Sophocles Ajax 302

ed. Lewis Campbell

λόγους ἀνέσπα, τοὺς μὲν ᾿Ατρειδῶν κάτα,

Ajax. Sophocles. ed. Lewis Campbell. Oxford. 1879.

Current edition Experimental

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Editions (3)
Αἴας μαστιγοφόρος First1KGreek (Sophocles. Sophoclis Aiax. Lobeck Christian, editor. Berlin: Weidmann, 1866.) — 343-424 focus
Αἴας First1KGreek (Sophocles. Sophoclis Fabulae. Pearson, Alfred Chilton, editor. Oxford: Clarendon Press, 1924.) — 263-347 focus
Greek (F. Storr, 1912) (OCR draft) Experimental (Greek (F. Storr, 1912)) — 263-347 focus
Translations (2)
German (J. J. C. Donner, 1875; OCR review) (OCR draft) Experimental (German (J. J. C. Donner, 1875; OCR review)) — 284 focus
Vernehmen sollt ihr Alles, weil ihr Freunde seid.
In tiefer Nachtzeit, als die Abendleuchten schon
Erloschen waren, nahm er sein zweischneidig Schwert,
Und sann in unnüz eitlen Kampf hinauszuziehn.
Ich schelte laut und rufe: was beginnst du, Herr?
275
Was stürmst du nichtgerufen jezt ins Feld hinaus,
Wo keine Boten riefen, kein Drommetenschall
Dich weckte? Ruht im Schlummer doch das ganze Heer.
Da stimmt' er kurz das stetsgesungne Lied mir an:
Weib, des Weibervolkes Schmuck ist Schweigen mur.
280
Dies hörend, schwieg ich, und er stürmt' allein hinaus;
Doch nicht zu sagen weiß ich, was sich dort begab.
Zurückgekommen, trieb er angefesselt heim
Der Hirten Hunde, Ninder und gehörnten Raub.
Und diese köpft er, jene würgt und schlachtet er
285
Am aufgebognen Halse, die mißhandelt er
Gebunden: so wie Männer, fiel er Heerden an.
Am Ende rannt' er durch die Thür, und schwazte viel
Mit einem Schatten, schalt des Atreus Söhne, schalt
Den Sohn Laertens; oft in Lachen brach er aus,
290
Mit welcher Schmach er diese strafend heimgesucht.
Nach diesem rannt' er wiederum in's Haus zurück,
Und kehrte mühsam endlich zur Besonnenheit.
Und als er voll von Gräuel sein Gemach erblickt,
Da schlug er brüllend sich das Haupt, und stürzte sich
295
Auf todter Widder blutumströmte Trümmer hin,
Und krallt' in seine Locken wild die Nägel ein.
Und also saß er ohne Laut geraume Zeit:
Dann droht' er mir mit grauenvollem Wort den Tod,
Enthüll' ich ihm nicht Alles, was mit ihm geschehn,
300
Und fragte, was jezt über ihn das Loos verhängt.
Und ich in Angst, o Freunde, sagt' ihm Alles an,
Was mir von seinen Thaten kund geworden war.
Da brach er schnell in jammervolles Winseln aus,
Das ich zuvor aus seinem Munde nie gehört.
305
Denn sonst erklärt' er immer, nur des Feigen Art
Sei solche Klage, zieme nur dem schwachen Geist,
Und leise stöhnt' er, ohne lautes Wehgeschrei,
In rauhem, dumpfem Tone nur, dem Stiere gleich.
Nun sizt der Mann, in solches herbe Leid versenkt,
310
Die Speise missend, ohne Trank, in stiller Ruh
Inmitten jener Heerden, die sein Eisen traf.
Und offenbar ist's, daß er sinnt auf arge That;
Denn völlig also redet er, so jammert er.
Nun kommt, o Freunde, denn ich kam deßhalb heraus
315
In's Zelt, gewährt mir Hülfe, wenn ihr helfen könnt;
Denn Freundeswort nur überwindet solchen Sinn.
English (Sir Richard Jebb, 1904) (OCR draft) Experimental (English (Sir Richard Jebb, 1904)) — 263-346 focus

Commentary

Commentary (Lewis Campbell, 1879) (OCR draft) (Commentary (Lewis Campbell, 1879)) focus

302. mvp-comment-217-1 ἀνέσπα] «Heaved forth.' Cp. Plat. Theaet. 180 Α, ὥσπερ ἐκ φαρέτρας ῥηματίσκια αἰνιγματώδη ἀνασπῶντες ἀποτοξεύουσιν : Αr. Ran. 903, ῥήματα γομφοπαγή. πινακηδὸν ἀποσπῶν.