608-632.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-381
zweites Epeisodion: Danaos kommt zurück und be- richtet, daß sich das Volk der Pelasger einstimmig für die Auf- nahme und die Beschützung der Danaiden entschieden habe.
630.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-395
ἄνευ
κλητῆρος: Schol.
ταῖς
χερσὶν
ἐπέκρανεν (fabte durch Handaufheben endgültigen Be- schluß),
πρὶν
εἰπεῖν
τὸν
κήρυκα
ἀράτω
τὰς
χεῖρας
ὅτῳ
ταῦτα
δοκεῖ (ein Kennzeichen ihres Eifers).
Ζη
κλητῆρος vgl.
κήρυκα
καλήτορα Hom. 2 577.
ὡς (
ώστε)
εἶναι
τόδε wie Eum. 202
ἔχρησας
ὥστε
τὸν
ξένον
μητροκτονεῖν, Soph. Phil. 901
ἔπεισεν
ὥστε
μή
μ'
ἄγειν
ναύτην
ἔτι.
637.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-396
τέρμονα
νωμῶν
πρὸς
ἄμεμπτον ist für das überlieferte
τέρμον᾽
ἀμέμπτων
πρὸς
ἅπαντα gesetzt nach Ag. 773 nav sinì
τέρμα
νωμᾷ. Zeus möge unsere Segenswünsche zu erfreulichem Ziele lenken.
631-632.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-397
,,Soweit ist die Sache gut
ξενίου,
ἱκέσιος
ἱκεσίου. Vgl.
ξενικόν abgelaufen: das Volk hat sich durch die geschickten Wendungen der Rede (des Königs) überreden lassen; möge nunmehr Zeus alles zu gutem Ende führen" (
ἐπικράναι für Enéngavev Dindorf, Hermann
κράνειεν).
εὐπιθεῖς aktivisch wie Ag. 286
ὀνείρων
φάσματ᾽
εὐπιθῆ
κ. a. Ohne Not Bothe sunions. Der Ge- danke
δημηγόρους..
εὐπιθεῖς
στροφάς kennzeichnet ebenso wie V. 783 das Interesse für eine wohlgesetzte Rede, das Interesse für Rhetorik vor dem Aufkommen der rhetorischen Theorie.
ἐπικράναι wie
ἀπο-
τρолý
ν
Рers. 220; wegen der Optativ- form vgl.
κενώσαι 668,
αἱματίσαι 670. Danaos steigt während des folgen- den Chorgesangs auf den Altar, um nach der Seeseite zu spähen (vgl. 721).
633-637.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-398
Während der xoqv- qatos dieses anapästische System rezitiert, ordnet sich der Chor zu dem folgenden Stasimon in drei
o
τoiyoi (zu 638). Vgl. Eum. 307
ἄγε
δὴ
καὶ
χορὸν
ἅψωμεν
κτέ.
633.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-399
ἐπί: vgl.
ἐπ' (zu Ehren)
ἀνδρὶ
θείῳ Ag. 1547,
τοιόνδ᾽
ἐπ᾿
ἀνδρὶ
κομπάζεις
λόγον ebd. 1399.
634.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-400
ἀγαθὰς
ἀγαθῶν wie im folgenden Vers
ξένιος
ξενίου, eine bei Dichtern beliebte Zusammen- stellung, vgl. zu Prom. 19. Toivás, Schol. &uoißás (als Lohn, zur Ver- geltung). Vgl. Pind. Pyth. 1, 59
ποινὰν
τεθρίππων, Nem.1, 70
ἡσυχίαν
καμάτων
μεγάλων
ποινάν.
635-636.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-401
ἐφορεύοι (vgl. 685)..
ἐπ'
ἀληθείᾳ, er möge auf unsere Segenswünsche achten und sorgen, daß sie sich erfüllen.
