182-532.
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erstes Epeisodion. 1. Szene (182—239): Danaos und der Koryphaios. Danaos kündigt das Nahen des Königs an und gibt seinen Töchtern Verhaltungsmaß- regeln. 2. Szene (240 - 349): Pelas- gos und die Vorigen. Die Danaiden erklären ihre Herkunft von Argos und erflehen als ungerecht Ver- folgte den Schutz des Argivischen Königs. Dieser ist bedenklich wegen der schweren Folgen, welche die Zusage des Schutzes für sein Land haben kann. 3. Kommos (350-422): Fortsetzung der Bitte. 4. Chorikon (423-446), welches das Nachsinnen des Königs zu Gunsten der Da- naiden zu wenden sucht. 5. Dialog des Königs, des Koryphaios und des Danaos (447-532): Der König offenbart seinen Entschluß die Entscheidung dem Volke anheim- zugeben.
423-446.
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Chorikon. Auf die Debatte folgt die Beratung. Wie Pers. 626 ff. u. Cho. 152 ff. die äußere Handlung, das Opfer am Grabe, so wird hier das stille Nachdenken des Königs von einem Chorgesang begleitet, welcher auf den Ent- schluß des Königs einzuwirken sucht und noch einmal die (drei) Gründe zusammenfaßt, welche den schwankenden König für die Dana- iden günstig stimmen sollen:,,Habe Mitleid mit den Verfolgten, laß uns nicht von heiliger Stätte weg- reißen, laß nicht deine Schützlinge grausam mißhandeln. Dein Tun wird deinen Kindern und deinem Hause Fluch oder Segen bringen".
425.
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427-428.
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,Die in gottloser Weise aus der fernen Heimat Vertriebene."
Hesych.
έκαθεν
μακρόθεν,
πόρρωθεν. Die
Form
ὄρμενος findet sich öfters bei Äschylos in lyrischen Partien.
429.
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430.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-261
πολυθέων: genauere Respon- sion bietet das von Heimsöth ver- mutete
πανθέων, worin
παν wie in der Anrede der versammelten Bürger
ὦ
πάντες
ἀστοί gebraucht ist und sich auf den Götterverein des Altars bezieht. —
ῥυσιάζειν ist der gebräuchliche Ausdruck für das Wegschleppen von Personen und Sachen aus fremdem Lande.
432.
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Der Gedanke von 375-380 wird wiederholt, um den König für die Verletzung der heiligen Stätte verantwortlich zu machen.
433.
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ἀνέρων: diese epische Form findet sich bei Äschylos nur hier.
434.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-264
κότον:
τὸν
τοῦ
Διός bemerkt der Schol. mit Recht (vgl. 390, 487), aber diese nähere Bestimmung kann nach
ἀνέρων nicht entbehrt werden; deshalb wird die Emendation Heimsäths
θεῶν
τ'
ἄλευαι
κότον richtig sein. Vgl. Hesych.
λευά-
μενος·
ἐκκλίνας,
φυλαξάμενος, Hom.
Χ285
ἐμὸν
ἔγχος
ἄλευαι.
435.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-265
Uber die Konjunktivform
τλας (die Handschrift gibt
τ'
ἀαΐς, d.i.
ΤΛΑΙΣ) vgl. H. L. Ahrens Dor. Dial. S. 313. Sie entspricht der Form
τιμᾶς. 4361.
βίᾳ
δίκης, wider Recht, wie Soph. Ant. 59
νόμου
βίᾳ. Ge- nauere Responsion würde erzielt, wenn man für
δίκας
ἀγομέναν schriebe
διασοβουμέναν.
438-439.
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ἱππηδόν, wie Pferde an der Mähne gezogen werden. Vgl. Sieb. 313
τὰς
δὲ
κεχειρωμένας
ἄγεσθαι . .
ἱππηδὸν
πλοκάμων,
περιρρηγνυμένων
φαρέων. Die gleiche Vorstellung wie hier
πλοκάμων gibt
ἐπιλαβὰς
ἀμπύκων an; denn
ἄμπυξ war ein Stirnband, mit welchem die Haare aufgebunden wurden, vgl. Hom. X468
τῆλε
δ᾽
ἀπὸ
κρατὸς
βάλε (Andromache)
δέσματα
σιγα-
λόεντα,
ἄμπυκα
κεκρύφαλόν
τε
ἰδὲ
πλεκτὴν
ἀναδέσμην, Schol. zu
ἄμπυκα:
τὸ
διάδημα
τὸ
πρὸς
ἀνάδεσιν
τῶν
τριχῶν.
πολυμίτων
πέπλων von den bunten ägyptischen Gewändern, vgl. Plin. H. N. VIII 48 plurimis liciis texere quae polymita appellant Alexandria instituit. Die Pracht des Gewandes tritt in Kon- trast zum Zerreißen desselben: zu 128. Vgl. Eur. Iph.
Τ. 310
πέπλων
τε
προεκάλυπτεν (zum Schutz gegen Steinwürfe)
εὐπήνους
ὑφάς. —
ἐπι
λαβάς steht als Akk. des inneren Objekts bei
ἄγεσθαι wie etwa
ὁλκὴν
πλοκάμων
ἕλκεσθαι, sodaß die Änderung von H. Vof
ἐπιλαβαῖς unnötig ist.
441.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-267
ἴσθι steht für sich wie oft
ἴσθι,
σάφ᾽
ἴστε,
εὖ
γὰρ
ἴστε Pers. 214.
ὁπότερ᾽
ἂν
κτίσης,
τάδε
ἐκτίνειν (entgelten)
μένει
παισὶ
καὶ
δόμοις: der Dativ statt des Akk. wie Eur. Fragm. 733
τοῖς
πᾶσιν
ἀνθρώποισι
κατθανεῖν
μένει.
ἀντίρροπον hat Heimsöth für
ὁμοίαν gesetzt um der Responsion willen, nach Hesych.
ἀντίρροπον·
ἴσον,
ἰσόσταθμον,
ισόζυγον: der Art deines Handelns wird Lohn oder Strafe, Segen oder Fluch für dein Haus entsprechen. Vgl. Hor. carm. I 28, 30 neclegis inmeritis nocituram postmodo te natis fraudem committere ? Forsit debita iura vicesque superbae te maneant ipsum.
445-446.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-268
φράσαι weist zurück auf das erste Wort
φρόντισον: „be- herzige dieses gerechte Walten von- seiten des Zeus".
447.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-269
Ich bin fertig mit der Überlegung." Vgl. Prom. 1029 EPM.
ὅρα
νυν
εἴ
σοι
ταῦτ᾽
ἀρωγὰ
φαίνεται.
ΠΡΟΜ.
ὦπται
πάλαι
δὴ
καὶ
βεβούλευται
τάδε. Aus dem Schwanken (
σάλος) bin ich heraus- gekommen, bin aber an die Klippe geworfen, daß ich mit den einen oder den anderen einen gefährlichen Krieg beginnen muß, d. i.,,ich bin aus dem Zweifel heraus und sehe das Unheil klar vor mir". Man könnte
έξοκέλλομεν vermuten, aber der transitive Gebrauch findet sich auch sonst (vgl. Tro. 136
ἃ . .
ἐμὲ
ἐς
τάνδ᾽
ἐξώκειλ᾽
ἄταν) und als Subjekt ist ein allgemeiner Begrift wie
πρᾶγμα zu denken ähn- lich wie bei
δηλοῖ,
δείκνυσιν,
σημαίνει, vgl.
Εum. 485
ἐπεὶ
δὲ
πρᾶγμα
δεῦρ᾽
ἐπέσκηψεν
τόδε.
448.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-270
τοῖσιν: zu 362. Schol.
ἢ
τοῖς
θεοῖς
ἢ
τοῖς
Αἰγυπτιάδαις. Für
ἄρασθαι ist
αἴρεσθαι überliefert wie 344
αἴρασθαι. Dieser Fehler findet sich außerordentlich häufig, so daß es keinem Bedenken unter- liegen kann den dem Sinne mehr entsprechenden Aor. zu setzen.
449-450.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-271
An die Stelle des Ge- dankens das steht unwiderruflich fest" tritt nach äschyleischer Weise ohne weiteres (für
ναυτικαῖσιν
ὡς
προσηγμένου ist deshalb und weil
προσάγειν sich als ungeeignet er- weist,
ναυτικαῖσι
προσπεπηγμένον gesetzt) das Bild:,,Zusammengefügt ist der Bauch des Schiffes zwischen Krummhölzern festgedrückt". Vgl. 955
τῶνδ᾽
ἐφήλωται
τορῶς
γόμφος
διαμπαξ,
ὡς
μένειν
ἀραρότως und das lateinische aliquid clavo trabali fgere, Hor. carm. I 35, 17 saeva Necessitas clavos trabales et cuneos manu gestans aëna. Nach der dieser Stelle entnommenen Glosse des Hesych.
στρέβλαι
ναυτικαί·
τὰ
ξύλα
τῶν
νεῶν
ἐν
οἷς
διασφηνοῦνται (wohl
δόρατα
σφηνοῦται)
γομφού
μενα sind unter
στρέβλαι
ναυτικαί die Schiffsrippen (
δρύοχοι) zu ver- stehen. Vgl. Apoll. Rh. I 367 vña
δ᾽
ἐπικρατέως
Αργου
υποθημοσύνῃσιν
ἔζωσαν
πάμπρωτον
ἐϋστρεφεῖ
ἔνδοθεν
ὅπλῳ
τεινάμενοι
ἑκάτερθεν,
ἵν᾽
εὖ
ἀραροίατο
γόμφοις
δούρατα
καὶ
ῥοθίοιο
βίην
ἔχοι
ἀντιόωσαν.
451-452.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-272
Ohne Weh geht es nicht ab; oder ich irre sehr ab von der Natur dieses Streites (ich täusche mich sehr in der Art dieses Streit- falles). Ich wollte, ich täuschte mich." Dieser Zusammenhang wird gestört durch die V. 452-460, welche nach V. 486 ebenso am Platze wie hier unpassend sind.
Ζη
παροίχομαι vgl. Eur. Med. 995
δύστανε,
μοίρας
ὅσον
παροίχῃ (,,wie sehr täuschest du dich in dem, was das Schicksal dir bestimmt hat").
462.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-273
σοφὸς
κακῶν ist nur mög- lich nach und unter Einwirkung von
ἄιδρις. Schol.
μάντις
ἀποβαίην
φαῦλος („,ich will gern ein falscher Prophet sein").
464.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-274
D. i. „, nach vielen Reden, in denen ich dein Erbarmen (zu 200) angefleht habe, ist dies mein letztes Wort".
465.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-275
ἤκουσα, nämlich
αἰδοίους
λόγους
λέγοις
ἄν, nämlich
τέρ-
ματα: „Ich habe schon gehört und will weiter hören". Passend ver- mutet Stadtmüller
ἀκουστά, vgl. Anecd. Bekk. S. 373, 6
ἀκουστά.
ὡς <
Σοφοκλῆς>
ἐν
τῇ
Κρεούσῃ
ἄπελθ᾽
ἄπελθε,
και·
τάδ᾽
οὐκ
ἀκουστά“
καὶ
Εὐριπίδης
δὲ
πολλάκις·
ὁ
μέντοι
Σοφοκλῆς <
καὶ>
ἀκούσιμα
φησί. Hartung dachte an
ἀκούσομαι,
λέγοις
ἄν, worin
ἀκούσομαι kausal
τι
λέγοις a stehen würde (
ἀκούσο-
μαι
γάρ).
466.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-276
στρόφος ist das Brustband der Frauen, strophium, fascia. Vgl. zu Sieb. 857
δυσαδελφόταται
πασῶν
ὁπόσαι
στρόφον
ἐσθῆσιν
περι-
βάλλονται. Hesych.
ζώνας
τε
συλ
λαβὰς
πέπλων·
ἀντὶ
τοῦ
αἷς
ζώννυ-
μαι
καὶ
τοὺς
πέπλους
συλλαμβάνω stammt aus einer Erklärung zu unserer Stelle, in welcher es ur- sprünglich
τὰς
στροφάς
αἷς
ζώννυ-
μαι
κτέ. hies. Aber unter
ζῶναι sind eigene Gürtel zu verstehen.
467.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-277
τάχ᾽
ἂν für
τύχαν Marck- scheffel. Wenn nicht
γυναιξίν zu schreiben und
γυναικῶν unter der Einwirkung von
τύχαν entstanden ist, so muß man den Gen. aus der Analogie von
ίδιος,
οἰκεῖος,
συγγενής ableiten.
468.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-278
Die ironische Rede: nun gut, diese bieten ein vortreffliches Hilfsmittel" entspricht ebenso wie 472 dem unweiblichen Wesen der Danaiden.
469.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-279
γηρυθεῖσα: diese Aoristform kommt sonst nicht vor, weshalb Meineke
γηρύσασ' vermutet. Mit der Umschreibung des Fut. vgl. Soph.
Ο.
Κ. 816
λυπηθεὶς
ἔσῃ, Ant. 1067
άvtidovs eon, O. T. 1146 ov
σιωπήσας
ἔσῃ.
470-471.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-280
πιστόν, vgl. fdem inter- ponere. Der Nachsatz wird durch die Frage
τί . .
περαίνει; in Ver- bindung mit der folgenden Antwort gegeben (
περαίνει
κοσμῆσαι). Die gewöhnliche Fortsetzung des Ge- spräches würde
κοσμήσω er- fordern. Sie drohen die Statuen der Götter mit Votivtafeln, wie sie noch nicht dagewesen, zu zieren. Schol.
καινοῖς
ἀναθήμασι
τὰ
ἀγάλ-
ματα
τῶν
θεῶν
κοσμήσω·
λέγει
δὲ
ὅτι
μετεωρήσω
ἐμαυτὴν
τῇ
ἀγχόνη. W. Headlam vermutet
παραινεῖ für
περαίνει.
473.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-281
Vgl. Prom. 637
οὐκ
ἐμπλέκων
αἰνίγματ',
ἀλλ᾽
ἁπλῷ
λόγῳ.
474.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-282
ἀπάγξασθαι schließt sich appositionell an
κοσμῆσαι an. - Die Cäsur in der Mitte des Verses (zu 406) wird durch die Elision, infolge deren sich
τάχιστ'
ἀπάγξασθαι eng zusammenschließt, erleichtert.
475.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-283
Die Erklärung des Schol.
καρδίας
δηκτικόν ist zu schwach. Vgl.
Εum. 159
πάρεστι
μαστίκτορος
δαΐου
δαμίου
βαρὺ
τὸ
περίβαρυ
κρύος
ἔχειν. Wir etwa ,,mit dieser Rede stößt du mir einen Dolch ins Herz".
476.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-284
Die Worte sind mit gewisser Bitterkeit gesprochen.
Ζυ
ὠμμά-
τωσα vgl.
ἐξωμμάτωσα, Schol.
ἐξε
λάμπρυνα.
477.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-285
δυσπάλαιστα: Schol.
δυσμετα-
χείριστα. - Die Erklärung des Schol.
ἀπὸ
κοινοῦ
τὸ
ἤκουσα scheint rich- tiger als die andere:
δυσπαλαιστά
ἐστι, weil dann
πράγματα in Gegen- satz zu
λόγον tritt, vorausgesetzt, daß mit der einfachen Weglassung von un der ursprüngliche Text hergestellt ist. Man könnte an xov
τῇ
μέν,
ᾗ
δ᾿
οὐ
δυσπάλαιστα
πρά-
γματα denken, vgl. Pers. 804
συμβαί-
νει
γὰρ
οὐ
τὰ
μέν,
τὰ
δ᾽
οὔ, Phokyl. Fragm. 1
Λέριοι
κακοί,
οὐχ
ὃ
μέν,
ὃς
δ᾽
οὔ
πάντες. W. Headlam ver- mutet
οὐ
μὴν
ἁπλῇ
γε
δυσπάλαιστα.
478-479.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-286
κακῶν
πλῆθος
ποταμὸς
ὥς und
ἄτης
ἄβυσσον
πέλαγος: vgl. Pers. 436
κακῶν
πέλαγος, Prom. 772
δυσχείμερόν
γε
πέλαγος
ἀτηρᾶς
δύης. Bothe bezeichnet den ersten Vers wegen der Wiederholung des Bildes als unecht.
480.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-287
εἰσέφρηκα (1. Aor. von einem ungebräuchlichen
πίφρημι),
εἰσεπή-
δησα (ich bin hineingeraten) nach
αἱμάξαι
πέδον; Hesych.
εισέφρηκεν,
εἰσεπήδησεν. Die Handschrift gibt
ἐσέβηκα, wo- für man gewöhnlich
ἐσβέβηκα schreibt.
λιμὴν
κακῶν wie
ἀλκὴ
κακῶν, hier durch das vorher- gehende Bild dargeboten. Vgl.
ὕπνον
τὸν
καμάτων
λιμένα Krit. Fragm. 2, 25
Β.,
λιμὴν
ἀτυχίας
ἐστὶν
ἀνθρώποις
τέχνη Menand. Mon. 303, auch Soph.
Ο.
Τ. 1119
πύργος
θανάτων,
κέντρον
ἐμοῦ Phil. 1039.
481.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-288
χρέος, Schuldigkeit, welche er gegen die Schutzflehenden hat. Vgl. Soph.
Ο.
Κ. 234
μή
τι
πέρα
χρέος
ἐμᾷ
πόλει
προσάψῃς.
482.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-289
οὐχ
ὑπερτοξεύσιμον, Schol.
ἀνυπέρβλητον. Vgl. Cho. 1030
οὐκ
ἐρῶ
τὴν
ζημίαν·
τόξῳ
γὰρ
οὔτις
πημάτων
προσίξεται (Schol.
τοσαύτη
γάρ
ἐστιν
ὡς
μηδὲ
τοξότην
ἐφι-
κέσθαι
τοῦ
μήκους).
483.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-290
ὁμαίμοις
σέθεν wie Eum. 608
ὅμαιμος
φωτός.
484.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-291
διὰ
μάχης
τέλους wie sonst
διὰ
μάχης
ἐλθεῖν
τινι, vgl. zu
τὸν
πᾶσι
θεοῖς
δι'
ἀπεχθείας
ἐλθόντα Prom. 121.
τέλος von der Ent- scheidung des Kampfes wie Cho. 873, Sieb. 148.
485.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-292
ἀνάλωμα, das zu bringende Opfer.
486.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-293
Vgl. Eur. Heraklid. 165
κακὸν
λόγον
κτήσῃ
πρὸς
ἀστῶν,
εἰ
γέροντος
εἵνεκα
εἰς
ἄντλον
ἐμβήσῃ
πόδα (vorausgeht
τί
δῆτα
φήσεις . .
τί
φυσιασθεὶς
πόλεμον
Αργείοις
ἔχειν;).
