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Wecklein 1888, p. 287
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zweites Stasimon: Der Umsturz der alten Satzungen durch den Sieg des Muttermörders müfste schreckliche Zügellosigkeit und sittliche Verwilderung zur Folge haben, da man für Mord und blu- tige Mifshandlungen keinen Rächer mehr zu fürchten hätte. Furcht mufs herrschen; ohne Furcht kann kein Recht bestehen. Keine Gewaltherrschaft, aber auch keine Gesetzlosigkeit! Das Richtige liegt in der Mitte. Diese rechte Mitte hängt zusammen mit Gesundheit des Geistes, während Gottlosigkeit des Sinnes Übermut und damit Zuchtlosigkeit oder Gewaltherrschaft erzeugt (
ὕβρις φυτεύει τύραννον
Soph. Oed. T.873
). Drum übe man Recht, ehre die Eltern und achte das Gastrecht. Wem diese Rechtlichkeit aus innerer Überzeugung hervorgeht, der wird nicht unbeglückt sein; jedenfalls wird er nie ganz zu Grunde gehen. Für den Frevler aber wird über kurz oder lang die Stunde der Demütigung kommen; dann wird niemand sein Flehen erhören; die Gottheit wird sich vielmehr seines Untergangs freuen und sein früherer Glanz wird für alle Zeit verschollen und vergessen sein.
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Wecklein 1888, p. 291
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Der Gedanke „und in seiner Bedrängnis findet der Gottlose kein Erbarmen bei der Gottheit" wird der vorhergehenden Allegorie entsprechend gegeben.
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Wecklein 1888, p. 291
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γελᾷ
κτέ: so wird die Vorstellung vom Neide der Gottheit, welche sich über den Untergang hohen Glückes freut, umgedeutet.
θερμῷ (verwegen, frech) wie
Sept. 590
ξυνεισβὰς πλοῖον εὐσεβὴς ἀνὴρ ναύταισι θερμοῖς
.
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Wecklein 1888, p. 291
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αὐχοῦντα, der sich dessen nie versah. Vgl.
Eur. Herakl. 931
οὐ γάρ ποτ' ηὔχει χεῖρας ἕξεσθαι
λαπαδνός, σέθεν und
Ag. 511
.
ἀλαπαδνός.
οὐδ᾽ ἄκραν: wie er sich nicht über der Höhe der Wogen halten kann, sondern versinkt. Vgl.
Eur. frg. 232
οὐ γὰρ ὑπερθεῖν κύματος ἄκραν δυνάμεσθ' ἔτι γὰρ θάλλει πενία, κακὸν ἔχθιστον, φεύγει δ᾽ ὄλβος
, Theogn. 619
πόλλ᾽ ἐν ἀμηχανίῃσι κυλίνδομαι ἀχνύμενος
κηρ·
ἄκρην γὰρ πενίης οὐχ ὑπερεδράμομεν.
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1
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Wecklein 1888, p. 292
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δι' αἰῶνος wie
Ag. 559
.
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2
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Wecklein 1888, p. 292
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ἕρματι, Schol.
τῷ βράχει, verborgene Klippen und Sandbänke.
Ag. 994
.
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3
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Wecklein 1888, p. 292
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Vgl. das Homerische
οἴχετ' ἄιστος ἄπυστος.