ξένιος
638-717.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-402
zweites Stasimon: ,,Möge Argos verschont bleiben von Krieg, Hungersnot und inneren Unruhen, damit nicht die Blüte der Jugend hingerafft werde; der kluge Rat der Alten zusammen mit dem Wirken treuer Leiter des Volkes soll die bürgerliche Ein- tracht wahren. Möge Kindersegen dem Lande zuteil werden und nicht Pest und Krankheit das Land ent- völkern, Mögen die Feldfrüchte gedeihen und die Herden sich reichen Nachwuchses erfreuen, da- mit mit dem Wohlstande die Pflege der Musen das Land beglücke. Eine weise Regierung wahre im Innern das Recht und sei nach außen gerecht und freundlich ge- sinnt. Möge Gottesfurcht im Lande herrschen und Vater und Mutter geehrt werden, damit die drei Hauptgebote (Ehre die Götter, die Gesetze, die Eltern) erfüllt werden." Der Inhalt (1. Friede und Eintracht. 2. Gesundheit und Wohlstand des Volkes. 3. Geistige und sittliche Güter), welcher an die Segens- wünsche für Athen Eum. 917 ff. (Wachstum und Gedeihen der Früchte und Herden; Gesundheit des Volkes und bürgerliche Ein- tracht; Wohlwollen und Segen der Götter) und auch an Hes. W. u. T. 225-237 erinnert, gilt mehr den Zuhörern im Theater als den Argivern. Die drei ersten Strophen- paare schließen mit einer Partie, welche das gleiche Versmaß auf- weist: Diese rhythmischen Ephymnien (zu 134) lassen schließen, daß die ersten Teile dieser drei Strophen- paare von den drei
στοῖχοι des Chors, die Ephymnien und das vierte Strophenpaar von dem Ge- samtchor vorgetragen wurden. nunc cum
638.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-403
νῦν
ὅτε wie Sieb. 692 d. i.
νῦν
ἔστιν
ὅτε, jetzt ist der Augen- blick gekommen wo, maxime. Vgl. Plaut. Rud. 664 nunc id est, quom omnium copiarum viduitas tenet. nos Die Er- klärung des Schol.
ὅτε
ἀντὶ
τοῦ
εἴποτε gibt nur den Sinn richtig wieder:
εἴ
ποτε (
πρότερον),
καὶ
νῦν.
640.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-404
Schol.
χεούσης
ἐμοῦ
εὐκταῖα
γένει
ἤτοι
τῷ <
δε >
γένει. -
γένει wie
γένος 207.
Ζυ
χεούσης (aus- strömen, voll ertönen lassen) vgl. Sieb. 73
Ελλάδος
φθόγγον
χέουσαν, Hom.
Τ 521
χέει
πολυηχέα
φωνήν.
641-642.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-405
πυρίφατον (Schol.
πυρὶ
ἀναλωθεῖσαν) steht prädikativ zu
τάνδε
Πελασγίαν. Vgl. Cho. 1058
ἐλεύθερόν
σε
τῶνδε
πημάτων
κτίσει, Eum. 716
χρησμούς . .
ἀκαρπώτους
κτίσαι.
τάνδε
Πελασγίαν für
τὰν
Πελασγίαν
πόλιν Klausen.
Πελασγία wie Prom. 886 von Argos, dessen Bewohner nach 259
Πελασγοί heißen.
643-644.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-406
τὸν
ἀχόρων (für
ἄχορον)
βοᾶν
μάχλον
Αρη (Subjekt zu
κτίσαι), der dem Geschrei, das nicht zu Reigen einlädt, wollüstig frönende Ares. Vgl. 689, Eur. Phoen. 784
ὦ
πολύμοχθος
Αρης..
οὐκ
ἐπὶ
καλλι-
χόροις
στεφάνοισι
νεάνιδος
ὥρας . .
λωτοῦ
κατὰ
πνεύματα
μέλπῃ
μοῦσαν
ἐν
ᾧ
χάριτες
χοροποιοί.
