Sophocles Trachiniae 533

ed. Lewis Campbell

τῆμος θυραῖος ἦλθον ὡς ὑμᾶς λάθρα,

Trachiniae. Sophocles. ed. Lewis Campbell. Oxford. 1879.

Current edition Experimental

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Editions (1)
Greek (F. Storr, 1912) (OCR draft) Experimental (Greek (F. Storr, 1912)) — 531-632 focus
Translations (2)
German (J. J. C. Donner, 1875; OCR review) (OCR draft) Experimental (German (J. J. C. Donner, 1875; OCR review)) — 531 focus
Indeß der Fremdling an die kriegsgefangnen Frgu'n
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Im Haus, ihr Lieben, scheidend spricht sein leztes Wort,
Indessen trat ich ingeheim zu euch heraus,
Um euch zu melden, was ich schlau bereitete,
Und laut vor euch zu klagen, was ich leiden muß.
Denn keine Jungfrau, mein' ich mehr, ein Eheweib
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Nahm ich in's Haus mir, eine Last, dem Schiffer gleich, 1
Die mir zur Schmach erworben mein treuliebend Herz.
Und nun zu zweien harren wir in Einem Bett,
Zu ruh'n in seinen Armen! Dies gab Herakles,
Der uns der Edle, Treue stets geheißen war,
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Zum Lohne mir für seines Hauses lange Hut.
Zwar Groll zu hegen wider ihn vermag ich nicht,
Daß dieser Krankheit süßes Weh ihn oft befällt;
Doch auch zu wohnen ihr vereint, den Einen Bund
Mit ihr zu theilen, welche Frau vermöchte das?
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Ich sehe, wie die Jugend ihr fortblühend wächst,
Und mir dahinwelkt; lüstern hascht das Auge sich
Die Blume jener, und von mir entflieht es scheu.
So muß ich fürchten, mein Gemahl wird Herakles
Fortan geheißen und der Mann der jüngern Frau.
540
Doch selbst erklärt' ich eben, Groll zu nähren ziemt
Niemals dem klugen Weibe; drum verkünd' ich euch,
Ihr Lieben, was mich lösen kann von diesem Leid.
Vor langer Zeit schon wurde mir ein alt Geschenk
Vom alten Unthier, das ein eh'rner Krug bewahrt,
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Das ich, ein zartes Mädchen noch, vom sterbenden
Behaarten Nessos einst empfing aus seinem Blut.
Er trug um Lohn die Wand'rer durch des strudelnden
Euenos Tiefen auf dem Arm, kein förderndes 2
Schiffsruder schwingend, noch die Segel ausgespannt.
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So trug er mich auch, als des Vaters Machtgebot
Mich einst als Gattin folgen hieß dem Herakles,
Auf seinen Schultern, und in Stromes Mitte fällt
Er mich mit frechen Händen an, hell schrie ich auf,
Und ohne Säumen wandte sich Zeus' Sohn und schoß
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Den Flügelpfeil ab: rauschend fuhr er durch die Brust
In seine Lungen. Im Verscheiden sprach darauf
Das Ungethüm: des greisen Deneus Tochter du,
Noch großen Vortheil hast du, wenn du mir gehorchst,
Durch meine Fahrt hier, daß ich dich als lezte trug.
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Denn wenn von meiner Wunde du verdicktes Blut 3
Auffängst an jener Stelle, wo der Pfeil mich traf,
Den gallichtschwarz des Lerna Drachenblut getränkt:
So wird es dir für deines Gatten Herz, o Frau,
Ein Zauber werden, daß er nie ein andres Weib
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Fortan getreuer lieben wird an deiner Statt.
Hieran gedacht' ich, (denn im Haus, o Freundinnen,
War's wohlverschlossen aufbewahrt seit Nessos' Tod,)
Und nezte dieses Unterkleid und ordnete,
Was er geboten. Und vollbracht ist Alles schon.
570
Wohl möcht' ich arger Künste nicht erfahren sein,
Noch je sie lernen; wer sie wagt, ist mir verhaßt:
Doch, kann ich diese Dirne durch Bezauberung,
Durch Liebesbann bei'm Gatten überwältigen,
Dann ist das Werk vollendet, wenn's euch etwa nicht
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Ein eitles Werk scheint; anders lass' ich ab davon.
English (Sir Richard Jebb, 1904) (OCR draft) Experimental (English (Sir Richard Jebb, 1904)) — 531-630 focus

Commentary

Commentary (Lewis Campbell, 1879) (OCR draft) (Commentary (Lewis Campbell, 1879)) focus

531-632. mvp-comment-400-1 Deianira, who has already prepared the charmed robe, confides her intention to the Trachinian maidens, and, on Lichas' coming forth, entrusts the gift to him, with the appropriate commands.

533. mvp-comment-402-1 θυραῖος] The masc. for the fem. form occurs more readily where a woman is speaking to women. Cp. supr. 151; El. 313; Essay on L. § 20. p. 30.