Elektra.
Erröthen muß ich, Frauen, schein' ich euch zu sehr
Von meines Jammers Uebermaß bewältiget.
Doch weil Gewaltthat also mich zu handeln zwingt,
Vergebt mir: denn wie möchte wohl ein edles Weib
Des Hauses Unglück sehen und nicht also thun?
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Und dieses muß ich jeden Tag und jede Nacht
In neuer Fülle mehr erblüh'n als welken sehn.
Mir wird von meiner Mutter, ihr, die mich gebar,
Gelohnt mit bitterm Hasse nur; im eignen Haus
Wohn' ich mit ihnen, die den Vater mordeten,
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Zusammen, ihnen unterthan, und sie allein
Bestimmen, ob ich darben, ob empfangen soll.
Und welche Tage glaubet ihr, verleb' ich wohl,
Wenn ich Aegisthos sizen seh' auf jenem Thron,
Dem Thron des Vaters, sehe mit Gewanden ihn,
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Die dieser trug, bekleidet, und am Hausaltar
Trankopfer spenden, wo er ihn ermordete?
Und wenn ich dann der Frevel höchsten sehen muß,
Im Lager meines Vaters ihn, den Mörder selbst,
Mit meiner Unglücksmutter, darf ich Mutter noch
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Die Freche nennen, die mit ihm das Lager theilt,
Die sonder Scham dem fluchbeladnen Manne sich
Verband, von keiner Rachegöttin Zorn geschreckt,
Nein, wie zum Hohne dessen, was sie frevelte,
Bei jenes Tages Wiederkehr, an welchem einst
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Sie meinen Vater tückevoll gemordet hat,
Festreigentänze feiert und den rettenden
Gottheiten Lämmer jeden Mond als Opfer weiht.