἠδίκησεν u. ὅ.
mvp-comment-188-1
Wecklein 1888, p. 275
mvp-comment-188-2
ἐπικρύπτει,
wer verstohlen des Mordes schwere That vollbracht".
mvp-comment-189-1
Wecklein 1888, p. 275
mvp-comment-189-2
μάρτυρες
ορθοί (deren Zeugnis sich aufrecht erhält), vgl.
Soph. Ai. 354
ὀρθὰ (was sich als wahr bestätigt)
μαρτυρείν,
Ant. 1195
ὀρ τὸν ἀλήθει᾽ ἀεί
.
mvp-comment-190-1
Wecklein 1888, p. 275
mvp-comment-190-2
πράκτορες, vgl.
χερὶ πράκτορι
Ag. 113
und
φόνου πράκτορα
Soph. El. 953
.
τελέως:
τα 954.
mvp-comment-190-3
4
mvp-comment-191-1
Wecklein 1888, p. 276
mvp-comment-191-2
erstes Stasimon, welches besonders in den Ephymnien den Charakter des
ὕμνος δέσμιος hat.
,, Apollon beraubt uns unseres Rechtes, indem er uns diesen Flüchtling entzieht, der uns zur Sühne des Muttermords zukommt und dem unser grauser Gesang gilt. Denn
SO hat das Schicksal bestimmt,
dafs wir die Mörder verfolgen und peinigen. Drum weil Umsturz von Häusern unser Los ist, haben die Götter des Lichts keine Gemeinschaft mit uns und Feste der Freude sind uns versagt. Dafür sind die Götter dieser traurigen Sorge überhoben und brauchen sich nicht mit Blutbefleckten zu befassen. Wir verfolgen den Mörder und stürzen ihn von der Höhe seines Ruhms. Er wird, ohne dessen in seiner Geistesnacht inne zu werden, von der Stimme des Volkes verurteilt und allgemeine Mifsachtung umnachtet sein Haus (vgl.
Cho. 53 ff.
,
Ag. 463 ff.
). So steht es fest:
Geniessen wir auch nicht die Ehre, den oberen Göttern gesellt zu sein, so haben doch die Sterblichen die vom Schicksal gegebene Satzung, auf der unser altheiliges Amt beruht, zu fürchten und zu verehren." Wenn man aus den drei Ephymnien schliefsen darf, wird jedes der drei ersten Strophenpaare von einem Stoichos, die Ephymnien und das vierte Strophenpaar von dem Gesamtchore vorgetragen.
mvp-comment-192-1
Wecklein 1888, p. 276
mvp-comment-192-2
Nicht unpassend ist die Bemerkung des
Schol.
:
ἐπεὶ ὑπὲρ τῆς μητρὸς Ὀρέστου ἀγωνίζονται, οἰκείως τὴν μητέρα ἑαυτῶν ὀνομάζουσιν.
mvp-comment-193-1
Wecklein 1888, p. 276
mvp-comment-193-2
Νύξ: zu 69.
ποινὰν (abstr. pro concr.)
ἀλαοῖσι καὶ δεδορκόσιν steht prädikativ
zu
μέ.
ἀλαοῖσι καὶ δεδορκόσιν, Schol.
ζῶσι καὶ θανοῦσιν. Vgl. 391.
mvp-comment-194-1
Wecklein 1888, p. 276
mvp-comment-194-2
ἄτιμόν με τίθησιν d. i. macht mich rechtlos.
mvp-comment-195-1
Wecklein 1888, p. 276
mvp-comment-195-2
πτῶκα
κτἑ., den feigen Flüchtling (vgl.
πτώσσοντας ὑφ᾽ Ἕκτορι
Hom. Η 129
), der nach Fug und Recht als Reinigungsmittel des Muttermords herhalten
mufs, also uns nicht entzogen werden darf. Zu 292. Mit
κύριον vgl.
κύριοι 127.
mvp-comment-196-1
Wecklein 1888, p. 276
mvp-comment-196-2
τεθυμένῳ, der so gut wie geschlachtet, ein dem Tode geweihtes Schlachtopfer ist. Vgl.
Eur. Med. 1264
πάντως πέπρακται ταῦτα κοὐκ ἐκφεύξεται
.
Schol.
:
ἐπὶ Ὀρέστῃ δὲ μέλλοντι θύεσθαι λεχθήσεται ὕμνος ἐξ ἡμῶν ὡς ἐπὶ ἱερείω, ὃς αὐτοῦ τὰς φρένας παρακόψει
.
mvp-comment-197-1
Wecklein 1888, p. 276
mvp-comment-197-2
Geistzerstörende Verrückung. Um das gleiche
Versmafs wie
vorher (-) zu gewinnen, vermutet Rauchenstein
φρενοβλαβής, Herwerden
φρενομανής, Weil
φρενοπλανής. Aber vgl. das
Versmals in Cho.
802 – 804.
mvp-comment-198-1
Wecklein 1888, p. 277
mvp-comment-198-2
ἀφορμικτος (duldet nicht der Leier Klang"):
zu_Ag. 980.
αὐονά (Ausdörrung): Schol.
ὁ ξηραίνων τοὺς βροτούς. Vgl. 138, 267.
mvp-comment-199-1
Wecklein 1888, p. 277
mvp-comment-199-2
διανταία, Schol.
ἡ
διαμπαξ
τιμωρουμένη. Es
bedeutet durchdringend" d.
h.,,unnachgiebig, unwiderstehlich".
mvp-comment-199-3
5
mvp-comment-200-1
6
mvp-comment-200-2
Wecklein 1888, p. 277
mvp-comment-200-3
θνατῶν ist gen. part. zu
τοῖσιν
(οἷσιν): „Von den Sterblichen denjenigen, welchen es zustöfst, verwegen Hand an einen anderen anzulegen."
τοΐσιν ξυμπέσωσιν ohne
άv: zu 211.
αὐτουργίαι wie
αὐτοχειρίαι.
μάταιοι gen. comm. wie
Ag. 1149
,
Cho. 81
. Die Bedeutung (frivol) wie
Suppl. 770
ματαίων ἀνοσίων τε κνωδάλων
, 235
ματαίων αἰτίας.
mvp-comment-201-1
Wecklein 1888, p. 277
mvp-comment-201-2
τοῖς (zu 137)
κτἑ.: Schol.
τούτοις ἡμᾶς ἀκολουθεῖν,
ἕως ἀποθάνῃ ὁ τοιοῦτος.
So jagen wir ihn
. . fort und fort bis zu den Schatten und geben ihn auch dort nicht frei." Zu 175 f. In anderem
Sinne heifst es
Hom.
Ο 204
οἶσθ᾽ ὡς πρεσβυτέροισιν ἐρινύες αν ἕπονται. Über den Singular nach dem Plural zu 316.
mvp-comment-202-1
Wecklein 1888, p. 277
mvp-comment-202-2
γιγνομέναισι:
Hom.
Υ 127
πείσεται
άσσα
οἱ αἶσα γινομένῳ ἐπένησε λίνῳ,
ὅτε μιν τέκε μήτηρ.
-
ἐφ᾽ ἁμὶν ἐκράνθη,
ἡμῖν ἐπεκράνθη. Die Verkürzung der zweiten Silbe von
ἡμῖν, welche bei Sophokles öfter vorkommt, findet sich bei Äschylos nur hier, bei Euripides nirgends.
mvp-comment-203-1
7
mvp-comment-203-2
Wecklein 1888, p. 277
mvp-comment-203-3
ἀθανάτων
. .
γέρας: Schol.
μὴ πλησιάζειν ἡμᾶς τοῖς θεοῖς.
mvp-comment-204-1
Wecklein 1888, p. 277
mvp-comment-204-2
παλλεύκων (zu 52)
πέ πλων ἀνέορτος ἄφαρος ἐτύχθην giebt in dichterischer Weise den Gedanken: des hellweifsen Festgewandes Freude ist mir versagt. Schol.
οὐδαμοῦ ὅπου ἑορτὴ καὶ ἀμπεχόνη καθαρά,
πάρειμι. Mit
πέπλων ἀνέορτος ἄφαρος (zu
Ag. 158
) vgl. 894 und
Eur. El. 310
άv
έog
τος
ἱερῶν,
Eur. Phoen. 324
ἄπεπλος φαρέων λευκών.
mvp-comment-205-1
Wecklein 1888, p. 278
mvp-comment-205-2
Ἀρης τιθασὸς ὤν, Ares in zahmer Gestalt, d. h. wenn nicht Feinde im Kriege, sondern Freunde (Verwandte) zu Hause das Blut von Freunden
vergiessen.
mvp-comment-206-1
8
mvp-comment-206-2
Wecklein 1888, p. 278
mvp-comment-206-3
ὧδε weist auf die
aufserliche Darstellung durch die Cheironomie und den Tanz hin.
mvp-comment-207-1
Wecklein 1888, p. 278
mvp-comment-207-2
ὁμοίως, auf gleiche Weise wie wenn er schwach wäre, also
s. v. a.
ὅμως.
mvp-comment-208-1
Wecklein 1888, p. 278
mvp-comment-208-2
ὑπό
(,,unter Einwirkung
von“) wie
Soph. Ant. 221
ὑπ᾽
ἐλ πίδων
ἄνδρας τὸ κέρδος πολλάκις διώλεσεν.
mvp-comment-209-1
9
mvp-comment-209-2
Wecklein 1888, p. 278
mvp-comment-209-3
aïde, wir hier.
τινά, Zeus und die anderen Götter. Wir sind bestrebt, die Götter dieser Sorgen zu entledigen und Freiheit derselben von
solcher Last durch die Rufe zu uns zu bewirken, damit sie sich nicht auf die Untersuchung von Mord einzulassen haben; denn Zeus hat dieses bluttriefende hassenswerte Volk (der Mörder) von seiner Unterredung verbannt.
ἐμοῖσι nach
σπεύδομεν, wie in Chorgesängen Singular und Plural häufig wechselt.
ἐμοῖσι vertritt den gen. obi. zu
λιταῖς. Man ruft die Erinyen an (515), weil man von ihnen Verfolgung des Mörders erwartet, und behelligt nicht die Götter mit solchen Greueln.
μηδὲ (
θεοὺς)
.
ἐλθεῖν schliefst sich an
ἀτέλειαν an, ist also auch von
ἐπικραίνειν (
ποιεῖν ὥστε) abhängig.
ἀνάκρι σις nach attischem Recht die Voruntersuchung des Beamten (
ἐξέτασις ὑφ᾽ ἑκάστης ἀρχῆς γινομένη πρὸ τῶν δικῶν Harpokr.), hier die Untersuchung überhaupt, welche einen mündlichen Verkehr mit dem Mörder
fordert. Die Form
αἷμοσταγής statt der gewöhnlichen
αἱματοσταγής kommt auch bei
Eurip. (frg. 388)
vor.
&ς: ὅς noch
Sept. 628
.
ἀνατροπάς (scil.
δωμάτων nach 355) steht in freier Weise als Apposition zu
τάσδε μερίμνας.
mvp-comment-210-1
Wecklein 1888, p. 278
mvp-comment-210-2
ὑπ᾽ αἰθέρι wie
οὐρανόμηκες κλέος: der Ruhm der stolz bis zu den Sternen sich hebt, sinkt nieder zur Erde und vergeht in
ἐπιφθόνοις, gehässig,
mvp-comment-211-1
Wecklein 1888, p. 279
mvp-comment-211-2
Mit gewaltigem Sprunge setze ich von oben auf ihn nieder die schwer auf ihn fallende Spitze des Fufses, die ihn um so sicherer zum Falle bringt, als den Weitausholenden die
Fülse leicht ausgleiten.
ποδὸς ἀκμάν wie
Pers. 1061
πέπλον δ᾽ ἔρεικε κολπίαν ἀκμῇ χερῶν
(mit den Fingerspitzen),
Soph. Oed. T. 1243
κόμην σπῶσ᾽ ἀμφιδεξίοις ἀκ μαῖς. σφαλερὰ (γάρ ἐστι τανυδρόμοις καλα
steht als Zwischensatz und als Begründung zu
δύσ φορον ἄταν (schwer zu tragendes Unheil), welches Apposition zu
βαρυπεσῆ ποδὸς ἀκμάν ist.
δρόμοις, weil sie mir entrinnen wollen.
τανυ
mvp-comment-212-1
Wecklein 1888, p. 279
mvp-comment-212-2
Er stürzt ohne sich dessen zu versehen infolge verderblichen Wahnsinns; so
grofs ist die Dunkelheit, welche mit der Befleckung auf dem Manne gelagert ist, wie auf seinem Hause schwarze Finsternis ruht, welche die vielen Klagen des Volkes auf dasselbe werfen.
τοῖον κνέφας steht prädikativ zu dem Subjekt
μύσος.
—
ἐπιπεπότα ται ebenso
Pers. 672
Στυγία γάρ τις ἐπ᾽ ἀχλὺς πεπόταται. Ζη δνοφερὰν αὐδᾶται
(med.)
πολύστονος φάτις vgl.
Ag. 463
,
Cho. 51
δνόφοι καλύ πτουσι δόμους
.
mvp-comment-213-1
Wecklein 1888, p. 279
mvp-comment-213-2
μένει γάρ wie
Ag. 1562
. Der Gesamtchor fafst das von den einzelnen Reihen Vorgetragene zusammen.
εὐμήχανοι τε καὶ τέλειοι (
οὖσαι), d. i. die wir (die uns zufallende Rache) vollbringen und dazu viele Mittel und Wege haben.
τε vor
μνήμονες braucht nicht als lange Silbe betrachtet zu werden, zu
Ag. 980
.
μνήμονες wie
Prom. 532
Μοϊραι τρίμορφοι μνή
-
μονές
τ'
Ερινύες.
σεμναί, unnahbar.
ἄτιμ᾽ ἀτίετα
κτέ, das Amt, dessen wir walten, ist nicht geehrt, nicht geachtet, insofern wir fern von den Göttern in sonnenlosem Moder unsere Stelle haben.
διέπομεν wie 932.
διχοστα τοῦντα, vgl. 350.
ἀνηλίω λάπα das gleiche wie
ζόφω ευρώεντι Hymn. auf Demeter 482.
λάχη δυσοδοπαίπαλα
κτἑ., Schol.
δυσπαράβατα καὶ τραχέα ζῶσι καὶ τεθνηκόσιν. Schwer wandeln den rauhen Pfad zu mir Lebende wie Tote. Vgl.
Hom.
ω 10
ευρώεντα κέλευθα,
Verg. Aen. VI 462
per loca senta situ noctemque profundam.
Also,,ich habe meinen Wohnsitz fern von den Göttern an dunkler, unzugänglicher Stätte". Indes ist
δυσοδοπαίπαλα wegen mangelhafter Responsion mit
καίπερ ὑπὸ χθόνα (398) zu beanstanden. Heimsöth vermutet
δυσποροπαίπαλα, Weil
δυσποδοπαίπαλα, Oberdick
δύσβατα,
παίπαλα, Davies
δυσβατοπαίπαλα.
δερκομένοισι καὶ δυσομμάτοις wie
ἀλαοῖσι καὶ δεδορκόσιν 323.
mvp-comment-214-1
Wecklein 1888, p. 280
mvp-comment-214-2
Schol.
τὸν ὑπὸ Μοιρῶν καὶ θεῶν τετελεσμένον. Die Mören haben die Satzungen der Erinyen festgesetzt, das junge Göttergeschlecht hat sie bestätigt.
mvp-comment-215-1
Wecklein 1888, p. 280
mvp-comment-215-2
καίπερ τάξιν ἔχουσα ὑπὸ χθόνα καὶ δυσήλιον κνέφας. Vgl. zu
Cho. 990
.
mvp-comment-216-1
Wecklein 1888, p. 280
mvp-comment-216-2
drittes Epeisodion. Athena erscheint und nachdem sie sich von der Chorführerin und Orestes den Sachverhalt hat darlegen lassen (gleichsam die
ανάκρισις oder
προδικασία), entschliefst sie sich den Fall durch einen neuen Gerichtshof entscheiden zu lassen. Nach 407 könnte man glauben,
dafs Athena wie im Aias des Sophokles auf dem
θεολογεῖον auftrete. Da sie aber am Schlusse dieser Scene abgeht, um sich in die Stadt zu begeben, und später (569) auf der gewöhnlichen Bühne auftritt (vgl. 738), so
mufs man annehmen, dafs sie auch hier auf dem
λογεῖον, nicht in der Höhe
erscheint. Sie kommt von der linken Seite.
mvp-comment-216-3
10
mvp-comment-217-1
11
mvp-comment-217-2
Wecklein 1888, p. 280
mvp-comment-217-3
ἀπὸ Σκαμάνδρου wie
πρό σωθεν (fern am Skamander): vgl. zu
Ag. 543
.
καταφθατουμένη:
κατακτωμένη·
κυρίως δὲ τὸ ἐκ προκαταλήψεως Hesych. Vgl.
φθ (
ο)
α-
τήσει:
φθάσει κτήσασθαι ebd. Das Wort kommt nur an unserer Stelle vor, wo die Erklärung
κατακτωμένη dem Sinne gut entspricht. Die Ableitung von
φθάνω scheint unrichtig. Gemeint ist das Gebiet von Sigeion, wo Athena einen Tempel hatte (
Herod. V 95
). Nach der Darstellung des
Aschylos wurde das Land schon im trojanischen Kriege den Söhnen des Theseus (und der Athena) zugesprochen. Es verhält sich mit diesem uralten Besitztitel ähnlich wie mit dem aus Homer abgeleiteten Anspruch auf Salamis. Als gegen Ende des siebenten Jahrh. v. Chr. attische Kolonisten unter Anführung des Olympioniken Phrynon sich in Sigeion festgesetzt hatten und die Mytilenäer Sigeion als ihr Eigentum zurückforderten, machten ihnen die Athener gegenüber geltend,
dafs ihnen und allen Hellenen, welche Menelaos in der Ahndung des Raubes der Helena unterstützt hätten,
ebenso viel Recht auf das Gebiet von Troas zukomme wie den Äoliern (
Herod. V 94
). Ein Zweikampf des Pittakos und des Phrynon sollte den Streit entscheiden. Phrynon unterlag. Als der Krieg trotzdem fortdauerte, wurde Periander von Korinth von beiden Parteien zum Schiedsrichter
erwählt. Dieser entschied, beide Teile sollten das Land behalten, das sie besäfsen. So kamen die Athener in den vollen Besitz des
Landes (
Herod. V 95
,
Strabon
XIIIp. 600
,
Diog. L. I 74
) und die Meinung des Schol., dafs Äschylos mit unserer Stelle die Athener aufreize, wieder auf Sigeion Anspruch zu machen, scheint unbegründet.
mvp-comment-218-1
Wecklein 1888, p. 281
mvp-comment-218-2
δῆτα, eben.
᾿Αχαιῶν: mit diesem Worte sind hinreichend die Teilnehmer des trojanischen Krieges angezeigt.
mvp-comment-219-1
12
mvp-comment-219-2
Wecklein 1888, p. 281
mvp-comment-219-3
αυτόπρεμνον, αὐτόρριζον (samt der Wurzel, mit Grund und Boden).
Soph. Ant. 713
αὐτόπρεμν ἀπόλλυται
und zu
Ag. 142
.
mvp-comment-220-1
Wecklein 1888, p. 281
mvp-comment-220-2
Θησέως τόκοις, Akamas und Demophon. Erst das nachhomerische Epos, so die
Ιλιὰς μικρά des Lesches (
Paus. X 25, 8
), kennt diese als Teilnehmer des trojanischen Krieges.
mvp-comment-221-1
Wecklein 1888, p. 281
mvp-comment-221-2
διώκουσα (rasch bewegend)
πόδα wie
Sept. 358
διώκων πομπίμους χνόας ποδῶν
,
Eur. Or. 1344
ἰδού, διώκω τὸν ἐμὸν εἰς δόμους πόδα. ἄτρυτον
erinnert an den Beinamen der Athene
Ἀτρυτώνη.
mvp-comment-222-1
Wecklein 1888, p. 281
mvp-comment-222-2
τόνδε ὄχον, dieses Fahrzeug eigener Art, mit Bezug
auf die Agis. Die Ägis hat mich durch die Luft getragen so rasch wie ein Wagen, dem kräftige Rosse vorgespannt sind.
Hom. B 447
Ἀθήνη αἰγίδ᾽ ἔχουσ᾽ ἐρίτιμον,
ἀγήραον ἀθανάτην σὺν τῇ παιφάσσουσα διέσσυτο λαὸν Ἀχαιῶν.
τε ..
mvp-comment-222-3
13
mvp-comment-223-1
Wecklein 1888, p. 281
mvp-comment-223-2
ὁμιλίαν χθονός wie 714, 1031 (Besuch, Genossenschaft des Landes), vgl.
ὁμιλεῖν
χώρα 723.
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14
mvp-comment-224-2
Wecklein 1888, p. 282
mvp-comment-224-3
ὑμᾶς mit wechselnder Konstruktion von
λέγω: und euch meine ich".
Sept. 216
ἀνδρῶν τάδ' ἐστί, σφάγια και χρηστήρια θεοῖσιν ἔρδειν, πολεμίων πειρωμένοις
(als ob
ἀνδράσι προσήκει vorherginge).
σπαρτών, Gezeugter.
mvp-comment-224-4
15
mvp-comment-225-1
Wecklein 1888, p. 282
mvp-comment-225-2
οὔτε
..
οὔτ᾽ οὖν wie
εἴτε
. . εἴτ᾿
οὖν, zu
Cho. 679
.
mvp-comment-226-1
16
mvp-comment-226-2
Wecklein 1888, p. 282
mvp-comment-226-3
Den Nächsten (
ὁ πέλας wie
Eur. Med. 86
,
Thuk. I 32
, gewöhnlich
οἱ πέλας) tadeln, weil er mifsgestaltet ist, geziemt sich nicht.
πρόσω δικαίων ἐστί, vgl.
πρόσω πατρός Eur.
Hek, 1158.
mvp-comment-227-1
Wecklein 1888, p. 282
mvp-comment-227-2
Zu 69. graves filiae.
αἰανῆ τέκνα,
mvp-comment-227-3
17
mvp-comment-228-1
Wecklein 1888, p. 282
mvp-comment-228-2
Ἀραί, Dirae, vgl.
Sept. 70
᾿Αρά τ' Ερινὺς πατρὸς ἡ μεγασθενής. γῆς ὑπαί
: zu
Ag. 1276
.
mvp-comment-229-1
Wecklein 1888, p. 282
mvp-comment-229-2
κληδόνας ἐπωνύμους,
τὰ ἐπώνυμα οἷς καλεῖσθε Schol.
mvp-comment-230-1
Wecklein 1888, p. 282
mvp-comment-230-2
πεύσῃ τάχα (,,allsogleich") wie 457,
Soph. El. 35
, wo die Angabe unmittelbar folgt.
mvp-comment-231-1
Wecklein 1888, p. 282
mvp-comment-231-2
Vgl. 301.
μηδαμοῦ gehört zu dem
Infn.
χαίρειν. Schol.
ἐν τῷ Αιδῃ.
mvp-comment-232-1
Wecklein 1888, p. 282
mvp-comment-232-2
ἐπιρροιζεῖς, Schol.
ἐπι βοᾷς, du gebietest mit
kreischender Stimme.
mvp-comment-232-3
18
mvp-comment-233-1
Wecklein 1888, p. 282
mvp-comment-233-2
ἠξιώσατο, er hat es für sich als recht erachtet, er hat es über sich gebracht.
mvp-comment-234-1
Wecklein 1888, p. 282
mvp-comment-234-2
ἄλλης ἀνάγκης κότον, ohne von anderer Seite kommenden Zwang, der ihn mit Groll bedrohte, zu
fürchten ? Über
ἄλλης
Krüger I § 50, 4, 11
οἱ ἄλλοι ξένοι, die anderen, nämlich die Fremden).
mvp-comment-235-1
19
mvp-comment-235-2
Wecklein 1888, p. 282
mvp-comment-235-3
ποῦ γὰρ ..
κέντρον ὡς (
ὥστε), nein, denn wo gäbe es einen so mächtigen Stachel,
dafs er antriebe u. s. w. Damit setzt sie sich über die intellektuelle Urheberschaft des Apollon hinweg.
mvp-comment-236-1
Wecklein 1888, p. 282
mvp-comment-236-2
D. h. ich kann in betreff der Schuld dir nicht ohne weiteres beistimmen; ich
mufs erst den anderen Teil hören. Der
Schol.
:
μηδὲ δίκην δικάσῃς, πρὶν ἂν ἀμφοῖν μύθον ἀκούσῃς
.
ἥμισυς λόγου wie
ὁ ὕστατος τοῦ χρόνου
Ag. 1299
.
mvp-comment-237-1
Wecklein 1888, p. 283
mvp-comment-237-2
Weder wird er den ihm zugeschobenen Eid annehmen, da der Thatbestand feststeht, noch fällt es ihm ein, uns den Eid zuzuschieben.
Schol.
:
οὕτως, φησί, φανερόν ἐστιν τὸ κατ᾽ αὐτὸν ὡς μήτε αὐτὸν δύνασθαι ὀμόσαι ὅτι οὐκ ἔστι τοιοῦτος μήτε θέλειν ὅρκον ἡμᾶς αὐτῆσαι, εἰ δικαίως αὐτὸν κολάζομεν
. Man hat also nicht an die
διωμοσία, an die Vereidigung der beiden Parteien am Anfang der
ανάκρισις (
Lys. X § 11
ὁ μὲν διώκων ὡς ἔκτεινε διόμνυται ὁ δὲ φεύγων ὡς οὐκ ἔκτεινε
), sondern an die
πρόκλησις εἰς ὅρκον zu denken. Vgl.
Demosth. 39, 4
δίδωσι τὸν ὅρκον· ἡ δὲ δεξαμένη οὐ μόνον . . κατωμόσατο κτἑ.
