Euripides Orestes 640

Edward P. Coleridge (Translator)

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Orestes. Euripides. Edward P. Coleridge (Translator). London. 1891.

Sponsored by Perseus Project, Tufts University.

Funding provided by The Annenberg CPB/Project.

Current edition Perseus

Orestes (English) (Euripides. The Plays of Euripides, Vol. II. Coleridge, Edward P., translator. London: George Bell and Sons, 1891. (Modernized by Perseus.))

Editions (1)
Ὀρέστης Perseus (Euripides. Euripidis Fabulae, Vol. III. Murray, Gilbert, editor. Oxford: Clarendon Press, 1913. (Reprinted 1920-1978)) — 640 focus
Translations (2)
Orestes (OCR draft) Experimental (Orestes. Robert Potter's English verse translation, first published in 1781–1783; text from the 1808 Oxford printing.)

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German (J. J. C. Donner, 1841; OCR review) (OCR draft) Experimental (Euripides. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Volume 1, Heidelberg: C. F. Winter, 1841. Harvard OCR compared with an independent BSB copy. Native Donner verse citations, Murray reference cards, explicitly located notes and page facsimiles. Unresolved OCR, verse divisions, unlocated notes and printed errata are documented in the source review.) — 640 focus
Nun will ich reden: besser sind weitläufige
Als kurze Worte, klingen nicht so råthselhaft.
Gewähre Nichts vom Deinen, o Menelaos, mir;
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Was dir von meinem Vater ward, das gib zurück.
Nicht Schaze mein' ich: rettest du mein Leben mir,
Das höchste meiner Guter, acht' ich's Scházen gleich.
Beging ich Unrecht? Unser Unglück fodert selbst
Von dir ein Unrecht: auch ein Unrecht war es ja,
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Daß Agamemnon mit dem Heer nach Troja zog,
Nicht weil er selber sich verfehlt, nein, fremde Schuld
Bu tilgen, deines Weibes ungerechtes Thun.
Dies Eine gib vergeltend um das Andre mir.
Wie's Freunden ziemt für Freunde, hat mein Vater sich
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Für dich dahingegeben, traun, in heißem Kampf,
Daß deine Gattinn wiederkehr' in deinen Arm.
Bezahle mir denn, was du dort empfangen hast;
Als Retter uns zur Seite, dulde du für uns
Nur Einen Tag, nicht voller zehen Jahre Frist.
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In Aulis trank die Erde meiner Schwester Blut;
Nicht Gleiches will ich: todte nicht Hermionen.
Wohl magst du, während mich verfolgt mein Ungemach,
Im Glücke leben; gerne gönn' ich dir das Gluck.
Dem armen Vater schenke nur mein Leben und
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Das meiner Schwester, die dahinwelkt unvermählt:
Denn wenn ich sterbe, steht verwaist des Vaters Haus.
Du sagst: es ist unmöglich!" Sei's! Doch Freunden steht
Es wohl, den Freunden beizustehn im Ungemach.
Denn wann die Gottheit Gluck verleiht, was soll der Freund ?
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Der Gott genügt allein ja, wenn er helfen will.
Du liebst die Gattinn, wähnen All' in Hellas Volk;
Um schmeichelnd dich zu gewinnen, sag' ich dieses nicht: -
Um ihretwillen rette mich! - Weh, wehe mir!
Wohin gerath' ich? Muß ich denn unglucklich sein? - 1
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Denn für des ganzen Hauses Wohl erfleh' ich das.
Bruder meines Vaters, denk', er höre dies,
Der Todte, der im Grabe wohnt, des Todten Geist
Schweb' über dir, und rede, was ich rede nun.
Dies sagt ich unter Seufzern, unter Thränen dir
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In meinem Ungluck, flehe dir, zu retten mich;
Und nicht allein ich, alle wir ersehnen dies.