Antigone. Sophocles. ed. Lewis Campbell. Oxford. 1879.
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Current edition Experimental
Greek (Lewis Campbell, 1879) (OCR draft) (Greek) (Greek (Lewis Campbell, 1879))
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Editions (11)
Greek (L. Benloew, 1858) (OCR draft) Experimental (Greek (L. Benloew, 1858)) — 256 focus
Greek (A. Boeckh, 1884) (OCR draft) Experimental (Greek (A. Boeckh, 1884)) — 256 focus
Greek (F. H. Bothe, 1806) (OCR draft) Experimental (Greek (F. H. Bothe, 1806)) — 256 focus
Greek (A. Colonna, 1978) (OCR draft) Experimental (Greek (A. Colonna, 1978)) — 256 focus
Greek (A. Dain, 1955) (OCR draft) Experimental (Greek (A. Dain, 1955)) — 256.mvp-line-256 focus
Greek (R. D. Dawe, 1979) (OCR draft) Experimental (Greek (R. D. Dawe, 1979)) — 256 focus
Greek (G. Hermann, 1830) (OCR draft) Experimental (Greek (G. Hermann, 1830)) — 256 focus
Greek (R. C. Jebb, 1906) (OCR draft) Experimental (Greek (R. C. Jebb, 1906)) — 256 focus
Greek (A. C. Pearson, 1924) (OCR draft) Experimental (Greek (A. C. Pearson, 1924)) — 256.mvp-line-256 focus
Antigone (OCR draft) Experimental (Antigone) — 256 focus
Greek (K. Reinhardt, 1949) (OCR draft) Experimental (Greek (K. Reinhardt, 1949)) — 256 focus
Translations (10)
German (A. Boeckh, 1884) (OCR draft) Experimental (German (A. Boeckh, 1884)) — 256 focus
BOTE.
Ich, theure Herrin, werd' ein Augenzeuge dir
1135
es sagen und verschweigen kein wahrhaftes Wort.
Sollt' ich dir mildern, wo nachher als Lügner ich
erschiene? Wahrheit bleibet stets das Richtige.
Ich folgt' als Führer deinem Ehgemahl dahin
zum hochgelegnen Felde, dort wo jammervoll
1140
zerfleischt von Hunden noch Polyneikes' Körper lag.
Den nun, nachdem zur Wege-Göttin wir gefleht
und Pluton, daſs sie gnädig seien, wuschen wir
im Weihebad dann, und mit frischem Oelgezweig
verbrannten wir, was eben nun noch übrig war.
1145
Und als ein steilgestirntes Grab wir heimischer
Erd' aufgeworfen, gingen dann wir nach der Maid
felsblockbedachtem hohlen Todtenbrautgemach.
Da höret fernher Einer helles Wehgeheul,
von jener weihelosen Hochzeitkammer her,
1150
und kündet Kreon, unserm Herrn, es eilend an.
Doch den umtönt des Jammers Unglückszeichen schon,
indeſs er näher schreitet, und wehklagend ruft
er aus das thränenvolle Wort: Ich Armer, ach!
bin ich ein Seher? geh den unglückseligsten
1155
Weg ich von allen Wegen, die jemals ich ging?
Der Ruf des Sohnes trifft mich! Auf, ihr Diener, geht
in Eile näher, und am Grab seht, eingedrängt
durch weggebrochner Fugesteine Spaltenrifs
tief in die Mündung, ob es Hämons Stimme sei,
1160
die ich vernommen, oder ob ein Gott mich täuscht.
1219
Des bangen Herrn Geboten folgend sahen wir
darnach; und ganz im Hintergrund der Felsengruft
erblickten sie wir hangend, ihren Nacken fest
umschlungen mit dem wohlgewebten Leinenband,
1165
und ihn umfangen haltend mitten ihren Leib,
bejammernd seines Ehelagers Untergang,
des Vaters Unthat und der Braut unselig Loos.
Er aber ihn erblickend seufzet düster auf,
und geht hinein zu jenem, und wehklagend ruft
1170
er aus: O Armer, was begannst du? welcher Geist
ergriff dich? welch Unheilsgeschick verderbte dich?
O komm heraus, Kind; komm, ich bitte flehentlich.
