Euripides Iphigenia in Tauris 1234-1282

ed. Gilbert Murray

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Iphigenia in Tauris. Euripides. ed. Gilbert Murray. Oxford. 1913.

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Current edition Perseus

Ἰφιγένεια ἐν Ταύροις (Greek) (Euripides. Euripidis Fabulae, Vol. II. Murray, Gilbert, editor. Oxford: Clarendon Press, 1913. (Reprinted 1921-1962))

Translations (3)
Iphigenia Among the Tauri Perseus (Euripides. The Plays of Euripides, Vol. II. Coleridge, Edward P., translator. London: George Bell and Sons, 1891. (Modernized by Perseus.)) — 1234-1280 focus
Iphigenia in Tauris (OCR draft) Experimental (Iphigenia in Tauris. Robert Potter's English verse translation, first published in 1781–1783; text from the 1808 Oxford printing.)

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German (J. J. C. Donner, 1845; OCR review) (OCR draft) Experimental (Euripides. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Volume 2, Heidelberg: C. F. Winter, 1845. Harvard OCR compared with an independent BSB copy. Native Donner verse citations, Murray reference cards, explicitly located notes and page facsimiles. Unresolved OCR, verse divisions, unlocated notes and printed errata are documented in the source review.) — 1234 focus
Groß ist der Sohn Leto's, er,
Den in des delischen Eilandes gesegneten Gründen, 1
Den citherkundigen, goldlockigen Gott mit der Artemis, die 2
1190
Treffender Pfeile sich freut,
Die Mutter einst trug von dem Felsen des Meers,
Entflohn der gefeierten Ståtte,
Wo sie gebar am wogenden Strom,
1195
Trug zu Parnassos' Gipfel empor,
Den Dionysos' Jubel umschallt;
Wo der fleckige Drache mit blutroth glüh'ndem Blick, 3
Von des schattigen Lorbeers dichtem Laub umkränzt,
Jenes Ungethum,
1200
Das Orakel bewacht, Ge's furchtbarer Sohn.
Ihn hast du, noch ein Kind, ein Kind,
In den Armen der süßen Mutter hupfend,
Gemordet, Phobos, und
Zogst hin zu dem göttlichen Herd;
1205
Dort auf untrüglichem Thron,
Dem goldnen Dreifuß, waltest du,
Sendest heilige
Gottesspruch' ans Licht
Aus dem göttlichen Grund, der kastalischen Flut
1210
Nah wohnend, dort, wo der Erde Mittel. 4
Gegenstrophe.
Doch als er Ge's hohes Kind,
Themis, von Pytho, der Stadt heiliger Spruche, vertrieben; 5
Da zeugte Gåa sofort
Nachtliche Bilder, Gesichte des Traums,
1215
Welche dem Menschengeschlecht,
Was erst, was drauf war, oder das künftige Loo8
Aus düsterem Schooße, der Erde 6
Lagern, herauf kundgaben im Schlaf;
Und sie raubte dem Phobos, ihr
1220
Kind zu rächen, des Sehers Ruhm.
Und hinauf zum Olympos eilte flugs der Gott,
Und erhob zu dem Throne des Zeus die kleine Hand,
Flehte, Pytho's Haus
Zu befrein von der Gåa nächtlichem Zorn. 7
1225
Zeus lachte, daß das Kind so bald
Erschien und um goldene Ehren buhlte;
Er neigt das Lockenhaupt, 8
Und hemmte die Stimmen der Nacht,
Nahm von den Menschen hinweg
1230
Der Nachte Traumweiſſagungen,
Gab dem Lorias
Ehr' und Glanz zurück,
Und den Menschen Vertraun zu dem göttlichen Wort,
Das tont vom Thron, den sie dicht umstehen.
1235
Ein Bote. Der Chor. (ruft vor dem Tempel)