CHOR der Thebanischen Alten
Ungeheuer ist viele. Doch nichts
Ungeheuerer, als der Mensch.
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Des Meers, wenn gegen den Winter wehet
Der Südwind, fähret er aus
In geflügelten sausenden Häufsern.
Und der Hinmlischen erhabene Erde
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Die unverderbliche, unermüdete
Reibet er auf; mit dem strebenden Pfluge,
Treibt sein Verkehr er, mit dem Rossegeschlecht’,
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Und leichträumender Vögel Welt
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Bestrikt er, und jagt sie;
Und des Pontos salzbelebte Natur
Und fängt mit Künsten das Wild,
Das auf Bergen übernachtet und schweift.
Und dem rauhmähnigen Rosse wirft er um
Den Naken das Joch, und dem Berge
Bewandelnden unbezähmten Stier.
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Und die Red’ und den luftigen
Gedanken und städtebeherrschenden Stolz
Hat erlernet er, und übelwohnender
Die unglüklichen zu fliehen, die Pfeile. Allbewandert,
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Unbewandert. Zu nichts kommt er.
Der Todten künftigen Ort nur
Zu fliehen weiss er nicht,
Und die Flucht unbehaltener Seuchen
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Von Weisem etwas, und das Geschikte der Kunst
Mehr, als er hoffen kann, besizend,
Kommt einmal er auf Schlimmes, das andre zu Gutem.
Die Gesezze kränkt er, der Erd’und Naturgewalt’ger
Beschwornes Gewissen ;
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Hochstädtisch kommt, unstädtisch
Zu nichts er, wo das Schöne
Mit ihm ist und mit Frechheit.
Nicht. sey am Heerde mit mir,
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Wie Gottesversuchung aber stehet es vor mir,
Dafs ich sie seh’ und sagen doch soll,
Das Kind seys nicht, Antigonä.
O Unglükliche, vom unglüklichen
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Vater Oedipus, was führt über dir und wohin,
In Unvernunft dich ergreifend?
Erste Scene
DER BOTE. DER CHOR. KREON.