Doch wilde Blicke wirft dem Vater zu der Sohn;
Abscheu im Antlitz, nichts erwiedernd, zieht das Schwert
1175
am Doppelgriff er; jener stürzt in Flucht heraus,
und so verfehlt ihn dieser: der Unselige,
sich selbst ergrimmt dann, störst sofort das Eisen sich,
drauf hingestemmt, tief in die Seiten, und umschmiegt
mit mattem Arme, noch bei Sinnen, sich der Braut;
1180
und schnaubend haucht er seines Blutes Purpurstrahl
an die erblafste Wange der Umschlungnen hin.
Ein Todter liegt er bei der Todten, und empfängt
die Weih'n der Hochzeit, Armer! in des Hades Haus,
den Menschen zeigend, wie die Unbesonnenheit
1185
von allen Übeln für den Mann das gröfste sei.
Spanish (J. A. Bolufer, 1921) (OCR draft) Experimental (Spanish (J. A. Bolufer, 1921)) — 256 focus
CREONTE
¡Ay de mí! La conozco en mi desgracia. Pero en aquel entonces, en verdad, entonces un dios gravemente irritado contra
mi
mí, me sacudía la cabeza y me lanzó por funestas sendas, ¡ay de mí!, destruyendo mi felicidad, que holló con sus pies. ¡Huy, huy! ¡Oh infructuosos afanes de los mortales!
Latin (F. H. Bothe, 1806) (OCR draft) Experimental (Latin (F. H. Bothe, 1806)) — 256 focus
Verna
1278
O here, qualibus mactatum afflictumque malis, qualia etiam advenientem hic videre te oportet !
English (Lewis Campbell, 1906) (OCR draft) Experimental (English (Lewis Campbell, 1906)) — 256 focus
CR
1284
O horrible! O charnel gulf
Of death on death, not to be done away,
1285
Why harrowest thou my soul?
Ill boding harbinger of woe, what word
Have thy lips uttered? Oh, thou hast killed me again,
Before undone!
What say’st? What were thy tidings? Woe is me!
1290
Saidst thou a slaughtered queen in yonder hall
Lay in her blood, crowning the pile of ruin?
German (J. J. C. Donner, 1875; OCR review) (OCR draft) Experimental (German (J. J. C. Donner, 1875; OCR review)) — 237 focus
Was ist's, warum befiel dich solche Bangigkeit?
Der Wächter.
Erst laß dir sagen, was mich selbst betrifft: die That
Verübt' ich nicht, noch sah ich, wer der Thäter war;
Und nur mit Unrecht widerführe mir ein Leid.
240
Kreon.
Du zielst behutsam und verschanzest dich geschickt
Ringsher; du bringst uns, seh' ich wohl, ein schweres Wort.
Der Wächter.
Das Arge freilich regt die Furcht gewaltig auf.
Kreon.
Nun, wirst du reden endlich und dann weiter geh'n?
Der Wächter.
Wohlan, so sag' ich's: Einer, der sofort verschwand,
245
Begrub den Todten eben, hat mit trocknem Staub
Bestreut den Leichnam, und geweiht, was üblich ist.
Kreon.
Was sagst du? Wer auf Erden hat sich deß erkühnt?
Der Wächter.
Ich weiß es nicht; denn weder eines Beiles Hieb
War dort, noch einer Hacke Wurf, der Boden dicht
250
Und fest und bruchlos, auch mit Wagenrädern nicht
Befahren; spurlos blieb es, wer der Thäter war.
Und wie es uns der erste Tageswächter zeigt,
1
Erschien es Allen unerklärlich wunderbar.
Die Leiche war verschwunden, nicht begraben zwar;
255
Dünn, wie den Fluch zu meiden, lag der Staub darauf.
2
Von einem Raubthier oder Hund war keine Spur,
Die hergekommen und an ihr herumgezerrt.
Nun schollen böse Reden auf einander los,
Der Wächter zich den Wächter; wohl auch endet' es
260
Zulezt mit Schlägen; Keiner war zu wehren da.
Denn Einer wie der Andre war der Thäter hier,
Und Keiner überführbar; Jeder stritt es ab.
Mit Händen fassen wollten wir ein glühend Erz,
3
Durch Feuer gehen, schwören bei den Göttern selbst,
265
Daß wir es nicht verübten noch im Bunde sei'n
Mit Einem, der's ersonnen oder ausgeführt.
Am Ende, da kein Forschen mehr uns weiter half,
Sprach Einer, der uns alle zwang, vor Furcht das Haupt
Zur Erd' hinabzusenken denn wir wußten nicht
270
Zu widersprechen, noch wiefern wir, thäten wir's,
Uns helfen könnten dieser rieth, man müsse dir
Die Sache hinterbringen, nicht verheimlichen.
Und seine Meinung siegte: mich Unseligen
Verdammt zu diesem schönen Glück des Looses Wurf.
275
Nun steh' ich hier, nicht willig vor Unwilligen:
Niemand ja liebt den Boten unwillkommner Mähr.
Der Chor.
English (Thomas Francklin, 1758–1759) (OCR draft) Experimental (English (Thomas Francklin, 1758–1759)) — 256 focus
Creon
1281
And can there be more woes? Is aught to
come
More horrible than this ?
Spanish (A. G. Garbin, 1889) (OCR draft) Experimental (Spanish (A. G. Garbin, 1889)) — 256 focus
EL CORO
¿Con la suya propia quieres decir, ó con la de su padre?
German (F. Hölderlin, 1804) (OCR draft) Experimental (German (F. Hölderlin, 1804)) — 256 focus
KREON
O mir!
1350
Auch das Unglük, das zweite, seh’ ich Armer?
Was nun noch? was erwartet mich ein Schiksaal?
Ich hab’ in Händen eben da das Kind,
Ich Armer; sehe vor mir hier den Todten.
Ach! ach! mühseel’ge Mutter! ach mein Kind!
1355
English (Sir Richard Jebb1, 1904) (OCR draft) Experimental (English (Sir Richard Jebb1, 1904)) — 256 focus
Creon
And what worse ill is yet to follow upon ills?
English (Sir Richard Jebb2, 1904) (OCR draft) Experimental (English (Sir Richard Jebb2, 1904)) — 332-380 focus
Chorus
Wonders are many, and none is more wonderful than man.
This power spans the sea, even when it surges white before the gales of the south-wind, and makes a path under swells that threaten to engulf him. Earth, too, the eldest of the gods, the immortal, the unwearied,
335
he wears away to his own ends, turning the soil with the offspring of horses as the plows weave to and fro year after year.
340
Chorus
The light-hearted tribe of birds
and the clans of wild beasts and the sea-brood of the deep he snares in the meshes of his twisted nets, and he leads them captive, very-skilled man. He masters by his arts
345
the beast who dwells in the wilds and roams the hills. He tames the shaggy-maned horse, putting the yoke upon its neck, and tames the tireless mountain bull.
350
Chorus
Speech and thought fast as the wind and the moods that give order to a city he has taught himself, and how to flee the arrows of the inhospitable frost under clear skies and the arrows of the storming rain.
He has resource for everything. Lacking resource in nothing he strides towards what must come. From Death alone he shall procure no escape, but from baffling diseases he has devised flights.
360
Chorus
Possessing resourceful skill, a subtlety beyond expectation he moves now to evil, now to good. When he honors the laws of the land and the justice of the gods to which he is bound by oath,
365
his city prospers. But banned from his city is he who, thanks to his rashness, couples with disgrace. Never may he share my home,
370
never think my thoughts, who does these things!
375
Chorus
What marvel sent by the gods is this?—I am bewildered! I know her. How can I deny that this girl is Antigone? O unhappy child
of your unhappy father, of Oedipus! What can this mean? What! Surely they are not bringing you captive for disobeying the King’s laws and being caught in lunacy?
380
Commentary
Commentary (Lewis Campbell, 1879) (OCR draft) (Commentary (Lewis Campbell, 1879)) focus
223-330. mvp-comment-136-1 The half-comic or rustic character of the watchman in this play is an extension of the common character of the messenger, whose natural rudeness of speech and thought brings into greater prominence the horror or pathos of the events he describes. The grotesqueness disappears when he speaks of the action of Antigone in 407-440. The employment of this artifice by Sophocles arises from the same motive to which Shakespeare gave a far wider range in such creations as the gravediggers in Hamlet, and the rural fellow in Antony and Cleopatra. The Messenger in the Trachiniae, the Corinthian in the Oedipus Tyrannus, Menelaus in the Ajax, the pretended Shipmaster in the Philoctetes, afford the same sort of contrast to the more tragic personages: and the superstition of the Coloniatae may be compared with the cowardice of the Phrygian slave in the Orestes of Euripides.
223-330.
mvp-comment-136-2
The vulgarity of the common-place Athenian of the fifth century в.с. takes the form of misplaced subtlety of wit. Cp.
Shak. Hamlet, 5. 1
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