Allerdings wird
ὅρκον δοῦναι καὶ δέξασθαι auch von gegenseitiger eidlicher Verpflichtung gesagt wie
Herod. VI 23
ὅρκον δοὺς καὶ δεξάμενος
, aber von einer solchen Verpflichtung kann hier nicht die Rede sein.
mvp-comment-238-1
Wecklein 1888, p. 283
mvp-comment-238-2
ἢ (
δικαίως oder
δίκαια)
πρᾶξαι. „Dir ist es nur um das formale Recht zu thun, welches du auf deiner Seite hast, nicht um volle sachliche Gerechtigkeit." Die Erinyen als titanische Naturmächte kümmern sich blofs um die That, nicht um die Beweggründe der That.
mvp-comment-239-1
Wecklein 1888, p. 283
mvp-comment-239-2
τῶν σοφῶν (Neutrum)
οὐ πένῃ, als Göttin der Weisheit.
mvp-comment-240-1
Wecklein 1888, p. 283
mvp-comment-240-2
Dadurch dafs die Eide wegen des Thatbestandes nicht geleistet werden können, soll das Unrecht nicht siegen. Denn es kann sich nicht blofs um den Thatbestand, sondern auch darum handeln, ob ein
δίκαιος φόνος vorliegt oder nicht.
mvp-comment-241-1
Wecklein 1888, p. 283
mvp-comment-241-2
εὐθεῖαν δίκην d. i.
εὐθυδι κίαν: εὐθυδικίαν (
εὐθυδικία)
εἰσιέra wurde von dem Beklagten gesagt, wenn er ohne Einrede gegen die Einführung der Klage (durch
διαμαρτυρία oder
παραγραφή) sich ohne weiteres auf den Prozefs einliefs. Vgl. Meier und Schömann att. Proc. S. 649. Hier sagt die
Erinye:,,Gut, so schreite zum Verhör und entscheide in direkter Verhandlung ohne Rücksicht auf Einreden."
mvp-comment-242-1
Wecklein 1888, p. 283
mvp-comment-242-2
,,Wollt ihr wirklich mir die Entscheidung eurer Anklage
anheimstellen ? ἐπ' ἐμοὶ τρέποιτε,
ἐπιτρέποιτε ἐμοί. Vgl.
Soph. Ant. 1107
δρᾶ νυν τάδ᾽ ἐλθὼν μηδ᾽ ἐπ᾿ ἄλλοισιν τρέπε
.
mvp-comment-243-1
20
mvp-comment-243-2
Wecklein 1888, p. 283
mvp-comment-243-3
σέβουσαι ἀξίαν ἐπάξια, wir verehren ja die würdige nach Verdienst. Vgl.
Ag. 1528
,
Plaut. Poen. V 4, 100
eveniunt digna dignis
.
Uber
επάξια vgl.
Krüger I § 46,
6, 4
.
mvp-comment-244-1
21
mvp-comment-244-2
Wecklein 1888, p. 283
mvp-comment-244-3
ψόγον,
ἔγκλημα Schol.
mvp-comment-245-1
Wecklein 1888, p. 283
mvp-comment-245-2
βρέτας
. .
φυλάσσων wie 243.
mvp-comment-246-1
Wecklein 1888, p. 283
mvp-comment-246-2
ἐν τρόποις Ιξίονος: Schol.
ὃν τρόπον κἀκεῖνος προσεκάθητο
τῷ ναῷ τοῦ Διὸς
καθαρισθησόμε νος·
πρῶτος γὰρ
Ιξίων
φόνον ποιήσας ἐκαθαρίσθη ὑπὸ Διός. Vgl. 721. Ixion hatte zuerst durch die hinterlistige Ermordung seines Schwiegervaters Deioneus Blut eines Stammgenossen vergossen (
ἐμφύλιον αἷμα πρώτιστος οὐκ ἄτερ τέχνας ἐπέμιξε θνατοῖς
Pind. Pyth. II 32
) und wurde von Zeus gesühnt, als er sich als der erste
Schutzfehende (
προσίκτωρ) an ihn als
Ζεὺς ἱκέσιος wandte (vgl. Schol. zu
Pind. a. O. und zu Eur. Phoen. 1185
,
Diod. IV 69
). Die Sage von Ixion hat
Aschylos im
Ιξίων und in den
Περραιβίδες
behandelt
σεμνός
s. v. a. aidoios, dem Schonung und Erbarmen gebührt. Athena kennt das 237 ff. Gesagte nicht; sie hat in der Ferne nur den Ruf 288 f. gehört.
mvp-comment-246-3
22
mvp-comment-247-1
Wecklein 1888, p. 284
mvp-comment-247-2
Die Konstruktion
τούτοις πᾶσιν (auf alle diese Fragen)
ἀμείβου τι erklärt sich aus der
Bedeutung,,austauschen" (
Herod. VII 152
τὰ οἰκήια κακὰ ἀλλάξασθαι τοῖσι πλησίοισι
).
mvp-comment-248-1
Wecklein 1888, p. 284
mvp-comment-248-2
μέλημα, Anliegen, Bedenken (
φροντίδα 456).
mvp-comment-249-1
Wecklein 1888, p. 284
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παλαμναΐον, αὐτόχειρα,
φονέα. Zur Sache vgl.
Schol. 276
:
οἱ ἐναγεῖς οὔτε ἐν ἱερῷ προσήεσαν οὔτε προσέβλεπον οὐδὲ διελέγοντο τινι. καὶ παρ᾽ Εὐριπίδῃ τί σιγᾷς; μῶν φόνον τιν εἰργάσω;“
In den Mysern des Äschylos kommt Telephos als
παλαμναῖος ἄφωνος von Tegea nach Mysien. Vgl.
Eur. Iph. Τ. 951
und den Scherz des Komikers
Alexis frg. 178 K.
δειπνεῖ δ᾽ ἄφωνος Τήλεφος νεύων μόνον πρὸς τοὺς
ἐπερωτώντάς
τι.
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23
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24
mvp-comment-250-2
Wecklein 1888, p. 284
mvp-comment-250-3
παλαγμοῖς αἵματος wie frg. 340
πρὶν ἂν παλαγμοῖς αἵματος χοιροκτόνου αὐτός σε (wahrscheinlich ist Ixion angeredet)
χράνῃ Ζεὺς
και ταστάξας χεροίν.
νεόθηλος, gebildet wie
εὔθηλος, im Sinne von
νεογλαγής, recens lactatus.
βοτοῦ, eines Ferkels. Man schlachtete ein junges vom Euter weggenommenes Ferkel und liefs das Blut aus der Wunde am Halse auf die Hände des Mörders herabfliefsen. Vgl. Einl. S. 17 N. 2, oben 283
und aufser dem eben angeführten Fragmente
Apoll. Rh. IV 704
:
πρῶτα μὲν ἀτρέπτοιο λυτήριον ἥ γε φόνοιο τειναμένη καθύπερθε συὸς τέκος, ἧς ἔτι μαζοὶ πλήμμυρον λοχίης ἐκ νηδύος, αἵματι χεῖρας τέγγεν, ἐπιτμήγουσα δέρην
.
- Da
παλαγμοὺς αἵματος καθαρσίου die nähere Ausführung zu
καθαιμάξωσι ist, so scheint ursprünglich die Stellung folgende gewesen zu sein:
ἔστ᾽ ἂν καθαιμάξωσι νεοθήλου βοτοῦ
σφαγαί
παλαγμοῖς αἵματος καθαρσίου.
Ubrigens ist
νεοθήλου dreisilbig zu lesen (zu
Ag. 1162
). Denn Äschylos bildet nirgends die Arsis des vierten und den fünften Fufs zusammen aus einem Worte von der Messung eines ionicus a min. (
Suppl. 336
ist
νεοδρέπτους gleichfalls dreisilbig, frg. 305 D.
διαπάλλει in
διαπαλεῖ zu verbessern, frg. 320
παρπαίων für
παραπαίων zu schreiben.)
mvp-comment-251-1
Wecklein 1888, p. 284
mvp-comment-251-2
Das Asyndeton, weil dieses gleichsam der Nachsatz zu dem Vor- hergehenden
ist:,,gut, wir sind längst u. s.
w. ,,An anderen Häusern sowohl mit Ferkelblut als mit fliefsendem Wasser." Aber die Trennung von
οἴκοισι und
βοτοῖσι ist unnatürlich. Vielleicht hat es ursprünglich
πρὸς ἄλλων ταῦτ᾽ ἀφιε ρώμεθα |
χοιροκτόνοις δρόσοισι καὶ
φυτοῖς
πόροις
geheilsen. Vgl. zu 238 f.
mvp-comment-251-3
25
mvp-comment-252-1
Wecklein 1888, p. 285
mvp-comment-252-2
ταύτην,
τὴν τοῦ μύσους Schol.
mvp-comment-253-1
Wecklein 1888, p. 285
mvp-comment-253-2
τάχα: zu 422.
mvp-comment-254-1
Wecklein 1888, p. 285
mvp-comment-254-2
ἱστορεῖς,
οἶσθα, wie
Ag.681
,
Pers. 457
κακῶς τὸ μέλλον ἱστορῶν
.
mvp-comment-255-1
Wecklein 1888, p. 285
mvp-comment-255-2
Τροίαν kann nicht richtig überliefert sein, da
Ιλίου πόλιν folgt. Meineke vermutet dafür
πρώην oder
πρῴαν, Dindorf
πρόσθεν.
ἄπολιν πόλιν: zu
Ag. 1137
. Der Schol. bemerkt:
διὰ τούτων φιλοποιεῖται τὴν θεόν.
mvp-comment-255-3
26
mvp-comment-256-1
Wecklein 1888, p. 285
mvp-comment-256-2
ποικίλοις (bunt), vgl.
τοῦ ποικίλματος
Cho. 1011
.
ἀγρεύ μασιν:
Cho. 490
f.
mvp-comment-257-1
Wecklein 1888, p. 285
mvp-comment-257-2
,,Das Gewand legte Zeugnis ab von dem Mord im Bade", weil es mit Blut gefärbt war.
Cho. 1008
.
mvp-comment-258-1
Wecklein 1888, p. 285
mvp-comment-258-2
ἀντικτόνοις
. .
πατρός: vgl.
Soph. El. 246
αντιφόνους δίκας und zu
Ag. 17
.
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27
mvp-comment-259-2
Wecklein 1888, p. 285
mvp-comment-259-3
κοινῇ μεταίτιος ähnlich wie
Prom. 325
μεθάρμοσαι νέους τρόπους
,
Hom.
Ξ 53
οὐδέ κεν ἄλλως Ζεὺς ..
παρατεκτήναιτο,
Eur. Iph. A. 343
μεταβαλὼν ἄλλους τρόπους.
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28
mvp-comment-260-2
Wecklein 1888, p. 285
mvp-comment-260-3
Cho. 270 ff.
wie 136. Vgl. Enn. Eum. frg. II nisi patrem materno sanguine exanclando ulciscerem.
ἀντίκεντρα
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29
mvp-comment-261-1
Wecklein 1888, p. 285
mvp-comment-261-2
δικαίως:
έρξα ergänzt sich aus dem vorhergehenden
ἔρξαιμι.
mvp-comment-262-1
Wecklein 1888, p. 285
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Wie ich auch immer durch dich
fabre, ich werde damit zufrieden sein. Vgl.
Soph. Ant. 634
ἢ σοὶ μὲν ἡμεῖς πανταχῇ δρῶντες φίλοι
;
Ai. 1369
ὡς ἂν ποήσῃς,
πανταχῇ χρηστός γ᾽ ἔσῃ,
Herod. IX 27
πάντῃ γὰρ τεταγμένοι πειρησόμεθα εἶναι χρηστοί
.
ἐν σοί: zu Cho.
το 769. Der Gedanke kehrt öfter wieder, z. B. Lykurg. g. Leokr. § 12
τὸ ἐν
Ἀρείω
πάγῳ συνέδριον,
σοῦτον διαφέρει τῶν ἄλλων δικαστηρίων,
ὥστε καὶ
παρ᾽
αὐτοῖς ὁμολογεῖσθαι τοῖς ἁλισκομένοις δικαίαν ποιεῖσθαι τὴν κρίσιν.
mvp-comment-263-1
Wecklein 1888, p. 286
mvp-comment-263-2
‚Wenn man glaubt, daſs diesen Fall zu entscheiden zu schwierig für Sterbliche sei, so steht es wahrhaftig auch mir (der Göttin) nicht zu" u. s. w.
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30
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Wecklein 1888, p. 286
mvp-comment-264-2
ὀξυμηνίτους δίκας, einen Rechtsstreit, in welchem sich die Gegner mit grimmigem Hasse (unversöhnlich) gegenüberstehen
(nicht ἐφ' αἷς ταχέως μηνίσουσιν Ερινύες nach der Erklärung des Schol.). Es bezeichnet
ὀξυμηνίτους den Gegensatz der
αἴδεσις (478), wie auf dem Areopag der Stein, auf welchem der Ankläger des Mörders stand,
λίθος ἀναιδείας hiefs. In dem betonten
φόνου liegt der Grund: mit Blutsachen kann sich die Göttin nicht befassen. Vgl.
Eur. Iph.T.381ff.
, 1207.
mvp-comment-265-1
31
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Wecklein 1888, p. 286
mvp-comment-265-3
Die selbständige Wendung nach
ἄλλως τε καὶ wie
Pers. 691
ἄλλως τε πάντως χοἱ κατὰ χθονὸς θεοὶ λαβεῖν ἀμείνους εἰσὶν ἢ μεθιέναι
,
Lys. 7, 6
πῶς ἂν δικαίως ὑπὲρ τῶν τῇ πόλει γεγενημένων συμφορῶν ἐγὼ νυνὶ δίκην διδοίην;
ἄλλως τε καὶ τοῦτο τὸ χωρίον ἄπρατον ἦν.