452.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-294
S. oben zu 451f.,,Und da Verlust von Geld und Gut wieder ausgeglichen, eine Kränkung wie- der gut gemacht, vergossenes Blut aber nicht ersetzt werden kann, ist um so mehr und um jeden Preis das Vergießen von Verwandtenblut zu verhüten." Der Gedanke,,jeder andere Schaden läßt sich wieder gutmachen, vergossenes Blut aber ist unersetzlich" kehrt bei Äschylos öfters wieder, Ag. 990 ff., Cho. 59 ff., 518f., Eum. 648ff. Vgl. Eur. Hik. 775f. — Mit
ἐκ
δόμων
πορθουμένων vgl. Pers. 453
ἐκ
νεῶν
φθαρέντες, Eur. Fragm. 736, 6
ὅταν
τις
ἐκ
δόμων
ἀνὴρ
θάνῃ.
453.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-295
Der Vers (,,Verderben in das Schiff einladend und das Schiff hoch anfüllend mit der Ladung") fügt sich nicht in die Konstruktion des Satzes und ist deshalb von Dindorf ausgeschieden worden.
454.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-296
Ζεὺς
κτήσιος, dem der Haus- altar geweiht ist, ist der Hüter und Mehrer der Habe. Vgl. Ag. 1012
πολλῶν
μετὰ
δοῦλων
σταθεῖσαν
κτησίου
Διὸς
πέλας.
455.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-297
Die Zunge schießt kränkende Worte wie Pfeile auf den anderen ab. Vgl.
γλώσσῃ
ματαίους
ἐξακον-
τίζειν
λόγους Fragm. Adesp. 529.
μὴ
τὰ
καίρια,
τὰ
ἄκαιρα. Die Änderung von Blaydes
τοξεύσασ᾽
ἃ
μή'
στι
καίρια erscheint als un- nötig.
456.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-298
An die Stelle von
θέλξειεν
ἂν (
γλώσσα)
μύθον
μύθῳ tritt eine wie nachdrücklichere Wendung Cho.518
τὰ
πάντα
γάρ
τις
ἐκχέας
ἀνθ'
αἵματος
ἑνός,
μάτην
ὁ
μόχθος, Sieb. 668
ἀνδροῖν
δ᾽
ὁμαίμοιν
θά-
νατος
ὧδ᾽
αὐτοκτόνος,
οὐκ
ἔστι
γῆρας
τοῦδε
τοῦ
μιάσματος. Die Erklärung des Schol.
ἀντὶ
τοῦ
γλώσσης
τοξευσάσης verrät eine äußerliche Auffassung.
457.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-299
Der Vers führt den Sinn von
μὴ
τὰ
καίρια (,, ungeeignete Worte, welche kränken und das Gemüt heftig erregen“) weiter aus, müßte also vor 456 stehen, wenn er als echt erschiene. Aber bei der Vorliebe des Äschylos für Symmetrie ist anzunehmen, daß die zwei den Gegensatz bildenden Gedanken in gleichviel Versen gegeben sind, mit 453 also auch dieser Vers fällt, wie Geel gesehen hat.
458.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-300
ὅμαιμον
αἷμα, da wie Da- naos ebenso dessen Bruder Ägyp- tos den Argivern verwandt ist. Vgl. Sieb. 668 f. (oben zu 456).
459.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-301
θύειν allgemein,
πεσεῖν
χρη-
στήρια von Schlachtopfern. Vgl. Sieb. 216
σφάγια
και
χρηστήρια
θεοῖσιν
ἔρδειν.
460.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-302
Schol.
τῆς
προσδοκωμένης
πημονῆς
ἄκη, also zur Abwendung des Unheils.
488.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-303
Schol.
ὁ
τούτου
φόβος
μέγας
ἐστὶν
ἐκ
βροτοῖς. Man könnte
ὕψι-
στον . .
σέβας erwarten.
489.
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σοῦ (für
σὺ Wellauer)
νυν (für uèv M. Schmidt): vgl. Hesych.
σοῦ·
ἴθι,
τρέχε,
ὅρμα und zu Sieb. 31. Doch könnte où uèv richtig und, wie Butler vermutet hat, nach diesem Verse ein Vers ausgefallen sein.
490.
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Wie 515 zeigt, nicht alle Zweige, sondern nur die seinigen.