βοᾶν
μάχλον wie
φόνου
μαργῶντα Eur. Herc. 1005. —
κτίσαι braucht Aschy- los für das prosaische
ποιῆσαι. nicht
645-646.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-407
ἀρότοις
ἐν
ἄλλοις, auf dem Ackerfelde gewöhnlichen werden nicht Ähren, sondern Menschen gemäht. Ares ist ein Schnitter anderer Art.-
θερίζοντα: vgl.
βίον
θερίζειν
ὥστε
κάρπιμον
στάχυν, Hor. epist. II 2, 178 metit Orcus grandia cum parvis. Vielleicht hat es
εναίμοις für
ἐν
ἄλλοις ge- heißen, da es Äschylos liebt dem bildlichen Ausdruck ein das Bild aufhebendes Epitheton beizugeben. Vgl. zu
κῦμα
χερσαῖον
στρατοῦ Sieb. 65.
649.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-408
αἰδοῦνται wie 366: zu 198.
650.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-409
ποίμναν, Schol.
τὴν
ἡμῶν
σύστασιν.—
ἀμέγαρτον, Schol.
ἀφθό-
νητον (bejammernswert)
διὰ
τὸ
ἀτελές, vielmehr wegen der Ver- folgung.
651.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-410
652-653.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-411
ἀτιμώσαντες
ἕδραν (für
ἔριν Stadtmüller)
γυναικῶν, nicht achtend das (durch den Sitz am Altare zu- erkennengegebene) Flehen der Jungfrauen. Vgl. Soph.
Ο.
Τ. 13
δυσάλγητος
γὰρ
ἂν
εἴην
τοιάνδε
μὴ
οὐ
κατοικτείρων
ἕδραν.
654-655.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-412
Δῖον
πράκτορ᾽
ἐπίσκοπον (so Paley für
πράκτορά
τε
σκοπόν), den von Zeus bestellten ahndenden Rächer, d. i. den Alastor (nach 419f.). —
ἐπίσκοπον: zu 1. Reinh Michaelis vermutet
πράκτορ᾽
ἀρᾶς
σκοπόν.
656-657.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-413
τίς für
οὔτις Burges. But- ler vermutet
δυσπόλεμον
τὸν
οὔτις, Meineke und Oberdick
δυσπάλαμον
τὸν
οὔτις, vgl. Hesych.
δυσπάλαμον·
δυσχερές,
κακότεχνον,
Εum. 849
θεῶν
δυσπάλαμοι . .
δόλοι.
657.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-414
ἔχων . .
ἰαίνοιτο (so Weil für
ἔχοι ..
μιαίνοντα): vgl. Hom.
ζ 155
μάλα
που
σφισι
θυμὸς
αἰὲν
ευφροσύνῃσιν
ἰαίνεται, Hesych.
ἰαίνομαι·
εὐφραίνομαι. Wegen der Vorstellung
ἐπ'
ὀρόφων
ἔχων vgl. 419f., doch bemerkt der Schol. richtig:
ἐφιζάνει
γὰρ
βαρὺς
καὶ
ἐρείπει
τὸν
οἶκον.
660.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-415
ἄζονται,
αἰδοῦνται,
σέβονται, vgl. Hesych.
άζεσθαι·
σέβεσθαι, Eum. 1003.
γάρ:
οὐδὲ
μετ᾿
ἀρσένων
ψῆφον
ἔθεντο wird begründet.
662-663.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-416
τοιγάρτοι bedeutet wie
τοιγάρ (664) zum Lohne, zur Strafe dafür".
καθαροῖσι enthält das Hauptgewicht des Gedankens: drum werden ihnen die Altäre nicht befleckt werden (wird keine Schuld auf ihrer Stadt ruhen)". Vgl.
διπλοῦν
μίασμα 627.
ἀρέσονται (sich gnädig machen) wie Xen. Mem. IV 3, 16
ἱεροῖς
θεοὺς
ἀρέσκεσθαι.
