Aeschylus Agamemnon 248

Agamemnon. Aeschylus. . 2026.

Current edition Experimental

Provisional text from uncorrected OCR; expect errors.

Commentary

Critical apparatus to Agamemnon (OCR draft) (Latin and Greek critical apparatus to Gottfried Hermann's 1852 edition of Agamemnon.) focus

192. mvp-aeschylus-tlg0085-tlg005-hermann1852-appcrit-lat1-123

τότ᾽ Libri
τόδ᾽ εἶπε φωνῶν
, nisi quod
τό δ᾽ εἶπε φρωνῶν
est in Ald. Haec verba quum aperte repetant quod v. 171. dici coeptum erat,
καὶ τόθ᾽ ἡγεμὼν ὁ πρέσβυς
, non
τόδε
, sed
τότε
dici postulant. Vidit hoc Stanleius, cuius emendationem eo minus dubitavi recipere, quod, pronomine si uti voluisset poeta, credibilius est
τάδε
dicturum fuisse.
192

193. mvp-aeschylus-tlg0085-tlg005-hermann1852-appcrit-lat1-124

πιθέσθαι Turn.
πειθέσθαι
M. G. Bess. Ald. Rob.
πείθεσθαι
Farn. Vict.
193

196. mvp-aeschylus-tlg0085-tlg005-hermann1852-appcrit-lat1-125

παρθενοσφάγοισιν M. G. Ald. Rob. Turn.
παρθενοσφάγοισι
Farn. Vict.
παρθενοσφάγοις
Flor.
196

197. mvp-aeschylus-tlg0085-tlg005-hermann1852-appcrit-lat1-126

ῥεέθροις πατρῴους χέρας πέλας βωμοῦ Vulgo legitur
ῥεέθροις πατρῴους χέρας βωμοῦ πέλας
. Quod Porsonus scripsit,
ῥεέθροις
, habet Farn. ex Triclinii, ut patet, coniectura. Deinde
πατρῴοις
G.
πατρώοις
Ald.
πατρώας
Bess. Tum
πέλας
mendose Ald.
Βωμοῦ
credibile est ab interprete profectum esse. Deleto hoc vocabulo et mutato verborum ordine usitatum metrum sic restitui,
πέλας πατρῴους χέρας ῥεέθροις
. Ῥέεθρα, quae forma multo usitatior tragicis est quam contracta, ad profusum sanguinem rettulit Aeschylus, quum alibi, saltem apud tragicos, tantum de fluviis dictum inveniatur.
197

Wecklein’s commentary on Agamemnon (1888; German; OCR draft) (Explanatory commentary, pp. 30–140; Iowa and Harvard OCR collated conservatively. Unresolved OCR and provisional reference mappings are explicitly marked.) focus

40-269. mvp-aeschylus-tlg0085-tlg005-wecklein1888-com-ger1-26

Parodos, bestehend (wie die Parodos der Perser und der Hiketides) aus drei Teilen, dem Recitativ des Chorführers in Anapästen 40-103, dem Gesang des Chorführers mit ἐπιφθέγματα (124) des Gesamtchores 104-169, dem Chorgesang 170-269. Der erste Teil beginnt mit der Schuld und Sühne der Trojaner, legt die äufseren Verhältnisse dar und giebt mit dem Verlangen zu erfahren, was die überall auf den Altären der Stadt angezündeten Opferfeuer zu bedeuten haben (83-87) die Motivierung für das Auftreten des Chors. Der zweite Teil berichtet eine Weissagung des Kalchas, welche ängstliche Besorgnis in betreff des Heerführers weckt. Der dritte begründet diese Besorgnis mit sittlichen Grundsätzen und erklärt das Leiden, das den siegreichen Agamemnon erwartet, als Sühne für eine Schuld, für die unerhörte Opferung der eigenen Tochter.

190-191. mvp-aeschylus-tlg0085-tlg005-wecklein1888-com-ger1-111

ἄκοντας enthält den Hauptgedanken: „sie mögen wollen oder nicht, sie müssen Vernunft lernen." Vgl. Eum. 524 ξυμφέρει σωφρονεῖν ὑπὸ στένει. ἦλθε ist gnom. Aor.

192-193. mvp-aeschylus-tlg0085-tlg005-wecklein1888-com-ger1-112

Der Fragesatz steht statt eines verneinenden Satzes: ,,und nirgends zeigt sich Gnade der Götter, die mit Gewalt das Steuerruder lenken." σέλμα: ὑψίζυγος (nach Hom. H 69) γὰρ ὁ Ζεύς Schol. Mit σέλμα ἡμένων vgl. Eum. 3 τὸ μαντεῖον ἕζετο, Pers. 143 τόδ᾽ ἐνεζόμενοι στέγος, Prom. 405 θακοῦντι παγκρατεῖς ἕδρας. Krüger II § 46, 6, 2.

194. mvp-aeschylus-tlg0085-tlg005-wecklein1888-com-ger1-113

καὶ schliefst die ganze folgende Ausführung, den speziellen Fall an den allgemeinen Satz an (auch bei Agamemnon wird sich das bestätigen). - τότε weist zurück auf das Adlerzeichen und die daran geknüpfte Weissagung des Kalchas. Darauf bezieht sich auch μάντιν – συμπνέων. Der Gedanke ist: „und während damals der Heerfürst keinen Seher tadelte und sich in die (geweissagten) Schicksalsschläge ergab, wurde er, als Windstille eintrat u. gar der Seher die Forderung der Artemis, die Tochter zu opfern, verkündete, von Unwillen übermannt und sprach." Weil aber statt einer participialen Wendung, wie etwa μέγ᾽ ὀχθήσας, der Konsekutivsatz ὥστε κατασχεῖν (212) eintritt, wird im Gegensatz zu ᾿Ατρείδας das Subjekt mit ἄναξ ὁ πρέσβυς und der durch diesen Gegensatz geforderten Partikel δὲ 215 wiederholt.

196. mvp-aeschylus-tlg0085-tlg005-wecklein1888-com-ger1-114

οὔτινα wie 1084 οὔτινας. ψέγων: jetzt wäre die Entrüstung am Platze gewesen, mit welcher er den Seher anliefs, als es sich um die Rückgabe der Chryseis handelte: μάντι κακῶν, οὐ πώ ποτέ μοι τὸ κρήγυον εἶπας Hom. A 106.

197. mvp-aeschylus-tlg0085-tlg005-wecklein1888-com-ger1-115

ἐμπαίοις, ἐμπαισάσαις Schol., wie Wellen über das Schiff hereinschlagen. Vgl. Eur. Hek. 116 συνέπαισε κλύδων und unten 359 πρόσπαια.

198. mvp-aeschylus-tlg0085-tlg005-wecklein1888-com-ger1-116

κεναγγεῖ: vgl. Hom. μ 329 νηῶν ἐξέφθιτο ἤτα πάντα.