Euripides Ion 1048-1105

Edward P. Coleridge (Translator)

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Ion. Euripides. Edward P. Coleridge (Translator). London. 1906.

Sponsored by Perseus Project, Tufts University.

Current edition Perseus

Ion (English) (Euripides. The Plays of Euripides, Vol. I. Coleridge, Edward P., translator. London: George Bell and Sons, 1906.)

Editions (4)
Ἴων Perseus (Euripides. Euripidis Fabulae, Vol. II. Murray, Gilbert, editor. Oxford: Clarendon Press, 1913. (Reprinted 1921-1962)) — 1048-1105 focus
Ion, Greek text (M. A. Bayfield, 1924) (OCR draft) Experimental (The Greek text and dramatic structure of M. A. Bayfield's second edition of 1924 (first edition 1889), aligned by line to the Murray reference edition.)

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Ion, Greek text (A. W. Verrall, 1890) (OCR draft) Experimental (The Greek text and dramatic structure of A. W. Verrall's 1890 edition, aligned by line to the Murray reference edition.)

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Ion, Greek text (Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff, 1926) (OCR draft) Experimental (Wilamowitz's 1926 Greek edition with its critical apparatus, aligned by line to the Murray reference edition.)

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Translations (3)
Ion (OCR draft) Experimental (Ion. Robert Potter's English verse translation, first published in 1781–1783; text from the 1808 Oxford printing.)

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Ion, English translation (A. W. Verrall, 1890) (OCR draft) Experimental (A. W. Verrall's English verse translation, passage-aligned to the Murray reference edition.)

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German (J. J. C. Donner, 1852; OCR review) (OCR draft) Experimental (Euripides. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Volume 3, Heidelberg: C. F. Winter, 1852. Harvard OCR compared with an independent BSB copy. Native Donner verse citations, Murray reference cards, explicitly located notes and page facsimiles. Unresolved OCR, verse divisions, unlocated notes and printed errata are documented in the source review.) — 1048 focus
Göttin, am Dreiweg waltend, o Kind Demeter's,
Die du den Pfaden der Nacht gebietest
Und den Pfaden des Tag's, o lenke die Fülle der todbringenden Becher zum Ziele, wohin sie meine
Hohe Gebieterin sendet, - des Bluts
1035
Tropfen vom Nacken der erdgebornen Gorgo, -
Zu dem, der kühn nach dem Thron
Der Erechthiden begehrt!
Daß doch ein andrer Sproß andern Stamms
Nimmer die Stadt beherrsche,
1040
Als ein Sohn aus Erechtheus' edlem Blut!
Erste Gegenstrophe.
Aber misgluckte der Mord, mislang der Herrin
Streben, entschwand ihr die Zeit der Nache,
Floh die Hoffnung, worauf sie baute: so stoßt sie das Schwert
Sich in die Brust, sie schlingt um den Hals die Schlinge:
1045
Schmerzen durch Schmerzen endigend, steigt
Sie zu Gestalten hinab, die dem Leben fremd sind.
Denn nie vermochte sie's ja,
Mit der Augen leuchtendem Glanz
Lebend zu sehen, daß Andre, daß
1050
Fremdling' im Haus gebåten,
Sie, die Tochter aus edler Ahnherrn Blut!
Zweite Strophe.
Ihn mußt' ich scheun, welchen das Lied feiert, den Gott, 1
Wenn an den Bornen der schönen Reigen 2
Den Fackelglanz in hehrer Nacht 3
1055
Der Fremdling wach mitschauen durfte, 4
Wo Reigen des Zeus gestirnter
Aether tanzt, Selene
Froh zu Reigen sich gürtet
Und die fünfzig Tochter des Nereus
1060
Und die Nymphen im Meere
Und im endloswogenden Strudel
Der Strome, verherrlichend dich,
Jungfrau, strahlend in goldnem Kranz, 5
Und die heilige Mutter: 6
1065
Hier hofft er den Thron zu gewinnen,
Eindringend in fremdes Erbe,
Phobos' flüchtiger Diener.
Zweite Gegenstrophe.
Nun sehet, ihr, die, den Gesang schåndend, in wild
Låsternden Liedern von unsrer Treue,
1070
Von unerlaubter heimlicher,
Ruchloser Frauenliebe singen:
Viel heiliger sind wir, treuer,
Als die falschen Männer.
Widerrufend ertone
1075
Ein Schmachlied über gebrochne
Treue, strafend die Männer!
Denn undankbare Gesinnung
Zeigt hier der Enkel des Zeus:
Nicht gemeinsamer Kinder Glück
1080
Erzielt er im Hause
Mit der Herrin; anderer Buhlschaft
Zuwendend der Liebe Freuden,
Zeugt der Falsche den Bastard.
Ein Diener. Der Chor.