Zuerst Apollon: Heil ihm! Heil auch dir, Gemahl!
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Dich hat mein spates Kommen wohl mit Angst erfüllt?
Nein: doch du kamest, da die Sorg' an mich heran
Sich drången wollte. Welchen Spruch verkündet uns
Trophonios? Werden Kinder unserm Bund entblůhn?
Xuthos.
Er wollt' Apollons hohem Götterspruche nicht
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Vorgreifen; Eines sprach er nur: nicht kinderlos
Big' ich und du von Phobos' Sehersize heim.
Kreusa.
Apollons hehre Mutter, laß zur guten Zeit
Uns angelangt sein, wende du zum Besseren
Das Opfer, das wir deinem Sohn vordem gebracht!
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Xuthos.
Das wird geschehn! Doch wer verkündet Phobos' Spruch?
Jon.
Wir walten außen, Andre stehn dem Innern vor,
Die nächst am Dreifuß sizen, aus der Delpherstadt
Die Besten, Fremdling, die des Looses Wurf erkor.
Xuthos.
Schön! Was wir wissen wollten, weiß ich Alles nun.
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Ich will hineingehn. Wurde doch das Opferthier,
So hor' ich, heut für alle Pilger insgemein
Geschlachtet vor dem Tempel, und empfangen will
Auch ich an diesem Segenstag des Gottes Spruch.
Du tritt zum Altar, nimm die Lorbeerzweige, Frau,
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Und rufe laut die Götter, daß ein frohes Wort,
Den Sohn verheißend, mich beglückt in Phobos' Haus!
(Er geht in den Tempel.)
Kreusa.
Es wird, es wird geschehen! Wollte Lorias
Nun endlich einmal sühnen, was er ehedem
425/Verschuldet, zwar nicht völlig würd' er unser Freund;
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Doch was er båte, nåhm' ich; denn er ist ein Gott.
(Sie geht ab.)
Jon.
Was will die Fremde, daß sie stets in råthselhaft
Verdeckten Låsterworten auf Apollon schmåht?
Ist's Liebe wohl zu jener, die sie hier vertritt?
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Ist's ein Geheimniß, welches sie verschweigen muß?
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Doch was bekummr' ich um Erechtheus' Tochter mich,
Die nichts mit mir gemein hat? Auf, mit goldenen
Gefassen will ich ungesäumt zum Becken hin,
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Um Thau zu sprengen! Tadeln muß ich Phobos wohl:
Was fållt ihm ein? Jungfrauen freit er mit Gewalt,
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Und låßt sie ziehn, zeugt heimlich Kinder und verläßt.
Sie sterbend. Thu' nicht also! Wurde dir die Macht,
Ueb' auch die Tugend! Strafen ja die Götter auch,
Wenn ein's der Menschenkinder schlimm geartet ist.
Wie wär' es billig, daß ihr uns Geseze gebt,
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Und selbst gesezlos gleiches Fehls euch schuldig macht?
Wenn ihr (geschehn wird's nimmermehr, ich sag' es nur,)
Für jeden Nothzwang bustet einst den Sterblichen,
Du, wie Poseidon oder Zeus, des Himmels Herr:
Die Sunde büßend, leertet ihr die Tempel aus.
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Denn Frevel ist es, daß ihr mehr den Låsten fröhnt
Als überleget. Nimmermehr geziemt es sich,
Bu schelten, wenn wir Båses, das die Götter thun,
Nachahmen; scheltet jene, die es uns gelehrt!
Strophe.
Der Chor.
Ion. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .