O sprich bedachtsam! Tragen muß ich mein Geschick,
Und will für einfach Leiden nicht ein doppeltes.
Denn was du traurig nanntest und von Schmach erfüllt,
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Das trifft ja mich auch, opfr' ich dich, der meine Noth
Mitleidet. Denn mich schmerzt es nicht, durch Götterzorn
Das, was ich dulde, duldend, aus der Welt zu gehn.
Dir lacht das Gluck, und lauter, ohne Flecken, ist
Dein Haus, das meine frevelvoll und segenlos.
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Du wirst gerettet, Söhne blühn dir auf, erzeugt
Mit meiner Schwester, welche dir ich anvermählt;
Mein Name wird dann leben, und nicht kinderlos
Erlöschen wird mein våterliches Haus hinfort.
Drum ziehe hin und lebe, wohn' im Vaterhaus!
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Doch wann du kommst nach Hellas und in's Rosseland
Von Argos, dann, bei dieser Rechten fleh' ich dir,
Erbau' ein Grabmal, richte mir Denksäulen auf,
Und Haar und Thränen weih' Elektra meinem Grab.
Verkunde, wie durch eines argischen Weibes Hand
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Ich hier ein blutig Opfer am Altare fiel.
Und meine Schwester, o verlaß sie nimmermehr,
Wenn Stamm und Haus des Vaters du verdet schaust.
Und lebe wohl! Dich fand ich meinen treusten Freund,
Du Jagdgenosse, der mit mir erzogen ward,
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Du, der so viele Lasten trug von meinem Leid!
Mir log Apollon, er, der schicksalkundige,
Und trieb mich trugvoll fern' hinaus von Hellas' Volk,
Von Scham erfüllt um seinen ersten Seherspruch.
Ihm ganz mich übergebend und auf sein Gebot
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Die Mutter mordend, fall' ich selbst des Todes Raub.
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Pylades.
Dir soll ein Grabmal werden, und der Schwester Hand
Verrath' ich niemals; denn du wirst, Unglucklicher,
Im Tode mir noch theurer, als im Leben, sein.
Doch hat der Spruch des Gottes dir den Untergang
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Noch nicht bereitet, stehst du gleich dem Tode nah.
Nein! Ewig, ewig sehen wir das größte Leid
Den größten Wechsel dulden, wenn's das Schicksal fugt.
Orestes.
Sei still! Apollons Götterwort, nichts frommt es mir;
Denn aus dem Heiligthume tritt die Priesterin.
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(zu den Tempeldienern).
Iphigenia
Iphigenia in Tauris. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .