Der Bote.
Ich war zugegen, theure Frau, und melde dir's,
Und vorenthalten werd' ich kein wahrhaftes Wort.
Wozu dir's mildern, daß hernach als Lügner ich
Erfunden würde? Stets besteht das Wahre nur.
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Ich folgte deinem Ehgemahl als Führer hin
Zum hochgeleg'nen Felde, wo, grausam zerfleischt
Von Hunden, Polyneikes' Leib noch immer lag.
Und als wir hier der Wege Göttin angefleht
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Und Pluton, huldreich uns zu sein, so wuschen wir
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Ihn erst in heiligem Wasser, und verbrannten dann
Auf frischgebrochnen Zweigen, was noch übrig war.
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Drauf als von heimischer Erde wir ein hohes Grab
Ihm aufgeworfen, gingen wir zum steinernen,
Gewölbten Todesbrautgemach des Mädchens hin.
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Und einer Stimme lauten Klageruf vernimmt
Von fern ein, Diener vor der opferlosen Gruft,
Und hinterbringt es Kreon, unserm Herrn, sofort.
Doch den umtönt, indeß er näher schreitet, rings
Ein dunkler Laut des Schmerzes, und wehklagend ruft
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Er aus das thränenschwere Wort: „ich Armer, ach!
Bin ich ein Seher? Geh' ich hier den traurigsten
Von allen Pfaden, die ich je gegangen bin?
Des Sohnes Stimme ruft mich! Auf, ihr Diener, auf!
Geht eilig näher, tretet an die Grust hinan,
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Und durch des Grabmals aufgeriss'nes Mauerwerk
Zur innern Wölbung dringend, späht, ob Hämons Laut
Ich jezt vernommen, oder ob ein Gott mich täuscht!"