664-665.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-417
ὑπόσκιον
στόμα bezeichnet den Mund des Schutzflehenden, dem die Heiligkeit seiner Zweige besondere Achtung zuwendet. Wenn auch nach 515f. die Zweige auf dem Götteraltare zurück- gelassen sind, stehen die Danaiden doch noch unter der Wirkung der- selben, wie wenn sie sie in Händen hielten und damit den Mund be- schatteten. Ähnlich ist
ἀφύλλου
στόματος
ἐξάπτων
λιτάς Eur. Or. 383 von den Bitten gesagt, welche aus dem Mund eines Schutzflehenden kommen, der keine Zweige trägt (Hesych.
ἀφύλλου
στόματος·
ἄνευ
ἱκετηρίας).
ποτάσθω wie
βοὰ
ποτᾶται Sieb. 84.
666.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-418
φιλότιμος
εὐχή ist das Ge- bet, welches Segen erfleht. Vgl. 636.
667.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-419
λιμὸς für
λοιμός Schütz, da von der Pest in 686ff. die Rede ist.
669.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-420
στάσις ist von Bamberger ergänzt nach Pers. 717
τίνι
τρόπῳ;
λοιμοῦ
τις
ἦλθε
σκηπτὸς
ἢ
στάσις
πόλει;
Εum. 977
τὴν
δ᾽
ἄπληστον
κακῶν
μήποτ'
ἐν
πόλει
στάσιν
τᾷδ᾽
ἐπεύχομαι
βρέμειν. Heath ergänzt
ἔρις.
670.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-421
πτώμασιν: Phrynich.
πτῶμα
ἐπὶ
νεκροῦ
τιθέασιν
οἱ
νῦν,
οἱ
δ᾽
ἀρχαῖοι
οὐχ
οὕτως,
ἀλλὰ
πτώ-
ματα
νεκρῶν
ἢ
οἴκων. Hier wird
πτώμασιν durch
ἐπιχωρίοις be- stimmt:,,durch einheimische Todes- fälle", d. i. durch den Fall von Bürgern".
672-673.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-422
Αφροδίτας
εὐνάτωρ nach Hom. 267 ff. Ares möge seiner Liebe zu Aphrodite eingedenk die Blüte der Jugend verschonen, da- mit nicht durch deren Vernichtung die Werke der Kypris vereitelt werden.
βροτολοιγός das Home- rische Epitheton.
674.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-423
κέρσειεν wie
κερσάμενος Pers. 955; dagegen
ἐπέκειρεν und
ἐκειράμην Pers. 922, Cho. 171, 188,
ἄωτον in der nachhomerischen Bedeutung, welche das Wort bei lyrischen Pindar und anderen Dichtern hat das Schönste und Beste“ (
ἄνθος
ἥβης).
675.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-424
Und die Hallen der Alten mögen sich füllen mit greisen Be- ratern."
Θυμέλη bedeutet Opfer- stätte, Tempel und überhaupt einen geweihten Raum, vgl. Eur. Hik. 64
δεξιπύρους
θεῶν
θυμέλας,
Εl. 713
θυμέλαι
δ᾽
ἐπίτναντο
χρυσήλατοι, Iph.
Α. 152
Κυκλώπων
θυμέλας.
προβούλοις ist von Hermann dem Sinne entsprechend ergänzt für
γεμόντων, welches als Erklärung des folgenden
φλεόντων, wie Her- mann
φλεγόντων verbessert hat, in den Text gekommen ist. Vgl. Hesych.
φλεῖ·
γέμει. Der Dativ bei
φλεόντων wie öfters bei
πληροῦσθαι,
πίμπλασθαι.
678.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-425
679.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-426
σεβόντων (
αὐτῶν) gehört zu
πόλις.
680.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-427
τὸν
ὑπερτάτως (so nach dem Schol.
