Sophocles Philoctetes 939

ed. Lewis Campbell

ἀνακλαίομαι παροῦσι τοῖς εἰωθόσιν,

Philoctetes. Sophocles. ed. Lewis Campbell. Oxford. 1879.

Current edition Experimental

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Editions (1)
Greek (F. Storr, 1912) (OCR draft) Experimental (Greek (F. Storr, 1912)) — 865-1080 focus
Translations (2)
German (J. J. C. Donner, 1875; OCR review) (OCR draft) Experimental (German (J. J. C. Donner, 1875; OCR review)) — 927 focus
Du Feuerbrand, du Grauen, du feindseliges
Gewebe falscher Trügerei, wie thust du mir,
Wie hast du mich betrogen, und erröthest nicht,
Mich Schuzbefohl'nen, Fleh'nden anzuseh'n, o Schalk?
900
Den Bogen raubend, raubtest du mein Leben mir.
Ach gib, ich flehe, gib mir ihn zurück, o Kind;
Bei deiner Ahnen Göttern, nimm mein Leben nicht!
Weh, wehe! Nicht mit einem Laut entgegnet er:
Nein, wie ihn nie zu lassen, blickt der Arge weg.
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Ihr Buchten dort, ihr schroffen Felsabhänge, du
Bergwild, Genosse meines Grams, ihr Klippen hier,
Euch klag' ich keinem Andern ja vermag ich es,
Ihr seid zugegen, hört mich stets in meinem Leid
Euch klag' ich, euch, was mir Achilleus' Sohn gethan:
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Führt mich nach Troja, der mich heimzuführen schwur,
Gibt mir die Hand zum Pfande, raubt das heilige
Geschoß, Herakles' Bogen, mir, des Sohns von Zeus,
Und will zur Schau mich stellen vor Achäa's Heer!
Wie einen Starken führt er mit Gewalt mich fort,
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Nicht ahnend, daß er Luftgebild' und Leiche schlägt,
Des Rauches Schatten. Hätt' ich Kraft, er sing mich nie;
Denn auch den Kraftberaubten fing er nur mit List.
Nun - so betrogen, was beginn' ich Armer nun?
Gib mir zurück ihn, werde wieder, der du warst!
920
Was ist's? Du schweigst. Ich bin vernichtet, wehe mir!
Du Fels mit deinem Doppelthor, ich schleiche nun
Nackt, ohne Nahrung, wiederum zu dir zurück;
Einsam verschmachten werd' ich hier in dieser Kluft,
Und kein beschwingter Vogel noch des Berges Wild
925
Erliegt von diesen Pfeilen mehr; selbst werd' ich todt
Ein Mahl für jene, deren Fleisch mich sättigte,
Und, die zuvor ich jagte, jagen nun mich selbst.
Mit meinem Tode büß' ich Armer ihren Tod
Durch diesen, der kein Böses mir zu kennen schien.
930
Noch lebe, stirb nicht, eh' ich weiß, ob etwa noch
Dein Sinn sich wendet; anders stirb des Bösen Tod!
English (Sir Richard Jebb, 1904) (OCR draft) Experimental (English (Sir Richard Jebb, 1904)) — 865-1080 focus

Commentary

Commentary (Lewis Campbell, 1879) (OCR draft) (Commentary (Lewis Campbell, 1879)) focus

927-962. mvp-comment-652-1 In this passionate outburst Philoctetes first reproaches Neoptolemus, then appeals to his feelings of honour and compassion, then meekly supplicates him. Then (934), when Neoptolemus turns away to hide the impression thus made on him, Philoctetes, thinking him obdurate, complains to the unconscious companions of his solitude. His speech insensibly returns to Neoptolemus, with whom he again pleads, first indirectly, then with one brief direct appeal (l.950). When this is answered by silence, he yields to despair, and turns his face and his complaint towards the lonesome cave. Once more (961) his mind reverts to him who has been so cruel, but had seemed so guileless, and before cursing him, he waits to know whether Neoptolemus will even yet repent.

939. mvp-comment-659-1 ἀνακλαίομαι] 'I complain in my own behalf.' Such is the force of the middle voice. Cp. Antiphon, 119, 24, ἀποστερούμενος δὲ ὑπ᾿ αὐτῶν μηδὲ τὰς παρούσας ἀτυχίας ἀνακλαύσασθαι πρὸς ὑμᾶς, ἀπορῶ εἰς ἥντινα ἄλλην σωτηρίαν χρή με καταφυγεῖν, Trach. 153. εἰωθόσιν] Sc. παρεῖναι.