872-940.
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ein
ἰάλεμος nach der Angabe in 900, wonach dieser Ge- sang mit Zerreißen der Wangen (und mit Schlägen an Kopf und Brust nach 840f.) begleitet ist. Vgl. Cho. 422f., Soph.
Αi. 627 f. mit Eur. Or. 1395. Diese Totenklage (854 f.) wird von Halbchören gesungen, welche in gleicher Weise abwechseln wie in Eum. 143-168, im ersten Strophenpaar zweimal, in den bei- den folgenden nur einmal. Auch die Unterbrechung des ersten Satzes durch den anderen Halbchor findet sich in den Eum. ebenso. 872
Η.
δι'
εὐωνύμων
ὁμοσπλάγχνων
τε (vgl. Pers. 569
Θρήκης
ἂμ
πε-
διήρεις
δυσχίμους
τε
κελεύθους)
πλευρωμάτων
τετυμμένοι, „,ins Herz, ins Bruderherz getroffen", Das schmerzliche Wort
τετυμμένοι be- stätigt (
δῆτα: zu 864) der andere Halbchor. In der Lücke ist das verb. fin. verloren gegangen (etwa
ἐπέσετε
μέλεοι).
933.
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ἐπανθίζειν:
στέφειν
ὡς
ἄν-
θεσι Schol. zu Cho. 150.
935.
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Und zum Schlusse haben die Fluchgeister ihren schrillen Triumphgesang angestimmt, nach- dem das Geschlecht in völlige Flucht geschlagen ist. Die Sieges- trophäe des Unheils steht an dem Tore, an welchem sie getroffen wurden, und mit dem Sieg über beide ist das Schicksal zur Ruhe gekommen". Der Ausdruck ist bildlich, die Bilder aber haben be- sondere Beziehung zur Wirklich- keit. Zu
Αραί vgl. 70, Eum. 420
Αραὶ
δ'
ἐν
οἴκοις
γῆς
ὑπαὶ
κεκλή-
μεθα (spricht eine Erinys). Zum Gedanken vgl. Cho. 1073
που
δῆτα
κρανεί,
που
καταλήξει
μετακομισθέν
μένος
ἄτης, den Chorgesang Soph. Ant. 582 ff.
941-995.
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θρῆνος der Antigone und Ismene. Antigone steht an der Leiche des Polynikes, Ismene an der des Eteokles. Der Gesang besteht aus vier Teilen; im ersten und dritten entspricht immer die Partie der Ismene der Partie der Antigone, im zweiten Teile besteht außer dieser Responsion noch die Responsion eines größeren Strophen- paares, das mit einem Ephymnion der beiden Schwestern schließt; im letzten Teile entsprechen sich zwei Verse, die wieder von Antigone und Ismene gemeinsam gesungen werden, und zwei Verse, von denen der eine der Antigone, der andere der Ismene gehört. Eine ähnliche Gestalt der Responsion findet sich nur noch Eur. Androm. 1197 ff.
942.
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Das Versmaß verlangt
ὤλου
κατακτάς oder
κείσαι
κατακτάς: Deshalb hat Enger V. 949 in der Form
κεῖσαι
κατακτάς an die Stelle von 942 gesetzt. Will man hier
σὺ
δ'
ἔθανες
κατακτανών als Er- satz von
ὤλου
κατακτάς annehmen, so muß V. 949 mit G. C. W. Schnei- der beiden Schwestern gegeben werden, wie solcher gemeinsame Gesang in den folgenden Partien wiederkehrt (Hermann gibt
πρό-
κεισαι
κατακτάς der Antigone und läßt einen Vers der Ismene
πρό-
κεισαι
φονευθείς ausgefallen sein).