σὺ μὲν: dem entspricht
αὗται δὲ 479, denn der Gedanke ist:
Die Entscheidung zu Gunsten der einen oder anderen Partei ist um so schwieriger als einerseits du als gesühnter Schutzflehender zu meinem Tempel gekommen bist und, von mir nicht abgewiesen, ohne Anstofs mit der Bürgerschaft verkehren kannst, andrerseits die Erinyen nicht leicht abzuweisen sind und ihr Groll zu fürchten ist, wenn sie unterliegen."
κατηρτυκώς: Schol.
τέλειος τὴν
ἡλικίαν·
τοῦτο δὲ ἀπὸ τῶν ζῴων, genauer Hesych.
τέλειος·
κυρίως δὲ ἐπὶ τῶν ἀλόγων ζώων,
ὅταν ἐκβάλῃ πάντας τοὺς ὀδόντας, vgl.
Bekk. Anecd. p. 105, 25
κατηρτυκέναι ἐλέ γοντο οἱ μηκέτι βόλον (das Zahnschichten)
ἔχοντες ἵπποι.
Εὐριπίδης Alólo, also,,ausgewachsen“, hier ,,fertig mit der Sühnung, vollständig gereinigt". Vgl. auch
Eur. frg. 818
εἰ μὲν τόδ᾽ ἦμαρ πρῶτον ἦν κακουμένῳ καὶ μὴ μακρὰν δὴ διὰ πόνων ἐναυστόλουν, εἰκὸς σφαδάζειν ἦν ἂν
..
νῦν δ᾽ ἀμβλύς εἰμι καὶ κατηρτυκὼς κακῶν.
αν
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Wecklein 1888, p. 286
mvp-comment-266-2
Für
ἱκέτης ist wohl, wie Meineke verlangt,
ἵκτης zu schreiben, damit zwei Auflösungen vermieden werden.
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32
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Wecklein 1888, p. 286
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ὁμῶς bezieht sich auf die Hauptsache, welche in
ἄμομφον ὄντα liegt: in gleicher Weise kann, wenn ich mich deiner erbarme, die Gemeinde mit dir verkehren, ohne dafs du ihr Anstofs giebst. Vgl.
Suppl. 649
αἰδοῦνται δ᾽ ἱκέτας Διός
,
Hesych.
:
αιδέσασθαι· τὸν ἔνοχον ὄντα φόνῳ ἀκουσίῳ καὶ πεφυγαδευμένον ἐφ᾽ ὡρισμένῳ χρόνῳ, τού του τετελευτηκότος, ἐξιλᾶσθαι, ὡς εἰληφότα ἤδη τιμωρίαν
und zu
Eur. Iph. Τ. 949
.
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Wecklein 1888, p. 286
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ἔχουσι μοῖραν οὐκ
εὐπέμπε λον, diesen gebührt die Rücksicht,
dafs sie nicht leichthin weggewiesen werden.
mvp-comment-269-1
Wecklein 1888, p. 286
mvp-comment-269-2
τυχοῦσαι, als ob folgte
μηνίσειαν ἄν.
Ζη 95.
πράγματος νικηφόρου:
Soph. Trach. 186
σὺν κράτει νικηφόρῳ
.
mvp-comment-270-1
33
mvp-comment-270-2
Wecklein 1888, p. 286
mvp-comment-270-3
ιος .. πεσών, der giftige Schaum, der infolge ihres grimmigen Schnaubens zu Boden fällt. Vgl. 785 f.
--
αἰανής (gravis)
νόσος wie 943.
mvp-comment-271-1
Wecklein 1888, p. 287
mvp-comment-271-2
ἀμφότερα wie 800
μαρτύ ρια,
Suppl. 393
ἐγγύτατα
. Vgl. zu 488.
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34
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Wecklein 1888, p. 287
mvp-comment-272-3
δυσπόνητ': solcher Verse, die durch den Mangel der gewöhnlichen Cäsur in zwei Hälften zerfallen, giebt es wenige bei
Aschylos, die meisten, nämlich sieben, in den Persern. Doch ist hier die Lesart unsicher. Vgl.
Anbang.
δυσπόνητα
(ἐστὶν
ἀμηνίτως, es schwer ohne
dafs ich Groll ernte zu bewerkstelligen.
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35
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36
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Wecklein 1888, p. 287
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φανῶ wie
Hom.
Ο 26
εἰς ὅ κέ τοι φήνωσι θεοὶ κυδρὴν παράκοιτιν. Vgl.
εὐτρεπίσαι in dem zu 492 angef. Scholion.
ὁρκίων wie Ag. 1432
ὁρκίων ἐμῶν θέμιν.
αἰδουμένους wie 713
αἰδουμένους τὸν ὅρκον. Ich werde Richter bescheren, welche die Schwursatzung achten, die ich für alle Zeit geben werde.
mvp-comment-274-1
Wecklein 1888, p. 287
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μαρτύρια: der Tribrachys des dritten Fufses besteht manchmal aus den letzten Silben eines mehrsilbigen Wortes, nie aus einem einzigen dreisilbigen Worte.
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Wecklein 1888, p. 287
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καλεῖσθε (wie
Pers. 690
ψυχαγωγοῖς ὀρθιάζοντες γόοις οἰκτρῶς καλεῖσθέ με
), weil
μαρτύρια s.
V. a.
μάρτυρας. Dieses hat vornehmlich Bezug auf Apollon.
ἀρωγὰ ὁρκώματα, eidlichen Beistand für die Sache, was besonders von den
μαρτύρια, den eidlichen Zeugenaussagen, gilt.
ὅρκωμα kommt noch 771, sonst nirgends vor und bedeutet ungefähr s. v. a.
πίστωμα (vgl. 214), da
ὁρκοῦν und
πιστοῦν sich nahe stehen.
--xxx
πε-
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Wecklein 1888, p. 287
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βέλτατα: dieselbe Form
Suppl. 1065
.
Ζυ ἀστῶν τὰ βέλτατα vgl.
Pers. 1
τάδε
,
Kallim. Hymn.
I 70
είλεο δ᾽ αἰζηῶν ὅ τι φέρτατον.
μηδὲν ὅρκων περῶντας (übertreten, verletzen), wie frg. 283
τῷ περῶντι τὴν θέμιν.
ρῶντας, als ob
τοὺς βελτάτους vorherginge.
ἄξω διαιρεῖν wie 633
ἐφήμενοι
διαιρείν,
Eur. Ion 1559
ἡμᾶς δὲ πέμπει τοὺς λόγους ὑμῖν φράσαι
.
Krüger I
$ 55, 3, 20
. Damit tritt Athena rechts ab, um in die Stadt zu gehen.
Schol.
:
ἡ μὲν ᾿Αθηνᾶ ἀπῆλθεν εὐτρεπίσαι δικα στάς, ὁ δὲ Ὀρέστης ἱκετεύων μένει, αἱ δὲ Ἐρινύες φρουροῦσιν αὐτόν. μέλος δὲ οἰκεῖον ᾄδουσι τῇ ἑαυτῶν προαιρέσει
.
mvp-comment-276-3
38
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Wecklein 1888, p. 287
mvp-comment-277-2
zweites Stasimon: Der Umsturz der alten Satzungen durch den Sieg des Muttermörders müfste schreckliche Zügellosigkeit und sittliche Verwilderung zur Folge haben, da man für Mord und blu- tige Mifshandlungen keinen Rächer mehr zu fürchten hätte. Furcht mufs herrschen; ohne Furcht kann kein Recht bestehen. Keine Gewaltherrschaft, aber auch keine Gesetzlosigkeit! Das Richtige liegt in der Mitte. Diese rechte Mitte hängt zusammen mit Gesundheit des Geistes, während Gottlosigkeit des Sinnes Übermut und damit Zuchtlosigkeit oder Gewaltherrschaft erzeugt (
ὕβρις φυτεύει τύραννον
Soph. Oed. T.873
). Drum übe man Recht, ehre die Eltern und achte das Gastrecht. Wem diese Rechtlichkeit aus innerer Überzeugung hervorgeht, der wird nicht unbeglückt sein; jedenfalls wird er nie ganz zu Grunde gehen. Für den Frevler aber wird über kurz oder lang die Stunde der Demütigung kommen; dann wird niemand sein Flehen erhören; die Gottheit wird sich vielmehr seines Untergangs freuen und sein früherer Glanz wird für alle Zeit verschollen und vergessen sein.
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39
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Wecklein 1888, p. 288
mvp-comment-278-3
καταστροφαὶ νέων θεσμίων, Umsturz der ausgeht von neuen Satzungen. Meineke vermutet
με ταστροφαί, Wechsel zu neuen Satzungen, wodurch die alten abgeschafft werden.
δίκα τε καὶ βλάβα d. h.
δίκη, die nicht
δίκη, sondern
βλάβη (Schädigung, Missethat) ist.
mvp-comment-279-1
Wecklein 1888, p. 288
mvp-comment-279-2
Alle Welt wird dieses Ereignis meiner Niederlage in leichter Weise an einander bringen
d. h. die Menschen werden es nicht schwer nehmen und sich kein Gewissen daraus machen, auf einander loszugehen. Vgl. Platon Staat p. 391
Ε μὴ ἡμῖν πολλὴν εὐχέρειαν ἐντίκτωσι τοῖς νέοις πονηρίας.
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Wecklein 1888, p. 288
mvp-comment-280-2
D. i. nach meiner Niederlage dürfen sich für die Zukunft Eltern gefafst machen auf viele handgreifliche Miſshandlungen von Seite der Kinder.
ἔτυμα
d.i. Wunden nicht im uneigentlichen, sondern im eigentlichen
Sinne.- δότρωτα πάθεα wie
θηλυκτόνῳ
Ἀρει
Prom. 886
φόνον δημόλευστον
Soph. Ant. 36
.
-
παι
mvp-comment-281-1
40
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Wecklein 1888, p. 288
mvp-comment-281-3
βροτοσκόπους: bisher achteten sie auf die Schuld der Menschen. -
μαινάδας, die Erinyen.
ἔπεισι κότος τις τῶνδ᾽ ἐργμάτων (nämlich
παιδοτρώτων παθέων).
mvp-comment-282-1
Wecklein 1888, p. 288
mvp-comment-282-2
Jede Todesart (jeden Mord) werde ich hingehen lassen.
mvp-comment-283-1
Wecklein 1888, p. 288
mvp-comment-283-2
Der eine wird da, der andere dort unter lauten Klagen über die von anderen erlittenen Unbilden Aufhören und Abnahme seiner Mühsale erkunden; aber nur mit unwirksamen Heilmitteln kann er, der arme, nichtig trösten.
Zu tov
πέλας κακά vgl.
Krüger I § 47, 5, 1
. I
τλάμων, der um Rat gefragte, der selbst von anderen zu leiden hat. Vgl. zu
Ag. 71
.
mvp-comment-284-1
Wecklein 1888, p. 289
mvp-comment-284-2
Zu
Ag. 1333
.
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Wecklein 1888, p. 289
mvp-comment-285-2
Es könnte
ταῦτα γάρ heissen.
ταῦτα ist von (
οἶκτον)
οἰκτί σαιτο abhängig.
νεοπαθής ist dreisilbig zu lesen: zu 453 und
Ag. 1162
.
mvp-comment-286-1
Wecklein 1888, p. 289
mvp-comment-286-2
πίτνει δόμος δίκας:
Cho. 643
δίκας ἐρείδεται πυθμήν
und oben zu 163.
mvp-comment-287-1
Wecklein 1888, p. 289
mvp-comment-287-2
Gar manchmal ist die Furcht wohlgethan.
Cho. 337
τί τῶνδ᾽ εὖς
mvp-comment-288-1
Wecklein 1888, p. 289
mvp-comment-288-2
φρενῶν ἐπίσκοπον, über den Sinn wachend (die Furcht mufs als Wächterin der Seele niedergesetzt bleiben).
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41
mvp-comment-289-2
Wecklein 1888, p. 289
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conducit rebus angustis coactum sapere (Hermann).
Ag.190
καὶ παρ᾽ ἄκοντας ἦλθε σωφρονεῖν.
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42
mvp-comment-290-2
Wecklein 1888, p. 289
mvp-comment-290-3
Vgl. 702
τίς γὰρ δεδοικὼς μηδὲν ἔνδικος βροτῶν;
mvp-comment-291-1
Wecklein 1888, p. 289
mvp-comment-291-2
ἢ πόλις βροτός τε (d. i.
εἴτε πόλις εἴτε ἰδιώτης) für
ἢ πόλις ἢ βροτός oder
πόλις τε βροτός τε wie
Hom. Β 289
ὥστε γὰρ ἢ παῖδες νεαροὶ χῆραί τε γυναῖκες ἀλλήλοισιν ὀδύρονται.
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43
mvp-comment-292-2
Wecklein 1888, p. 289
mvp-comment-292-3
Vgl. 699 ff.
ἀνάρχετος für
ἄναρκτος wie
ἀπεύχετος für
ἄπευκτος,
πανάρκετος und
ἀμάχετος bei
Aschylos,
ἀγάμετος bei Sophokles.
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44