Du Lieber, welch ein Jammertod kam über dich!
Starbst du für deiner Ahnen Land ein Jungling einst,
Vermählt, begabt mit gåttergleicher Herrschgewalt:
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Du wårst begluckt gewesen, wenn das glucklich macht.
Nun sahst du dieses, hast's im Geist erkannt, o Kind,
Nicht wissend, daß du 's sahest, hast der Guter nicht
Genossen, die dir Hektors Haus in Fülle bot.
Unglucklich Haupt, wie klåglich, ach, zerfleischten dich
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Die Vatermauern, die der Gott emporgethurmt!
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Die Mutter pflegte dieses Haar so sorgsam einst,
Und küßte diese Locken -: aus zerschmetterten
Gebeinen (Graus'res nenn' ich nicht) grinst hier der Mord!
Ihr, Hånde, tragt des Vaters holdes Ebenbild:
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Doch nun
wie hångt ihr also schlaff und aufgelöst!
O Mund, du goldner, der so viel verhieß, du bist
Dahin! Du logest, als du sprachst, in mein Gewand
Dich schmiegend: „Mutter, viele Locken will ich dir
An deinem Grabe weihen, und der Freunde Schwarm
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Hinführend, ruf ich holder Namen Laut dir zu.”
Nicht du begråbst mich; ich, die Greisin, kinderlos,
Beraubt der Heimat, lege dich, den Sohn, in's Grab.
Weh mir! Die vielen Küsse, meine Sorg' um dich,
Dein süß Versprechen ist dahin! Was schreibt dir wohl
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Ein Sånger einst auf deinen Grabeshugel, Kind?
„Dem Knaben hier gab Argos' Kriegesheer den Tod
Aus Furcht." O Inschrift arger Schmach für Hellas' Volk! -
Sohn, wird dir auch kein Vatererbe sonst, empfångst
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Du doch den Erzschild, der dich bald als Sarg umschließt.
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D. du, der Hektors schönen Arm vordem geschirmt,
Weh, deines besten Huters bist du nun beraubt!
Am Ringe haftet deiner Hand geliebte Spur,
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Am schöngewölbten Rande klebt hier noch der Schweiß,
Der oft von deiner Stirne trof in heißer Noth,
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Mein Hektor, wenn du kämpfend an die Wang' ihn hieltst!
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Auf, bringt dem armen Leichnam seinen Schmuck daher,
Wie wir's vermögen! Prachtig ihn zu schmucken, gönnt
Uns nicht das Schicksal: was ich hab', empfangst du hier!
Ein blinder Thor ist, wer beständig wähnt sein Gluck,
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Und freudig hinlebt. Denn das Gluck nach seiner Art
Springt, wie der Wahnsinntrunkne, bald hierhin und bald
Dorthin, und immer glucklich war Derselbe nie.
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Der Chor.
Sieh dort, in Hånden bringen dir vom Phrygerraub
Die Fraun das Beste, was den Todten schmücken soll.
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(indem sie den Leichnam schmückt).
Hekabe
Nicht, weil du Freunden obgeſiegt im Wagenkampf
Und Bogenschießen, Brauchen, die der Phryger ehrt,
Nicht, weil du jagtest bis zum Uebermaß, o Kind,
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Neicht dir des Vaters Mutter Schmuck aus jenem Schaz,
Der ehe dein war, den die Gottverhaßte nun,
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Den Helena dir raubte, die dein Leben auch
Gemordet und dem ganzen Hause Tod gebracht!
Du trafst,
Der Chor.
The Trojan Women. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .