Sagt, o Frauen, die vor dieses Hauses weihrauchduftenden
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Festaltaren Wache haltend und den Herrn erwartend stehn,
Kam er schon vom heil'gen Dreifuß, vom Orakelsiz zurück,
Xuthos, oder weilt er innen, forscht, wonach sein Herz
Der Chor.
verlangt?
Noch im Tempel ist er, Fremdling, noch verließ er nicht das Haus.
Doch als ob er eben kame, horen wir des Tempels Thor
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Knarren, und bereits herausgehn kannst du dort den Herrscher sehn.
Xuthos. Ion. Der Chor.
Xuthos.
Gluck, mein Sohn! Denn dieser Anfang meiner Rede ziemt mir wohl.
Jon.
Glück für mich: du sei besonnen, und wir fahren beide wohl.
Xuthos.
Deine Hand gib mir zu küssen, deinen Leib laß mich umfahn.
Jon.
Bist du, Freund, bei Sinnen, oder schlug mit Wahnsinn dich
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Xuthos.
ein Gott?
Bin ich sinnlos, wenn ich lieben will das Liebste, das ich fand?
Jon.
Weg, damit du, mich berührend, nicht zerreißest Phobos'
Xuthos.
Kranz!
Ueb' ich hier doch nicht Gewaltraub; denn ich fand mein
Jon.
Liebstes ja.
Weichst du nicht, bis mein Geschoß sich tief in deine Lungen
Xuthos.
bohrt?
Was entfliehst du mir? Erkenne du dein Liebstes auch in mir!
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Jon.
Thoren, wahnsinntrunkne Fremde, klug zu machen lieb' ich
Xuthos.
nicht.
Morde, brenne! Vaters Mörder wirst du, gibst du mir den
Jon.
Tod.
Aber wie wär'st du mir Vater? Lachen macht mich dieses
Xuthos.
Wort.
Und warum? Der Lauf der Rede wird dir kundthun, wer
Jon.
Du behauptest denn -?
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Xuthos.
ich sei.
Dein Vater bin ich, und du bist mein Sohn.
Jon.
Wer verbürgt das?
Xuthos.
Der dich aufzog als den Meinen - Lorias.
Son.
Du bezeugst es dir allein.
Des Gottes Sprůche lehrten mich's.
Jon.
Dich beruckte wohl ein Räthsel.
Xuthos.
Hått' ich denn nicht recht gehört?
Jon.
Und das Wort des Phobos lautet -?
Wann begegnend?
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Xuthos.
„Daß der mir Begegnende" -
„Wann heraus ich tråt' aus diesem Gotteshaus" -
Jon.
Welch ein Loos erfahren wurde?
Xuthos.
,,Xuthos' Sohn, des Königs, sei."
Jon.
Leiblich, oder als Geschenk nur?
Als Geschenk, und leiblich auch.
Mir zuerst also begegnen deine Schritte?
Und woher kam solche Fugung?
Keinem sonst.
Mir so råthselhaft, wie dir.
Gut! Doch welche Mutter hat mich dir geschenkt?
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Xuthos.
Ich weiß es nicht.
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Jon.
Sagte dir's nicht Phobos?
Xuthos.
Froh des Sohnes, fragt' ich dieses nicht.
Jon.
War' ich denn ein Sohn der Erde?
Xuthos.
Kinder zeugt niemals das Land.
Wie nun bin ich dein?
Ich weiß nicht, baue nur auf Phobos' Wort.
Jon.
Ion. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .