Euripides The Trojan Women 1-95

Edward P. Coleridge (Translator)

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The Trojan Women. Euripides. Edward P. Coleridge (Translator). London. 1906.

Sponsored by Perseus Project, Tufts University.

Funding provided by The Annenberg CPB/Project.

Current edition Perseus

The Trojan Women (English) (Euripides. The Plays of Euripides, Vol. I. Coleridge, Edward P., translator. London: George Bell and Sons, 1906. (Modernized by Perseus.))

Editions (1)
Τρῳάδες Perseus (Euripides. Euripidis Fabulae, Vol. II. Murray, Gilbert, editor. Oxford: Clarendon Press, 1913. (Reprinted 1921-1962)) — 1-97 focus
Translations (2)
The Trojan Dames (OCR draft) Experimental (The Trojan Dames. Robert Potter's English verse translation, first published in 1781–1783; text from the 1808 Oxford printing.)

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German (J. J. C. Donner, 1852; OCR review) (OCR draft) Experimental (Euripides. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Volume 3, Heidelberg: C. F. Winter, 1852. Harvard OCR compared with an independent BSB copy. Native Donner verse citations, Murray reference cards, explicitly located notes and page facsimiles. Unresolved OCR, verse divisions, unlocated notes and printed errata are documented in the source review.) — 1 focus
Der Gott Poseidon komm' ich her aus salzigen 1 2
1
Vegåermeeres Tiefen, wo den schönen Fuß
Der Chor der Nereïden schwingt im Reigentanz.
Denn seit Apollon und ich selbst um diese Stadt
Der Troër hier die felsenfesten Thürme rings
5
Nach rechtem Maß ausführten, schwand aus meiner Brust
Niemals die Liebe, die mich zog zum Phrygerland,
Das nun der Rauch umdustert, das von Argos' Heer
Erobert sinkt in Trümmer; denn der Phokier
Epeios vom Parnassos schus durch Pallas' Kunst 3
10
Ein Roß, von Waffen schwanger, sandt' in Priamos'
Gethürmte Mauern die verderbenschwere Last.
Drum nennen's spåtre Menschen einst das Lanzenroß,
Nachdem es heimlich Lanzen trug in seinem Schooß.
Die iden Haine triefen rings von Blut, und rings
15
Die Göttertempel; an Altaresstufen Zeus',
Des Hausbeschirmers, sank ermordet Priamos. 4
Viel Gold und Phrygerbeute wird dahingeführt
Zu Hellas' dunkeln Schiffen, und auf guten Wind
Am Steuer harren, daß sie froh im zehnten Jahr
20
Gemahl und Kinder wiedersehn, die Danaer,
Die gegen diese Troërstadt ihr Heer geführt.
Doch ich, besiegt von Heren, Argos' Königin,
Und Pallas, die verbunden diese Stadt zerstört,
Verlasse Troja's stolze Gaun und meinen Herd,
25
Denn wann ein Land zur grauenvollen Dede ward,
Sinkt auch der Dienst der Götter, Niemand ehrt sie mehr.
Vom Jammerschrei der Frauen, die an fremde Herrn
Das Loos gekettet, hallt Skamandros' Feld zurück.
Arkadern fielen diese, die Thessaliern,
30
Und andre Theseus' Söhnen zu, den Herrn Athens.
Die Troërfrauen, die das Loos nicht traf, verziehn
In diesen Zelten, ausersehn den Edelsten
Des Heers, mit ihnen Helena, die Sparterin,
Zeus' Kind, mit Recht der Kriegesbeute zugezählt. 5
35
Doch diese Jammervolle, wer sie sehen will,
Die vor des Zeltes Thoren liegt, ist Hekabe,
Die viele Thränen über viel Geliebte weint,
Der auf Achillens Grabe (noch verschwieg man ihr's) 6
Die Tochter klåglich unterging, Polyrena.
40
Auch Priamos, auch seine Söhne sind dahin;
Und jene Jungfrau, die der Gott als Seherin
Entließ, Kassandra, schåndet Atreus' Sohn und schleppt 7
Sie fort, den Gott nicht scheuend und die fromme Pflicht.
So fahre wohl, mein Troja, Stadt, so glücklich einst,
45
Ihr schönen Festen! Håtte dich Athene nicht,
Zeus' Kind, vertilgt: du stånd'st in deinem Grunde noch!
Athene. Poseidon. Der Chor.
Darf ich des Vaters nächsten Unverwandten, dich,
Den großen, unter Göttern hochgeehrten Gott,
Anreden, nicht mehr eingedenk des alten Grolls?
50