Tochter Zeus', des großen, Pallas! Voll Vertrau'n empfingen wir,
Was du sagst, und gerne glaub' ich, daß Apollon mich gezeugt,
Diese mich geboren, was ich schon zuvor für möglich hielt.
Kreusa.
Höre mich nun! Phobos lob' ich, den ich früher nicht gelobt,
1585
Weil er mir den Sohn zurückgab, dessen er vorher vergaß.
Schon erscheinen mir die Pforten, schon des Gottes Sehersiz,
Der mir sonst unhold erschienen. Freudig leg' ich nun die
Hand
In des Thores Ning, begrůße frohes Muths die Pforten
Athene.
hier.
Liblich, daß du Phobos preisest, andres Sinns als ehedem:
1590
Langsam schreitet Götterrathschluß, doch zulezt machtvoll daher.
Kreusa.
Zieh'n wir nun, mein Sohn, nach Hause!
Athene.
Ziehet ihr, ich folge nach!
Jon.
Unser werth ist die Gefährtin.
Kreusa.
Und die Freundin unsrer Stadt.
Athene.
Seze dich auf alte Thronen!
Jon.
Ehrend ist mir der Besiz.
Der Chor.
Zeus' und Leto's Sohn, Apollon, Heil dir! Wessen Haus die Noth
1595
Wild umhersturmt, auf die Götter bau' nicht!
er und verzage
Denn zulezt erringt der Edle stets den wohlverdienten
1
Lohn;
Doch dem Bösewicht (wie war' er's wurdig auch?) lacht nie das Gluck.
1600
Ion. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .