Euripides The Phoenician Women 202-260

Edward P. Coleridge (Translator)

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The Phoenician Women. Euripides. Edward P. Coleridge (Translator). London. 1891.

Sponsored by Perseus Project, Tufts University.

Funding provided by The Annenberg CPB/Project.

Current edition Perseus

The Phoenician Maidens (English) (Euripides. The Plays of Euripides, Vol. II. Coleridge, Edward P., translator. London: George Bell and Sons, 1891. (Modernized by Perseus.))

Editions (1)
Φοίνισσαι Perseus (Euripides. Euripidis Fabulae, Vol. III. Murray, Gilbert, editor. Oxford: Clarendon Press, 1913. (Reprinted 1920-1978)) — 202-260 focus
Translations (2)
The Phoenician Virgins (OCR draft) Experimental (The Phoenician Virgins. Robert Potter's English verse translation, first published in 1781–1783; text from the 1808 Oxford printing.)

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German (J. J. C. Donner, 1841; OCR review) (OCR draft) Experimental (Euripides. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Volume 1, Heidelberg: C. F. Winter, 1841. Harvard OCR compared with an independent BSB copy. Native Donner verse citations, Murray reference cards, explicitly located notes and page facsimiles. Unresolved OCR, verse divisions, unlocated notes and printed errata are documented in the source review.) — 202 focus
Tyros Meere verlassend, kam
Ich, dem pythischen Gott bestimmt,
Aus phonikischem Eiland,
In Apollon's heiligem Dienst
205
Unter seines Parnassos schneereichen Gipfeln zu wohnen:
Ueber jonische Fluten hin
Schifft' ich, während in hellem Hauch
Durch Poseidon's des Gefild,
210
Das Sikelia rings umwogt,
Jagend, Zephyros durch die Luft
Wallt' im schönsten Gesäusel.
Gegenstrophe 1.
Auserlesen aus meiner Stadt,
Kam ich, Lorias' Dienst geweiht,
215
Zum Kadmeiergebiete,
Zu Agenor's hehrem Geschlecht,
Her zu Laïos Mauern, den
Mir verwandten, gesendet.
Goldnen Säulengebilden gleich,
220
Werd' ich Phobos' Dienerinn sein;
Und mein wartet Kastalia's
Quelle noch, mir die Locken, der
Jungfraun Schmuck, zu benezen zu
Phobos' heiligem Dienste.
225
Schlußgesang.
Du, von Flammen umleuchteter
Fels mit strahlendem Doppelhaupt,
Höhn, dem Bacchos geweiht, und
Rebe, du, die jeglichen Tag
Aus frohkeimender Blüte Wein
230
In reicher Füll' hervorstromt;
Hehre Klüfte des Drachen, und
Ihr Bergwarten der Götter, du
Schneebedeckter, heiliger Berg!
Als der ewigen Göttinn Chor
235
Mocht' ich Reigentanzend, von Furcht
Frei, zum Nabel der Erde von
Dirka's Borne gelangen!
Strophe 2.
Vor den Mauern lagert hier
Nun der wilde Schlachtengott,
240
Und entflammt (o wehrt es ab,
Gotter!) blut'gen Krieg der Stadt.
Freundesleid ja theilt der Freund;
Wenn die siebenthorige
Stadt ein Ungemach erfuhr,
245
Trauert auch Phönike's Land:
Denn wir sind aus Einem Blute,
Beide Sprossen der gehörnten Jo;
Unser ist auch dieser Schmerz.
Gegenstrophe 2.
Ein Gewölk von Schilden blizt
250
Rings entflammt um Kadmos' Stadt,
Bild von blut'gen Schlachten, die
Ueber Dedipus' Geschlecht
Ares bald verhängen wird,
Eure Straf, Erinnyen!
255
Argos, o pelasgisches,
Furchtbar ist mir deine Macht,
Sind die Götter; ungerecht ist
Nicht der Kampf, in den er sturmt gewaffnet,
Der zur Heimat wiederkehrt.
260