Sophocles Electra 567

ed. Lewis Campbell

παίζων κατ᾿ ἄλσος ἐξεκίνησεν ποδοῖν

Electra. Sophocles. ed. Lewis Campbell. Oxford. 1879.

Current edition Experimental

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Editions (1)
Greek (F. Storr, 1912) (OCR draft) Experimental (Greek (F. Storr, 1912)) — 516-822 focus
Translations (2)
German (J. J. C. Donner, 1875; OCR review) (OCR draft) Experimental (German (J. J. C. Donner, 1875; OCR review)) — 558 focus
Wohlan, so red' ich. Du bekennst des Vaters Mord.
Wo gibt's ein grauenvoll'res Wort, als dieses ist,
Du möchtest Recht thun oder nicht? Doch sag' ich dir,
Es war ein Unrecht, dieser Mord! Dich hat verlockt,
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Beschwazt der Frevler, dem du jezt als Weib gehörst.
Frag' Artemis, die Jägerin, um welche Schuld
Sie zürnend aller Winde Macht in Aulis band.
Nein, sag' ich's selbst; denn sie zu fragen ziemt sich nicht.
Mein Vater (also ward mir kund) erging sich einst
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Im Hain der Göttin und erjagt' in raschem Lauf
Den bunten hochgehörnten Hirsch, und als er ihn
Erlegt, entfiel ihm prahlerisch ein stolzes Wort.
Drob zürnte Leto's Tochter ihm und hielt zurück 1
Das Heer Achäa's, bis der Vater als Ersaz
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Des Wildes ihr die eigne Tochter opferte.
So wurde sie das Opfer; Nichts vermochte sonst
Heimwärts das Heer zu fördern oder Troja zu.
Hiefür, nach vielem Sträuben und gezwungen, gab
Er sie zum Opfer, aber für Menelaos nicht.
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Doch wenn er denn nun red' ich auch in deinem Sinn -
Um ihm zu helfen, solches that: verdient' er wohl
Deßhalb den Tod von deiner Hand? Nach welchem Recht?
Bedenke, wenn du dies Gesez den Menschen gibst,
Ob du dir selbst nicht herbes Leid und Reue schaffst.
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Denn wenn der Mord des Einen büßt des Andern Mord,
Stirbst du zuerst wohl, wenn es nach dem Rechte geht.
Doch siehe nur: welch eitlen Vorwand schaffst du dir!
Denn sage, (wenn es dir gefällt) warum du jezt
Der grauenvollsten Thaten dich erkühnen magst,
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Du, die des Mörders Lager theilt, mit welchem du
Verbunden meinen Vater mir vordem erschlugst,
Mit dem du Kinder zeugest, und die ächten, einst 2
Aus ächter Eh' entspross'nen, ausgetrieben hast.
Wie könnt' ich dieses loben? Oder wirst du hier
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Auch sagen, daß du Rache für die Tochter nahmst?
Schmach, es nur zu sagen! Denn nie ziemt es sich,
Der Tochter wegen einem Feind sich anzutrau'n.
Doch dich zurechtzuweisen ist mir nicht vergönnt;
Denn tausendfältig russt du, daß wir ungescheut
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Die Mutter lästern; freilich dünkt es mich, du seist
Viel mehr die Herrin, als die Mutter, gegen uns:
In solcher Mühsal leb' ich, so durch deine Schuld
Und deines Buhlen duld' ich stets vielfache Noth.
So schleppt Orestes, deinen Händen kaum entfloh'n,
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Auswärts in Jammer ein verlor'nes Leben hin,
Er, welchen ich dir, wie du mich schon oft gezieh'n,
Als Rachegeist erziehe: traun, vermöcht' ich das,
Ich thät' es, sei versichert! So verrufe mich
Vor aller Welt denn immerhin als arggesinnt,
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Als zungenfrech, als ledig alles Schamgefühls.
Denn wenn ich dieser Laster wohlerfahren bin,
Gereich' ich deinem Stamme doch zur Schande nicht.
English (Sir Richard Jebb, 1904) (OCR draft) Experimental (English (Sir Richard Jebb, 1904)) — 516-820 focus

Commentary

Commentary (Lewis Campbell, 1879) (OCR draft) (Commentary (Lewis Campbell, 1879)) focus

566-569. mvp-comment-254-1 Electra's point is that Agamemnon's fault which provoked Artemis was a light and all but involuntary offence.

567. mvp-comment-255-1 ἐξεκίνησεν ποδοῖν] ‘Startled by his tread.' The language is softened so as to convey the impression that Agamemnon put up the stag accidentally.