Euripides Bacchae 977-1023

ed. Gilbert Murray

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Bacchae. Euripides. ed. Gilbert Murray. Oxford. 1913.

Sponsored by Perseus Project, Tufts University.

Funding provided by The Annenberg CPB/Project.

Current edition Perseus

Βάκχαι (Greek) (Euripides. Euripidis Fabulae, Vol. III. Murray, Gilbert, editor. Oxford: Clarendon Press, 1913. (Reprinted 1920-1978))

Translations (3)
The Bacchae Perseus (Euripides. The Tragedies of Euripides. Vol. I. Buckley, Theodore Alois, translator. London: Henry G. Bohn, 1850. (Modernized by Perseus.)) — 977-1020 focus
The Bacchae (OCR draft) Experimental (The Bacchae. Robert Potter's English verse translation, first published in 1781–1783; text from the 1808 Oxford printing.)

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German (J. J. C. Donner, 1845; OCR review) (OCR draft) Experimental (Euripides. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Volume 2, Heidelberg: C. F. Winter, 1845. Harvard OCR compared with an independent BSB copy. Native Donner verse citations, Murray reference cards, explicitly located notes and page facsimiles. Unresolved OCR, verse divisions, unlocated notes and printed errata are documented in the source review.) — 977 focus
Hinauf, schnelle Hunde der Wuth, auf zum Berg, 1
Wo sich im Tanze Kadmos' Jungfraun ergehn!
Hinauf, stachelt sie
Wider den Wahnsinntrunkenen, der Bacchos' Fest
Auszuspåhn, im Fraungewand hinauszog!
880
Zuerst wird die Mutter ihn von dem glatten Fels
Oder vom Baume schaun,
Wenn er umherspåht; dann ruft sie den Frauen zu:
,,Welcher Kadmeier kommt hier in so raschem Lauf,
Spåhend, zum Berg, zum Berg? Sagt, o Bacchantinnen,
885
Wer war seine Mutter? Nicht von Frauenblut
Stammt er; ihn gebar
Eine Löwin, oder ist er
Libyscher Gorgonen Geschlecht."
Erschein', o Recht, erscheine, schwertbewehrtes Recht!
890
Ermord' ihn, durchstoß' ihm die Kehle, dem
Gottlos, gesezlos, rechtlos frevelnden,
Echions erdentsproßnem Sohn,
Gegenstrophe.
Der, voll arger Lust, in gesezlosem Grimm,
Auszog wider deine Weihn, Bacchios,
895
Und sie, die dich gebar,
Im Geist wuthentbrannt, in wahntrunkner Gier,
Um den unbezwungnen Gott zu zwingen!
Wo stillweiser Sinn der Sterblichen ohne Wank
Sich zu dem Göttlichen
900
Gewandt, fließt das Leben hin sonder Harm.
Jagen nach Weisheit, ist höchste der Wonnen mir;
Aber von Allem, traun, fördert am meisten dies
Das Glück deines Lebens, wenn du Tag und Nacht
Dich dem Heil'gen weihst,
905
Und die Götter ehrst, verbannend,
Was sich emport wider das Recht.
Erschein', o Recht, erscheine, schwertbewehrtes Recht!
Ermord' ihn, durchstoß' ihm die Kehle, dem
Gottlos, gesezlos, rechtlos frevelnden,
910
Echions erdentsproßnem Sohn!
Schlußgesang.
Als Stier erschein' uns, oder als Drache, mit viel
Köpfen zu schaun, als Leu, der in Glut feurig strahlt!
Auf, Bacchos, wirf dem Spåher des Bacchenchors
Mit lachender Miene
915
Die Schling' um, sobald er die todbringende
Månadenheerd' überfällt!
Ein Bote. Der Chor.