Euripides Helen 1301-1368

ed. Gilbert Murray

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Helen. Euripides. ed. Gilbert Murray. Oxford. 1913.

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Current edition Perseus

Ἑλένη (Greek) (Euripides. Euripidis Fabulae, Vol. III. Murray, Gilbert, editor. Oxford: Clarendon Press, 1913. (Reprinted 1920-1978))

Translations (3)
Helen Perseus (Euripides. The Plays of Euripides, Vol. I. Coleridge, Edward P., translator. London: George Bell and Sons, 1906. (Modernized by Perseus.)) — 1301-1365 focus
Helen (OCR draft) Experimental (Helen. Robert Potter's English verse translation, first published in 1781–1783; text from the 1808 Oxford printing.)

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German (J. J. C. Donner, 1845; OCR review) (OCR draft) Experimental (Euripides. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Volume 2, Heidelberg: C. F. Winter, 1845. Harvard OCR compared with an independent BSB copy. Native Donner verse citations, Murray reference cards, explicitly located notes and page facsimiles. Unresolved OCR, verse divisions, unlocated notes and printed errata are documented in the source review.) — 1301 focus
Die bergliebende Göttermutter
Sturmt' einst auf waldigen Höhn
Dahin mit flüchtigem Fuß,
1250
Durch hinwallender Strome Lauf,
Durch lautdonnernde Meeresflut,
Nach der Hehren verlangend, die
Der Nachtgott entführt.
Der Bacchosklappern eherner Ton scholl hell in Berg' und 1
1255
Wälder hin,
und rief
Nachdem sie der Löwen Gespann' in die Joche geschirrt,
Ihr, die der Schattenherrscher entrückt
Aus der Jungfraun kreisendem Chor.
Und es folgt auf den Schwingen des Sturms
Artemis, mit Pfeilen bewehrt, Pallas mit Speer und Gorgoschild.
1260
Doch vom Himmel schauend, verhångt' andre Loose die
Gottheit.
Erste Gegenstrophe.
Und als, múde der langen Irrfahrt,
Die Mutter hemmte den Lauf,
(Sie spåht vergeblich dem Trug,
Der die Tochter ihr raubte, nach;)
1265
Schwang sie sich zu den schneeigen
Warten von Ida's Nymphen empor,
Und warf trauernd sich
Auf felsigen eisumstarrten Grund. Nun grünt auf Erden keine Saat,
Die Gefilde befruchtet kein Pflug, es verkummert der Menschen Geschlecht;
1270
Kein schonlaubender Zweig erblüht,
Keine Speise den Heerden mehr.
Und die Nahrung der Stådte versiegt;
Opfer sieht kein Götteraltar, keine Kuchen verzehrt die Glut;
Nirgend fließt ein thauender Quell: denn sie trauert und zürnt fort.
1275
Zweite Strophe.
Also storte sie Mahl' und Lust
Den Göttern und Menschen; da stillt Zeus Deo's furchtbaren Grimm:
„Kommt herbei," sprach er, herbei, hehre Huldgöttinnen, eilt!
Um die Jungfrau hat uns Deo gegrollt; o verscheuchet den
Gram
Ihr durch Tone der Freud'; im Chor stimmt, o Musen,
1280
Und nehmt lautdrohnendes Erz,
Hymnen ihr an!
Nehmt rindshåutene Pauken zur Hand!" Da lacht unter den Göttern
Aphrodita, der Göttinnen schönste, zuerst,
Nimmt in die Hånde dann die tieftinende Flote,
Und freut sich des Klanges.
1285
Zweite Gegenstrophe.
Der nie sollte für dich erglühn,
Ihn hast du zur Liebe bethårt; doch zürnt wohl Kybele dir,
Weil du sie, Tochter, nicht ehrst, nicht mit Brandopfern versöhnst.
Denn wahrlich, gewaltige Macht hat der Hindinnen fleckig
Gewand,
Auch des Epheus laubiger Kranz, der um heilige Ståbe sich schlingt,
1290
Und das Erz, das, hallend, im Kreis
Mächtig geschwungen erschuttert die Luft, auch der erhabenen
Göttin
Nachtfest und der Jubelnden flatterndes Haar.
Wenn deines Auges Glanz das ihre verdunkelt,
Schmuckt nur die Gestalt dich.
1295
Helena. Theoklymenos. Menelaos. Der Chor. (aus dem Palaste kommend, zu dem Chor)