τῶν
γερόντων
σεβόντων
τὸν
Δία
τον
ξένιον
ὑπερτάτως
Η. L. Ahrens), den Hort des Gast- rechts aber vor allem".
681.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-428
πολιῷ
νόμῳ, nach dem Ge- setze, von welchem es Soph. Ant. 456 heißt:
οὐ
γάρ
τι
κἀχθές,
ἀλλ᾽
ἀεί
ποτε
ζῇ
ταῦτα (nämlich
ἄγραπταedle Mit
682.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-429
,,Wir flehen, daß andere treue Hüter des Landes immerdar auftreten und daß Artemis die Ge- burten der Frauen behüte." Um Bürgerkrieg zu verhindern sind außer dem Rate der Alten Berater des Volkes nötig.
Αρτεμιν . .
ἐφορεύειν wird zu dem eigentlichen Zusammenhang (Ge- deihen und Mehrung des Volkes) zurückgelenkt. Gewöhnlich schreibt man mit Erfurdt
δὲ
φόρους (in dem Sinne von fetus), aber die Beziehung von
ἐφόρους auf
ἐφορεύειν scheint die überlieferte Lesart zu schützen, nur darf man unter
ἐφόρους nicht mit dem Schol.
βασιλεῖς verstehen. Vgl. Soph.
Ο.
Κ. 145
ὦ
τῆσδ᾽
ἔφοροι
χώρας.
684.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-430
Αρτεμις
ἑκάτη: die Mond- göttin galt als Geburtshelferin, wie sie besonders in Attika zu Brauron verehrt wurde. Als solche wurde Artemis auch mit
Ειλείθυια identi fiziert. Ebenso war Hekate
κουροτρόφος (Hes. Theog. 450). Das Beiwort
ἑκάτη hat die gleiche Be- deutung wie
τόξων
μεδέουσαν Eur. Hipp. 166
τὴν
δ᾽
εὔλοχον
οὐρανίαν
τόξων
μεδέουσαν
αύτουν "
Αρτεμιν, denn nach dem Schol. zu dieser Stelle hieß es von der Frau, die in den Wehen starb, die Geschosse der erzürnten Artemis hätten sie getroffen.
686.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-431
Da bereits 641 ff. vom Kriege die Rede gewesen ist und nachher sich die Bitte anschließt, daß die Bürger von Krankheiten verschont bleiben, so wird unter dem,,Unheil, wo Menschen sterben" die Pest, unter dem dritten (644, 673, 690) Ares jener Ares zu ver- stehen sein, von dem es Soph. O.
Τ. 190 heißt: "
Αρεα
τον
μαλερόν,
ὃς
νῦν
ἄχαλκος
ἀσπίδων
φλέγει
με
περιβόητος. Dem Ausdruck
περι-
βόητος entspricht hier
βοὰν
ἔνδημον
ἐξοπλίζων: dieser Ares ist auch von Geschrei umtönt, aber nicht von Kampf-, sondern von Jammer- geschrei. Besonders bezeichnend ist für die Pest
δακρυογόνον. Der Ausdruck
ἐξοπλίζων ist gewählt wegen des Bezugs auf den eigent- lichen Ares, vgl. 710. Das Auf- hören von Musik und Tanz hat jener mit diesem Ares gemein (643). Krieg und Pest ist nach Ag. 647 die Doppelgeißel, welche Ares liebt"..
βοάν: Schol.
τὴν
ἐπὶ
τοῖς
ἀπολωλόσι
βοήν.
692-693.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-432
ἀπό, Schol.
ἄποθεν (
ἄπωθεν): ,,Der Schwarm der Krankheiten soll sich fernhalten vom Haupte der Bürger “;
ίζοι wie ein Schwarm Bienen oder Wespen. Vgl. Hor. carm. I 3, 30 nova febrium terris incubuit cohors.
