Du kommst gelegen aus dem Haus, Amphitryon:
Denn lange Zeit schon ist es, daß ihr drinnen euch
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Mit Trauerschleiern und dem Schmuck der Todten schmuckt.
Doch auf! den Kindern und dem Weib des Herakles
Gebeut hervorzutreten aus dem Hause hier,
Und sterbt sodann freiwillig, weil ihr so verspracht.
Amphitryon.
Du drångst, o Herr, verfolgst mich Ungluckseligen,
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Und spottest meiner, nun dahin die Meinen sind.
Mit Maß zu eilen ziemte hier dem König auch.
Doch weil den Tod zu leiden uns dein Wort gebeut,
So muß ich folgen, muß vollziehn, was dir gefällt.
Lykos.
Wo weilt das Weib nur, wo Herakles' Söhne, Greis?
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Amphitryon.
Soviel ich aussen merke, kniet sie, mein' ich wohl -
Lykos.
Was? Deine Meinung, kannst du sie bewahren auch?
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Amphitryon.
Auf heiligen Altarstufen dort und fleht um Schuz.
Lykos.
Unnüz, um Rettung anzuflehn die Himmlischen!
Amphitryon.
Und auch den todten Gatten ruft sie ganz umsonst.
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Lykos.
Nun, dieser kam nicht, kehrt auch wohl niemals zurück.
Amphitryon.
Nein, wenn ihn nicht noch eine Gottheit auferweckt.
Lykos.
Geh' hin zum Weibe, führe sie vom Hause her!
Amphitryon.
Vollbråcht' ich dieses, hatt' ich Theil an deinem Mord.
Lykos.
So will ich selbst denn, wenn du hier ein Grausen fühlst,
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Sie samt den Kindern (weiß doch ich von keiner Angst)
Herausgeleiten! Diener, folgt hieher mir nach,
Damit wir fröhlich Ruhe sehn von diesen Muh'n!
(er geht in das Haus.)
Amphitryon.
So geh: du gehst in dein Geschick! Das Andre wird
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Ein Andrer fügen. Sei gefaßt, für böses Thun
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Auch Boses hinzunehmen! -
(zu dem Chor)
Ganz gelegen kommt
Er hin, o Greise; sicher wird der Schwerter Nez
Umschlingen ihn, der Andre hinzumorden denkt,
Der Bösewicht! Ich gehe, sehen muß ich ihn
Todt niederstürzen: Wonne ja gewährt der Tod
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Des Feindes, der mir sterbend bust für schlimme That!
(er geht ab.)
Erster Halbchor.
Das Leid wendet sich: der einst groß war, lenkt
Sterbend sein Leben nun in Hades' Haus hinab.
O Recht, Heil dir, Heil,
Und dir, Götterloos, wiedervergeltendes!
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Zweiter Halbchor.
Dort bist du endlich, wo du sterbend bußen wirst,
Du, der du Besſſre quåltest, als du selber bist!
Erster Halbchor.
Wonnevoll strömt mein Aug' in Freudenthrinen aus:
Er kam wiederum, - o Gluck, nie zuvor
Geahnt!
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kam zurück, unseres Landes Fürst.
Zweiter Halbchor.
Nun aber laß uns, Alter, auch nach innen spåhn,
Ob Einer duldet, was wir gern ihn dulden såhn.
Lykos (innen).
O weh, weh mir!
Erster Halbchor.
Horch!
Das Lied, meinem Ohr so süß tonend, wird
Im Haus angestimmt: nicht fern weilt der Tod!
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Er schreit, der Mord
Beginnt, stöhnend fållt vom Mordstahl der Fürst.
Lykos (innen).
O Kadmos' weites Land, mich mordet Hinterlist!
Zweiter Halbchor.
Du warest auch ein Mörder: dir wird, dulde nur!
Vergolten, büßen mußt du nun für schlimme That.
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Erster Halbchor.
Wo befleckt ungerecht ein Sterblicher hinfort
Die Seligen des Himmels, erhebt wider sie das sinnlose
Daß der Götter Macht nichts vermoge?
Zweiter Halbchor.
Wort,
Ihr Greise, nicht mehr ist der gottvergeßne Mann!
Das Haus verstummte. Wendet euch zu Reigentanz!
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Denn wohl ergeht's den Theuren, wie mein Herz verlangt.
Erste Strophe.
Der Chor.
Heracles. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .