1-77.
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Prolog, in welchem mit tiefer Empfindung und stimmungs- voll die Situation und der Drang des Augenblicks gekennzeichnet wird, nachdem die vorausliegenden Begebenheiten durch die voran- gehenden beiden Dramen der Tri- logie gegeben sind. Dabei tritt uns der Charakter des Eteokles in seiner entschlossenen Tatkraft und patrioti- schen Begeisterung entgegen und wird durch V. 28f., 57f. der weitere Verlauf des Dramas vorbereitet. Eteokles kommt aus dem Palaste und spricht zu den vor dem Hause versammelten Kriegern, Jünglingen, Männern und Greisen, welche nach 35 abziehen.
57.
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πρὸς
ταῦτα, darauf hin.
πόλεως gehört zu
ἐκκρίτους wie Eur. Phön. 214
πόλεος
ἐκπροκριθεῖσ᾽
ἐμᾶς.
58.
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τάγευσαι, Schol.
τάξον, eigent- lich,,laß sie in deinem Interesse (als deine Stellvertreter) Führer sein", wie das Medium öfters eine Handlung bezeichnet, welche auf Veranlassung des Subjekts für dieses vorgenommen wird.
τάχος steht öfters bei Aschylos wie
ως
τάχος (bei Sophokles nie
ως,
ὅ
τις
ὅσον
τάχος).
60.
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χωρεῖ
κονίει: das zweite Ver- bum verstärkt das erste, vgl.
αὔειν
λακάζειν 169,
χωρῶμεν
ἐγκονῶμεν,
ἔπαιον
ἐρράχιζον,
παίουσι
κρεοκο
ποῦσι,
κινεῖ
ταράσσει.
ἀργηστής: Schol.
λευκός.
62.
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Eur. Med. 523
ἀλλ'
ὥστε
ναὸς
κεδνὸν
οἰακοστρόφον ist wohl un- willkürliche Reminiszenz.
63-64.
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φράξασθαι kann auch das Verdichten der Schiffswand be- zeichnen, vgl. Hom.
ε 256
φράξε
δέ
μιν (
σχεδίην)
είπεσσι
διαμπερές
οἰσυΐνῃσιν
κύματος
εἷλας
ἔμεν.
καταιγίσαι, Schol.
καταπνεῦσαι
σφο-
δρῶς: „, bevor die Windsbraut des Ares mit aller Macht losbricht und der Sturm das Schiff umtobt". Die brüllende Woge ist nicht eine ge- wöhnliche, sondern eine Woge, die auf dem trockenen Lande vom Sturm des Ares gegen das Schiff getrieben wird. Schol.
παρακεκιν
δυνευμένως
εἶπεν
κῦμα
χερσαῖον. Äschylos liebt es dem bildlichen Ausdruck ein Epitheton beizufügen, welches in witziger Weise gewisser- maßen die Illusion des Bildes zer- stört, so 82
ἄναυδος
ἄγγελος rom Staube, der das Heranrücken des feindlichen Heeres meldet, 109
κῦμα
δοχμολοφᾶν
ἀνδρῶν, 925
ὁ
πόντιος
ξεῖνος
ἐκ
πυρὸς
συθείς vom Stahle (Schwerte). Anderes zu
ὄναρ
ἡμερό
φαντον Ag. 82.
66.
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ἡμεροσκόπον: Schol.
φύλακα
ἁπλῶς, vielmehr in Gegensatz zum vorigen Dienste, bei welchem er die Feinde bei der Nacht beobachtete. Ebenso verspricht Hom. K 324 Dolon dem Hektor:
σοὶ
δ᾽
ἐγὼ
οὐχ
ἥλιος
σκοπὸς
ἔσσομαι
οὐδ᾽
ἀπὸ
δόξης.
68.
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τὰ
τῶν
θύραθεν, weil der Bote von der Gegend außerhalb der Stadt zurückkommt. Vgl. 40. Doch
τὰ
τῶν
θύραθεν auch 176. Der Bote ab.
69.
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Eteokles betet zu den Göttern, aber sein Gebet schließt mit einer nachdrücklichen Forderung.
Ζεῦ
τε
καὶ
Γῆ, eine häufge Ver- bindung (Himmel und Erde).
70.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg004-wecklein1902-com-ger1-52
Αρὰ
Ἐρινύς wie
Κῆρες
Ερι-
νύες 1047. Der Fluch des dipus ist der Rachegeist, welcher die gegenwärtige Bedrängnis verursacht hat. Damit wird auf das voraus- gehende Stück der Trilogie hin- gewiesen. Vgl. 770 ff.
ἡ nach dem Vokativ wie
ὦ
ἄνδρες
οἱ
παρ-
όντες.
71.
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γὲ verstärkt
μή wie in
μή
μοί
γε Aristoph. Ri. 19, Wo. 84.
πρέμνοθεν wie 1048 (mit Stumpf und Stiel), vgl.
αυτόπρεμν (Schol.
αυτόρριζα)
ἀπόλλυται Soph. Ant.
72.
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ἐκθαμνίσητε, Schol.
ἐκριζώ
σητε. — Die Amphiktyonen schwuren
μηδεμίαν
πόλιν
τῶν
Ἀμφικτυονίδων
ἀνάστατον
ποιήσειν (Aschin.
παραπρ. § 115). Vgl. 311. Wie Äschylos Ag. 463 dem Eroberer und Städtezer- störer flucht, so verabscheut er hier Bruderkriege der Griechen.
73.
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χέουσαν wie Hik. 640
εὐκταῖα
γένει
χεούσας, Hom.
τ 521
ἀηδών . .
ἥ
τε
θαμὰ
τρωπῶσα
χέει
πολυηχέα
φωνήν.
δόμους
ἐφεστίους wie Ag. 842, Häuser mit einer
ἑστία, Familien- häuser.
75.
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σχεθεῖν: der absolute Infinitiv zum Ausdruck eines Wunsches ent- spricht dem kindlichen Tone des Gebetes. Vgl. 239, Hom. H 179 Zɛỡ
πάτερ,
ἢ
Αἴαντα
λαχεῖν
ἢ
Τυδέος
υἱόν. Wollet nicht in das Joch der Knechtschaft zwängen" sagt Eteokles wie vorher
μὴ
ἐκθαμνίσητε, da in seinem Sinne die Götter das tun, was sie zulassen. Dindorf vermutet
μήποτ'
ἐνσχεθεῖν.
76.
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ξυνά,
κοινά, Schol.
κοινωφελῆ
καὶ
ὑμῖν
καὶ
ἡμῖν
νομίζω
λέγειν. Die ionische Form
ξυνός findet sich noch Hik. 372 und Soph. Ai. 180, sonst nirgends bei den Tragikern.
77.
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Eine sinnreiche Gnome, deren Gedanken auch Aristoteles Rhet.
Η 17 ausspricht:
υπερηφανώτεροι
μὲν
οὖν
καὶ
ἀλογιστότεροι
διὰ
τὴν
εὐτυχίαν
εἰσίν,
ἓν
δὲ
ἀκολουθεῖ
βέλτιστον
ἦθος
τῇ
εὐτυχία,
ὅτι
φιλόθεοί
εἰσι
καὶ
ἔχουσιν
πρὸς
τὸ
θεῖόν
πως
πιστεύοντες
διὰ
τὰ
γιγνό-
μενα
ἀπὸ
τῆς
τύχης. Eteokles hinab in die Stadt, um der Mah- nung des Boten gemäß 57f. die Führer für die sieben Tore auszu- wählen.
78-164.
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Parodos, welche die Schrecken einer belagerten und dem Sturm entgegensehenden Stadt mit solcher Kraft und sinnlicher Lebendigkeit des Ausdrucks vor die Augen führt, daß wir das kriegerische Treiben vor den Mauern ebenso vor uns sehen, wie im Agamemnon die Kassandraszene uns zu Zuschauern der Vorgänge im Hause macht. Zu der Kraft des Ausdrucks kam bei der Auf- führung noch die Veranschaulichung durch die
σχήματα
ὀρχήσεως, wie bei Athen. I S. 22 A berichtet wird,
ὅτι
Τελέστης
ὁ
Αἰσχύλου
ὀρχηστής
οὕτως
ἦν
τεχνίτης
ὥστε
ἐν
τῷ
ὀρχεῖσθαι
τοὺς
Ἑπτὰ
ἐπὶ
Θήβας
φανερὰ
ποιῆσαι
τὰ
πράγματα
δι
ὀρχήσεως. Von diesem Telestes heist es dort weiter:
πολλὰ
ἐξεύρηκε
σχήματα,
ἄκρως
ταῖς
χερσὶ
τὰ
λεγόμενα
δεικνύς. Auf diese
χειρο-
νομία weist z.
Β.
ὅδε 80 hin. Das Ganze zerfällt in 4 Teile: im ersten (78-106) kommen die zwölf Choreuten einzeln zum Vortrag, wie sie der Reihe nach entweder einzeln oder, was wahrscheinlicher ist, in drei Gruppen zu je 4 Personen auf- treten (
σποράδην wie Eum. 244 1.). Der Chor besteht ja aus Jungfrauen, Bürgerstöchtern, welche in ihrer Angst zu den Altären der Götter flüchten, also vorher noch nicht versammelt sind. Im zweiten Teile (107—134) singen, wie die drei gleichen Verse 112, 116, 119 = 126, 130, 133 erkennen lassen, die drei
στοίχοι nacheinander die Strophe und ebenso die Antistrophe. Den dritten Teil (135–151) tragen die beiden Halbchöre vor, nur in die Weherufe brechen alle zusammen aus. Den letzten Teil (152-165), ein Gebet, spricht der Gesamtchor. Die Wahl von Jungfrauen er- klärt der Schol. gut:
εὐπτόητον
ἡ
τῶν
παρθένων
ἡλικία,
μάλιστα
δὲ
πρὸς
πολιορκίαν.
78-106.
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erster Teil, welcher das Auftreten des Chors motiviert.
78.
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Um zwei Dochmien herzu- stellen läßt Dindorf
νεόκοτα vor
θρέομαι ausgefallen sein. In betreff des dochmischen Versmaßes be- merkt der Schol. (zu 98):
ὁ
ὀκτά-
σημος
ῥυθμὸς
οὗτος
πολύς
ἐστιν
ἐν
τραγῳδία
καὶ
ἐπιτήδειος
πρὸς
θρή
νους
και
στεναγμούς.
79.
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μεθεῖται
στρατός: Schol.
οἷον
ἀφεῖται
ὁ
ὄχλος
ἀπὸ
τοῦ
στρατο-
πέδου.
οἷον
ἤδη
τὴν
ὁρμὴν
ποιοῦνται
ἐπὶ
τὴν
πόλιν
ἡμῶν
οἱ
πολέμιοι.
ταῦτα
δὲ
φανταζόμεναι
λέγουσιν
ὡς
ἀληθῆ.
80.
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πρόδρομος erklärt der Schol. hier (
πολὺς
ἔμπροσθεν
λαὸς
ἱππότης) und 195 (
προτρέχουσα
τῶν
ἄλλων) im Sinne von vorauseilend", in welchem es in der unechten Partie Eur. Iph.
Α. 424
ἐγὼ
δὲ
πρόδρομος
σῆς
παρασκευῆς
χάριν
ἥκω ge- braucht ist. Aber jedenfalls be- deutet es an der zweiten Stelle rasch vorwärts laufend" wie Soph. Ant. 108
φυγάδα
πρόδρομον.
81.
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πείθει
με, beweist es mir, tut es mir kund.