Der, voll arger Lust, in gesezlosem Grimm,
Auszog wider deine Weihn, Bacchios,
895
Und sie, die dich gebar,
Im Geist wuthentbrannt, in wahntrunkner Gier,
Um den unbezwungnen Gott zu zwingen!
Wo stillweiser Sinn der Sterblichen ohne Wank
Sich zu dem Göttlichen
900
Gewandt, fließt das Leben hin sonder Harm.
Jagen nach Weisheit, ist höchste der Wonnen mir;
Aber von Allem, traun, fördert am meisten dies
Das Glück deines Lebens, wenn du Tag und Nacht
Dich dem Heil'gen weihst,
905
Und die Götter ehrst, verbannend,
Was sich emport wider das Recht.
Erschein', o Recht, erscheine, schwertbewehrtes Recht!
Ermord' ihn, durchstoß' ihm die Kehle, dem
Gottlos, gesezlos, rechtlos frevelnden,
910
Echions erdentsproßnem Sohn!
Schlußgesang.
Bacchae. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .