Mein Liebster, und nichts Andres, denn das bist du ja,
Ich hab', Orestes, Lieber, dich,
Der fernher vom Heimlande, von Argos kam!
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Orestes.
Ich habe dich, die Todte, wie die Sage wähnt.
Thränen der Wehmuth sieh, Wonne zu Leid gesellt,
Dein Augenlied benezen, wie das meinige.
Iphigenia.
Da, da ließ ich dich, ruhend im Arme der
Pflegerin, noch ein zart lallendes Kind, daheim,
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Dich, mehr beglückt, als unsre Sprache sagen kann.
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Doch nun? Mehr, als wunderbar, (keine Sprache nennt's,) fiel dein Loos.
Orestes.
O mogen wir verbunden fortan glucklich sein!
Iphigenia.
Mir ward ungehoffte Lust, Freundinnen!
Doch fürcht' ich, daß er himmelan aus meinem Arm
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Sich aufschwingend flieht.
Auf, ihr Kyklopenherde, du mykenisches
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Heimland, theure Stadt,
Dank für mein Leben, Dank, daß du mich auferzogst,
Dank, daß du den Bruder mir,
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Ein Licht unserm Haus, heranbildetest!
Orestes.
Von Stamme sind wir glucklich; doch zum Ungemach,
O Schwester, führten Götter uns in's Leben ein.
Iphigenia.
Weh, ich erfuhr es, als, von Wahnsinn berückt,
Mir auf die Brust den Stahl zückend der Vater schwang,
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Orestes.
Ach, ach! Entfernt auch, wahn' ich doch dich dort zu sehn.
Iphigenia.
Da man, o Bruder, mich ohn' Hymenden dort
Zu des Achilleus Zelt trüglich als Braut geführt;
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Um den Altar erscholl Weinen und Klageruf.
Wehe dort der Opferflut!
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Orestes.
Auch ich beklagte, was der Vater frevelte.
Iphigenia.
Ein grausam harter Vater ward uns;
Leiden keimt' aus Leiden auf.
Orestes.
Wohl, wenn du deinen Bruder, Arme, mordetest
Durch ein feindlich Götterloos.
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Iphigenia.
Iphigenia in Tauris. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .