Euripides Iphigenia in Aulis 751-800

ed. Gilbert Murray

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Iphigenia in Aulis. Euripides. ed. Gilbert Murray. Oxford. 1913.

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Current edition Perseus

Ἰφιγένεια ἐν Αὐλίδι (Greek) (Euripides. Euripidis Fabulae, Vol. III. Murray, Gilbert, editor. Oxford: Clarendon Press, 1913. (Reprinted 1920-1978))

Translations (3)
Iphigenia at Aulis Perseus (Euripides. The Plays of Euripides, Vol. II. Coleridge, Edward P., translator. London: George Bell and Sons, 1891. (Modernized by Perseus.)) — 751-800 focus
Iphigenia in Aulis (OCR draft) Experimental (Iphigenia in Aulis. Robert Potter's English verse translation, first published in 1781–1783; text from the 1808 Oxford printing.)

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German (J. J. C. Donner, 1845; OCR review) (OCR draft) Experimental (Euripides. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Volume 2, Heidelberg: C. F. Winter, 1845. Harvard OCR compared with an independent BSB copy. Native Donner verse citations, Murray reference cards, explicitly located notes and page facsimiles. Unresolved OCR, verse divisions, unlocated notes and printed errata are documented in the source review.) — 751 focus
Ziehn denn wird zu des Simois 1
Silberglänzenden Strudeln,
Hellas, deine versammelte Macht
Auf Meerschiffen, mit Waffen und Wehr,
Ilion zu, nach Troja,
745
Des Phobos heiligem Grund; 2
Wo, wie wir vernommen, Kassandra
Låßt flattern goldenes Haar,
Prangend in grünendem Lorbeerkranz,
Wenn machtvoll des prophetischen
750
Gottes begeisternder Hauch sie fortsturmt.
Gegenstrophe.
Und stehn werden auf hoher Burg
Troja's und um die Mauern
Troër, wann mit dem ehernen Schild
Ares in schengeschnabeltem Schiff
755
Ueber die See mit Rudern
Der Flut des Simoïs naht,
Aus Priamos' Lande die Schwester
Der Aethersöhne des Zeus,
Helena, heimzugeleiten nach
760
Hellas' Ganen mit streitbaren
Lanzen und Schilden der Sohn' Achaa's.
Schlußgesang.
Pergamos, die phrygische Burg,
Rings um steinerne Thürme,
Schließt er ein mit blutigem Speer;
765
Häupter, vom Nacken gelöst,
Entrafft er, wieder stürzt er 3
Die Feste Troja's in Staub,
Weckt viele Thränen den Jungfraun
Und Priamos' edlem Gemahl.
770
Helena, Tochter des Zeus,
Wird trauernd in Zahren sich baden,
Daß sie dem Gatten entflohn. O mögen mir
Und den Kindern der Kinder nie
Solche Ahnungen kommen,
775
Wie goldschimmernde Lyderfraun
Und der Phryger Gattinnen bald
Aufschrecken am Webstuhl,
Wenn dort eine zur andern spricht:
780,Wer wird uns am lockigen Haar,
780
Uns in Thrånen schwimmend dahin 4
Schleppen und trennen vom sinkenden Vaterland?
Deine Schuld ist's, Tochter des Schwans mit hohem Hals,
Wenn die Sage wahr erzählt,
Daß der geflügelte Vogel
785
Liebend Leda beruckt,
Da sich Zeus umwandelt' in ihn,
Und eitle Dichtungen nicht
Auf piërischen Tafeln uns 5
Sterbliche tauschten zur bösen Stunde."
790