694-695.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-433
Απόλλων
Λύκειος hatte in Argos als Schutzgott des Landes den ansehnlichsten unter den Tem- peln in der Stadt (Paus. II 19, 3) an der
ἀγορὰ
Λύκειος (Soph.
Εl. 7). Als
Παιάν (
ἀλεξίκακος,
ἀκέσιος) ist Apollon Heilgott. Gegen die Pest wird er auch Soph. O. T. 203 an- gerufen. Er ist
κουροτρόφος, wes- halb ihm wer in das Mannesalter eintrat die abgeschnittene Jugend- locke weihte.
νεολαία (iuventus) wie Pers. 673, wahrscheinlich auch Eur. Alk. 103 (
νεολαίας Blomfield).
696.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-434
Zeus möge bewirken, daß die Erde die Früchte, die sie in jeder Jahreszeit trägt, zu voller Reife bringe. Die gleiche Zu- sammenstellung Soph. O. T. 26f., 171f., 269f., Herod. III 65, VI 139 und Aschin. III 111 in dem Fluch gegen die Übertreter der Amphik- tyonischen Satzungen:
ἐπεύχεται
αὐτοῖς
μήτε
γῆν
καρποὺς
φέρειν
μήτε
γυναῖκας
τέκνα
τίκτειν
γονεῦσιν
ἐσικότα
ἀλλὰ
τέρατα (vgl. Hes. W.
κ.
Τ. 235)
μήτε
βοσκήματα
κατὰ
φύσιν
γονὰς
ποιεῖσθαι.
699.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-435
πρόνομα
βοτά (
πρόβατα, Weidevieh) stehen im Gegensatz zu den
ὀπισθονόμοι
βόες Herod. IV 183).
βοτὰ
τοῖς (gesetzt für
βρό-
τατος),
βοτὰ
αὐτοῖς wie
τῶν 836, Sieb. 179. Bergk vermutet
πρόνομα
δ᾽
ὀβρικάλοις.
700.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-436
πολύγονα: vgl.
Εum. 945
μῆλά
τ'
εὐθενοῦντα
Πάν
ξὺν
διπλοῖσιν
ἐμβρύοις
τρέφοι
χρόνῳ
τεταγμένῳ. - Das epische
τελέθειν findet sich auch bei Pindar und Eur. Med. 1096.
701.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-437
Und allen Gewinn (Segen) mögen sie von Seite der Götter ernten."
Ζη
ἄλφοιεν (gesetzt für Zu
λάθοιεν,
Dindorf
λάχοιεν) vgl.Hesych.
ἄλφοι·
εὕροι. Das epische
Αλφάνειν kommt auch bei Euripides vor (Med. 297, Fragm. 326).
702-703.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-438
εὐφήμοις
ἐπὶ
κώμοις (80 Geel für Bouois): vgl. Hom. Hymn.
ΙΙΙ 480
φέρειν
ἐς
δαῖτα
θάλειαν
καὶ
χορὸν
ἱμερόεντα
καὶ
ἐς
φιλοκυδέα
κῶμον
εὐφροσύνην
νυκτός
τε
καὶ
ἤματος, Aristoph. Thesm. 104
τίνι
δαιμόνων
ὁ
κώμος; 989
κώμοις
φιλοχόροισι, Eur. Bakch. 1167
κὤμον
εὐίου
Θεοῦ, Zu solchen Festes- feiern der Götter sollen die Sänger ihr Lied ertönen lassen.
μοῦσαν
τίθεσθαι umschreibt wie
ἀοιδὴν
τίθεσθαι ein Verbum wie
ᾄδειν · (
μέλπειν). Die Form
θείατο wie 762, Pers. 454
ἐξοισοίατο.
704-705.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-439
,, Aus jungfräulichem Munde ströme saitenfroher Gesang." Mit
ἁγνῶν vgl. Ag. 256
ἁγνᾷ
δ'
ἀταύρω-
τος
αὐδᾷ
παιᾶνα
φίλως
ἐτίμα (nämlich Iphigenie). Der Dich- ter scheint an Jungfrauenchöre (
παρθένεια)
τη denken. Vgl. Plut. Mor. 1136 F
πολλὰ
Δώρια
παρθένεια
Αλκμάνι
καὶ
Πινδάρῳ
καὶ
Σιμωνίδη
καὶ
Βακχυλίδῃ
πεποίηται. Mit
φιλοφόρμιγξ wird zum vorher er- wähnten Gesang die Musik hinzu- gefügt. Vgl.
ἀναξιφόρμιγγες
ὕμνοιPind.
Οl.
Ι 1,
ποικιλοφόρμιγγος
ἀοιδᾶς ebd. IV 2.
706-707.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-440
Dem Gesange des Gesamt- chors sind die Wünsche inbetreff der höchsten Güter vorbehalten.
φυλάσσοι
δ'
εὖ
τ'
ἔταισι (für
φ.
τ'
ἀτιμίας) . .
κρατύνει: „,Den Volks- genossen möge die öffentliche Ge- walt, welche den Staat regiert, ihre Vorrechte sorgfältig wahren." Bergk vermutet
φυλάσσοι
ταπιτίμι
ἀστοῖς.
ἔταισι im Gegensatz
τα
ξένοισι (709) hiers. v. a.
πολίταις. Vgl. zu 253. Der Gedanke (Schol.
ἀμετακίνητοι
εἶεν
αὐτοῖς
αἱ
τιμαί) kennzeichnet den aristokratischen und konservativen Standpunkt des Dichters.
708.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-441
προμαθίς (für
προμαθείς Hermann) ist gebildet wie der Frauenname
Πρόμηθις Anth. Pal. XIII 27, 5. Als Fem. steht
προ-
μηθής Soph.
Εl. 1078. —
εὐκοινόμητις (nur hier), auf das Gemeinwohl wohl bedacht. Vgl.
εὐφιλόπαις Ag. 722.
ἂν
709.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-442
,,Den Fremden mögen sie (
οἱ
ἄρχοντες ergänzt sich aus
ἀρχά), ehe sie zu den Waffen greifen, in Vertragstreue ohne Blutvergießen rechtlichen Austrag von Streit- sachen gewähren." Vgl. Harpokr.
σύμβολα·
τὰς
συνθήκας,
ἃς
ἀλλήλαις
αἱ
πόλεις
θέμεναι
τάττωσι
τοῖς
πολίταις
ὥστε
διδόναι
καὶ
λαμβάνειν
τὰ
δίκαια pacta con- venta) und die Ausdrücke
αἱ
ἀπὸ
συμβόλων
δίκαι,
ἀπὸ
συμβόλων
δικάζειν, dazu die Bündnisformel Thuk. IV 118
δίκας
τε
διδόναι
ὑμᾶς
τε
ἡμῖν
καὶ
ἡμᾶς
ὑμῖν
κατὰ
τὰ
πάτρια,
τὰ
ἀμφίλογα
δίκη
διαλύοντας
ἄνευ
πολέμου, Herod. VI 42. Diese Empfehlung vertragstreuen Ver- fahrens gegen andere Volksstämme steht der Verabscheuung blutigen Eroberungskrieges Ag. 463 ff, würdig zur Seite. Kruse erblickt darin eine Anspielung auf die kurz vor 01.80 seitens der Argiver erfolgte Rückgabe des Heiligtums Nemea an die Kleonäer. Doch finden sich ähnliche Gedanken schon Hes. W. u. T. 225
οἳ
δὲ
δίκας
ξείνοισι
καὶ
ἐνδήμοισι
διδοῦσιν
ἐθείας
καὶ
μή
τι
παρεκβαίνουσι
δικαίου,
τοῖσι
τέθηλε
πόλις,
λαοὶ
δ᾽
ἀνθεῦσιν
ἐν
αὐτῇ
κτέ. von