Sophocles Trachiniae 552

ed. Lewis Campbell

ἀλλ᾽ οὐ γάρ, ὥσπερ εἶπον, ὀργαίνειν καλὸν

Trachiniae. Sophocles. ed. Lewis Campbell. Oxford. 1879.

Current edition Experimental

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Editions (1)
Greek (F. Storr, 1912) (OCR draft) Experimental (Greek (F. Storr, 1912)) — 531-632 focus
Translations (2)
German (J. J. C. Donner, 1875; OCR review) (OCR draft) Experimental (German (J. J. C. Donner, 1875; OCR review)) — 531 focus
Indeß der Fremdling an die kriegsgefangnen Frgu'n
520
Im Haus, ihr Lieben, scheidend spricht sein leztes Wort,
Indessen trat ich ingeheim zu euch heraus,
Um euch zu melden, was ich schlau bereitete,
Und laut vor euch zu klagen, was ich leiden muß.
Denn keine Jungfrau, mein' ich mehr, ein Eheweib
525
Nahm ich in's Haus mir, eine Last, dem Schiffer gleich, 1
Die mir zur Schmach erworben mein treuliebend Herz.
Und nun zu zweien harren wir in Einem Bett,
Zu ruh'n in seinen Armen! Dies gab Herakles,
Der uns der Edle, Treue stets geheißen war,
530
Zum Lohne mir für seines Hauses lange Hut.
Zwar Groll zu hegen wider ihn vermag ich nicht,
Daß dieser Krankheit süßes Weh ihn oft befällt;
Doch auch zu wohnen ihr vereint, den Einen Bund
Mit ihr zu theilen, welche Frau vermöchte das?
535
Ich sehe, wie die Jugend ihr fortblühend wächst,
Und mir dahinwelkt; lüstern hascht das Auge sich
Die Blume jener, und von mir entflieht es scheu.
So muß ich fürchten, mein Gemahl wird Herakles
Fortan geheißen und der Mann der jüngern Frau.
540
Doch selbst erklärt' ich eben, Groll zu nähren ziemt
Niemals dem klugen Weibe; drum verkünd' ich euch,
Ihr Lieben, was mich lösen kann von diesem Leid.
Vor langer Zeit schon wurde mir ein alt Geschenk
Vom alten Unthier, das ein eh'rner Krug bewahrt,
545
Das ich, ein zartes Mädchen noch, vom sterbenden
Behaarten Nessos einst empfing aus seinem Blut.
Er trug um Lohn die Wand'rer durch des strudelnden
Euenos Tiefen auf dem Arm, kein förderndes 2
Schiffsruder schwingend, noch die Segel ausgespannt.
550
So trug er mich auch, als des Vaters Machtgebot
Mich einst als Gattin folgen hieß dem Herakles,
Auf seinen Schultern, und in Stromes Mitte fällt
Er mich mit frechen Händen an, hell schrie ich auf,
Und ohne Säumen wandte sich Zeus' Sohn und schoß
555
Den Flügelpfeil ab: rauschend fuhr er durch die Brust
In seine Lungen. Im Verscheiden sprach darauf
Das Ungethüm: des greisen Deneus Tochter du,
Noch großen Vortheil hast du, wenn du mir gehorchst,
Durch meine Fahrt hier, daß ich dich als lezte trug.
560
Denn wenn von meiner Wunde du verdicktes Blut 3
Auffängst an jener Stelle, wo der Pfeil mich traf,
Den gallichtschwarz des Lerna Drachenblut getränkt:
So wird es dir für deines Gatten Herz, o Frau,
Ein Zauber werden, daß er nie ein andres Weib
565
Fortan getreuer lieben wird an deiner Statt.
Hieran gedacht' ich, (denn im Haus, o Freundinnen,
War's wohlverschlossen aufbewahrt seit Nessos' Tod,)
Und nezte dieses Unterkleid und ordnete,
Was er geboten. Und vollbracht ist Alles schon.
570
Wohl möcht' ich arger Künste nicht erfahren sein,
Noch je sie lernen; wer sie wagt, ist mir verhaßt:
Doch, kann ich diese Dirne durch Bezauberung,
Durch Liebesbann bei'm Gatten überwältigen,
Dann ist das Werk vollendet, wenn's euch etwa nicht
575
Ein eitles Werk scheint; anders lass' ich ab davon.
English (Sir Richard Jebb, 1904) (OCR draft) Experimental (English (Sir Richard Jebb, 1904)) — 531-630 focus

Commentary

Commentary (R. C. Jebb) (OCR draft) (Commentary (R. C. Jebb))

mvp-comment-290-1 ἀλλ’ οὐ γάρ 1

mvp-comment-290-2 553 f. The MSS. have ᾗ δ’ ἔχω 2 λυτήριον λύπημα 3 λύπημα 4 λώφημα 5

mvp-comment-290-3 Deianeira is here speaking of an expedient which gives her some hope, indeed, but no assured confidence (590 f.). This exactly suits the usage of

λωφᾶν
and its derivatives, which denote the alleviation of evil,—not its complete removal. Cp. Ai.61
ἐπειδὴ τοῦδ’ ἐλώφησεν πόνου
. Thuc.6. 12
ἀπὸ νόσου μεγάλης καὶ πολέμου βραχύ τι λελωφήκα<*>εν
. Plat. Legg. 854 C
ἐὰν μέν σοι δρῶντι ταῦτα λωφᾷ τι τὸ νόσημα
. Thuc. uses
λώφησις
, ‘abatement’ ( 4. 81
τοῦ πολέμου
). Deianeira, in bethinking her of the philtre, has found that which holds out a promise of deliverance, and assuages, though it does not cure, her pain,—a
λυτήριον λώφημα
.

mvp-comment-290-4 The attempted versions of

λυτήριον λύπημα
have been these:—(1) With a comma after
τῇδ’
: ‘a thing to grieve this girl, for my deliverance’:—a grammatically sound phrase, but wholly unsuited to Deianeira, whose aim is to be more loved than Iolè (584 ff.),—but not to pain her. (2) Taking
λυτήριον
as=
λυτόν
: ‘how I find that my pain is remediable.’ This is impossible. (3) Governing
λύπημα
by
λυτήριον
: ‘how I have a thing to remedy my pain.’ Also impossible.

mvp-comment-290-5 Paley, changing ἔχω 6 ἔχει 7

Commentary (Lewis Campbell, 1879) (OCR draft) (Commentary (Lewis Campbell, 1879)) focus

531-632. mvp-comment-400-1 Deianira, who has already prepared the charmed robe, confides her intention to the Trachinian maidens, and, on Lichas' coming forth, entrusts the gift to him, with the appropriate commands.