Euripides The Phoenician Women 784-832

ed. Gilbert Murray

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The Phoenician Women. Euripides. ed. Gilbert Murray. Oxford. 1913.

Sponsored by Perseus Project, Tufts University.

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Current edition Perseus

Φοίνισσαι (Greek) (Euripides. Euripidis Fabulae, Vol. III. Murray, Gilbert, editor. Oxford: Clarendon Press, 1913. (Reprinted 1920-1978))

Translations (3)
The Phoenician Maidens Perseus (Euripides. The Plays of Euripides, Vol. II. Coleridge, Edward P., translator. London: George Bell and Sons, 1891. (Modernized by Perseus.)) — 784-830 focus
The Phoenician Virgins (OCR draft) Experimental (The Phoenician Virgins. Robert Potter's English verse translation, first published in 1781–1783; text from the 1808 Oxford printing.)

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German (J. J. C. Donner, 1841; OCR review) (OCR draft) Experimental (Euripides. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Volume 1, Heidelberg: C. F. Winter, 1841. Harvard OCR compared with an independent BSB copy. Native Donner verse citations, Murray reference cards, explicitly located notes and page facsimiles. Unresolved OCR, verse divisions, unlocated notes and printed errata are documented in the source review.) — 784 focus
Ares, du Schöpfer des Leids,
Was stürmst du nach Blut, nach Wunden und Tod, stimmst nicht zu des Bromios Festen?
Nicht mit den lieblichen Kränzen der blühenden Jugend umwindest
Du dein Haupt, noch singest ein Lied zu dem Hauche der Flöte,
775
Das die erfreuenden schufen, die Chariten. 1
Wider des Kadmos Geschlecht die gewaffneten Schaaren entflammend,
Führst du, gesanglos nahend, die blutigen Reigen von Argos.
Nicht mit dem Thyrsos schwärmst du, gehüllt in die Felle der Hindinn;
Sondern an Wagen und Zaum das Gespann einhufiger
780
: Rosse
Schirrend, hinab zu dem Strom des Ismenos
Stürmest du stolz mit den Rennern, und treibst die Ge-
Auf Thebe's Geschlecht,
schwader von Argos
Und an die steinernen Mauern herauf wogt
Tobend der feindliche Chor der Gewappneten.
785
Fürchterlich, traun, ist Eris, die Göttliche,
Die solch Leiden verhängte den Königen,
Labdakos' vielduldenden Enkeln!
Gegenstrophe.
Heiliger Wildnisse Nacht,
Schneevolles Gebirg, durchschwärmt von Gewild, o der Artemis Auge, Kitharon!
790
Daß du den Dedipus nimmer genährt, den Gebornen Jokaste's,
Welcher, dem Tode geweiht, mit der goldnen Spange gezeichnet,
Säugling, vom Hause des Vaters entrückt ward! :
War' auch nimmer das Graun des Gebirgs, die geflügelte
Jungfrau,
Sphinx, zur Trauer dem Lande genaht mit den Liedern des
795
Unheils,
Sie, die einst vierklauig die thebischen Mauern bestürmte,
Und der Kadmeier Geschlecht in der Luft unbewandelten Lichtraum
Trug! Aidoneus unter der Erde
Sandte sie Kadmos' Volk. Nun blüht unselige Zwietracht
In der Stadt und im Haus
800
Wiederum unter den Söhnen des Dedipus.
Niemals wird Unschönes zu Schönem ja,
Nimmer gedeiht das in Sünden Geborene,
Schande dem Vater und Schmach der Erzeugerinn
Welche des Sohns Lager bestiegen.
805
Schlußgesang.
Du gebarst, Erde, gebarest einst,
(Wie das Gerücht ich von Fremden vernahm, es vernahm in der Heimat,)
Jenes Geschlecht aus Zähnen des purpurkammigen, wilden,
Thiereverschlingenden Drachen, die herrlichste Zierde von Thebe.
Als sich Kadmos vermählt und Harmonia,
810
Kamen die Himmlischen all', und Theba's Mauern und Thürme
Hoben sich unter dem Klange der Laut und der Cither Amphions 2
An der Mitte der Flut des gedoppelten Stroms
Dirka's, die vor dem Ismenos dort
Grünwallende Fluren befeuchtet.
815
Und aus Jo's Schooß, der gehörnten
Ahnfrau, sprossen die Fürsten Vonia's.
-Tausend der Güter empfing,
Mit anderen andere wechselnd, die Stadt;
Sie steht in des Ruhms
820
Vollglanz mit den Kränzen des Ares.