Der Göttin Brauch zu wahren, sei vor Allem mir
Die nächste Sorge. Laßt der Fremden Hånde frei;
Geweihte dürfen nimmermehr gebunden sein.
Nun geht hinein zum Tempel, sorgt und ordnet an,
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Was hier zu thun vonndthen, was die Sitte will.
(Die Tempeldiener ab.)
Ach!
(zu den Gefangenen:)
Wer ist die Mutter, deren Schoß einst euch gebar,
Der Vater und die Schwester, wenn euch eine ward,
Die, solches Bruderpaares, ach! beraubt, hinfort
Dasteht verlassen? Wer erkennt, daß sein Geschick
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Ein solches sein wird? Was der Götter Rath beschließt,
Im Finstern schleicht es, Keiner sieht Unheil zuvor;
Denn unser Schicksal leitet uns in Dunkelheit.
Von wannen kommt ihr, jammervolle Fremdlinge?
Auf langen Bahnen schifftet ihr in dieses Land,
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Und lang von Hause werdet ihr - dort unten sein.
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Orestes.
Warum beklagst du solches, und betrübst auch uns
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Mit diesem drohenden Leide, wer du seist, o Frau?
Nicht weise dünkt mich, wer auf Mord des Andern sinnt,
Und durch Bedauern stillen will die Todesfurcht,
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Noch wer bejammert, daß der Tod ihm nahe trat,
Und keine Hoffnung leuchtet; denn zwiefaches Leid
Aus Einem schafft er, blinden Wahnes voll, und stirbt
Nicht minder. Nein, das Schicksal gehe seinen Gang!
Uns darfst du nicht beweinen; denn der Opfer Brauch
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In diesem Lande kennen und verstehen wir.
Iphigenia.
Iphigenia in Tauris. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .