Euripides The Phoenician Women 32

Johann Jakob Christian Donner (Translator)

Mein Sohn, mit brauner Wange schon zum Mann gereift,
Ging, - war es Ahnung, oder folgt er fremdem Wink
Um auszukunden, welcher Weltern Sohn er sei,
Zu Phobos Hause; gleichen Weg ging Laïos,
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Mein Gatte, nach dem ausgesezten Sohne dort
zu forschen, ob er lebe noch: so trafen denn
Auf einem Dreiweg beide sich im Phokerland.
Und Laïos Wagenführer rief gebietend ihm:
Fremdling, auf die Seite tritt vor Königen!
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Doch schweigend schritt er stolz dahin; da rithete
Der Füße Sehnen blutig ihm der Rosse Huf.
Nun (was erzähl' ich Weit'res? Hort das Grause selbst!)
Erschlug der Sohn den Vater, nahm den Wagen, und
Gab ihn dem Pfleger Polybos. Als hierauf die Sphinx
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Mit Raub die Stadt verheerte, todt war mein Gemahl;
Ließ Bruder Kreon offentlich der Schwester Hand
Zum Lohne dem verheißen, der den Räthselspruch
Der klugen Jungfrau lose. Da trifft Dedipus,
Mein Sohn, (das Schicksal fügt es so) des Spruches Sinn;
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Worauf er auserkoren als des Landes Herr,
Das Scepter über dieses Volk als Preis empfängt.
Unwissend freit der Arme mich, die Mutter, die
Nicht wußte, daß sie sich gesellt dem eignen Sohn.
Und Kinder geb' ich meinem Kind, zwei männliche,
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Eteokles und Polyneikes' hochberühmte Kraft,
Zwei Tochter auch, Ismene, die der Vater so
Genannt, die ältere nannt' ich selbst Antigone.
Als Dedipus, der aller Leiden Maaß erschdpft,
Erkannte, daß er mir vermählt, der Mutter, sei;
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Da trifft er grausam morderisch der Augen Paar,
Und sticht mit goldner Spange sich die Sterne durch.
Doch als sich meiner Söhne Kinn beschattete,
Verschlossen sie den Vater, daß Vergessenheit
Die Schmach bedecke, die so schwer zu bergen war.
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Er lebt im Hause; doch vom Schicksal schwergebeugt,
Ergießt er grausenvolle Fluch auf seinen Stamm,
Mit Schwertesschärfe theilen soll' er Laïos' Reich.

The Phoenician Women. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .

Current edition Experimental

German (J. J. C. Donner, 1841; OCR review) (OCR draft) (German) (Euripides. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Volume 1, Heidelberg: C. F. Winter, 1841. Harvard OCR compared with an independent BSB copy. Native Donner verse citations, Murray reference cards, explicitly located notes and page facsimiles. Unresolved OCR, verse divisions, unlocated notes and printed errata are documented in the source review.)

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Editions (1)
Φοίνισσαι Perseus (Euripides. Euripidis Fabulae, Vol. III. Murray, Gilbert, editor. Oxford: Clarendon Press, 1913. (Reprinted 1920-1978)) — 1-201 focus
Translations (2)
The Phoenician Maidens Perseus (Euripides. The Plays of Euripides, Vol. II. Coleridge, Edward P., translator. London: George Bell and Sons, 1891. (Modernized by Perseus.)) — 1-200 focus
The Phoenician Virgins (OCR draft) Experimental (The Phoenician Virgins. Robert Potter's English verse translation, first published in 1781–1783; text from the 1808 Oxford printing.)

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