Euripides The Suppliant Maidens 837-950

E. P. Coleridge (Translator)

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The Suppliant Maidens. Euripides. E. P. Coleridge (Translator). London. 1906.

Sponsored by Perseus Project, Tufts University.

Funding provided by Tufts University.

Current edition Perseus

The Suppliants (English) (Euripides. The Plays of Euripides, Vol. I. Coleridge, Edward P., translator. London: George Bell and Sons, 1906.)

Editions (1)
Ἱκέτιδες Perseus (Euripides. Euripidis Fabulae, Vol. II. Murray, Gilbert, editor. Oxford: Clarendon Press, 1913. (Reprinted 1921-1962)) — 837-954 focus
Translations (2)
The Supplicants (OCR draft) Experimental (The Supplicants. Robert Potter's English verse translation, first published in 1781–1783; text from the 1808 Oxford printing.)

No corresponding passage available

German (J. J. C. Donner, 1852; OCR review) (OCR draft) Experimental (Euripides. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Volume 3, Heidelberg: C. F. Winter, 1852. Harvard OCR compared with an independent BSB copy. Native Donner verse citations, Murray reference cards, explicitly located notes and page facsimiles. Unresolved OCR, verse divisions, unlocated notes and printed errata are documented in the source review.) — 837 focus
Ich wollte schon dich fragen, als du deinen Gram 1
Vor Diesen klagtest, doch ich ſaume noch zu dir 2
Von dir zu reden: nun, Adrastos, frag' ich dich,
Von wannen diese, so berühmt durch hohen Muth,
(auf die Todten deutend)
Entsprossen waren. Rede du, der Weisere,
830
Zu diesen Jungern: Alles ist dir ja bekannt.
Denn ihre Thaten sah ich, übermenschlich kuhn,
Wodurch sie hofften Kadmos' Stadt zu bändigen.
Eins will ich dich nicht fragen, (Hohn ja trafe mich)
Mit wem im Kampfe Jeder hier zusammentraf,
835
Und wo der Feinde Lanzen ihn verwundeten. 3
Denn eitel sind die Reden, dort der Hörenden
Und hier des Sprechers, der, gestellt in's Kampfgewühl,
Wann dicht vor seinen Augen stürmt ein Lanzenheer,
Bestimmt verkunden wollte, wer sich tapfer hielt.
840
Ich könnte das nicht fragen, noch vermag ich auch
Dem Mann zu glauben, welcher so zu reden wagt.
Denn schwerlich kann ein Kampfer selbst Nothwendiges
Gewahren, der dem Feinde gegenüber steht.
Hippomedon, der dritte, war von dieser Art: 6
Als Knabe schon verlangt er nicht den Lüsten sich
870
Der Musen zuzuwenden, nicht der Weichlichkeit;
Das Land bewohnend, übt' er sich in hartem Dienst,
Zog gern zu mannlich tapfrer That, zur Jagd hinaus,
Handhabte Pfeil und Bogen, freut' an Nossen sich,
Und rang dereinst ein Segen seiner Stadt zu sein.
875
Der vierte war der Jägerin Atalanta Sohn,
Der Jungling Parthenopdos aus Arkadia,
Im Glanz der Schönheit strahlend, der, zum Inachos
Gekommen, großgezogen ward in Argolis.
Dort war er, wie's dem fremden Eingewanderten
880
Geziemte, Keinem låstig, nicht ein Feind der Stadt,
Kein wüster Zanker, was den Eingeborenen
Und was den Fremdling überall so widrig macht.
Im Kampfgewuhle schirmt' er, wie der Heimische,
Das Land von Argos, freute sich, war unsre Stadt
885
Im Glück, und wann's ihr übel ging, empfand er Schmerz.
Geliebt von Vielen, und wie viel der edelsten
Argeierfrauen! hielt er sich von Sünde rein.
Kurz will ich Tydeus' hohes Lob verkündigen. 7
Er glänzte nicht in Worten; nur in Waffen kühn
890
Und wohlerfahren, sann er viel Gescheidtes aus.
Meleagros, seinem Bruder, nicht an Geiste gleich, 8
Erwarb er gleichen Namen durch des Speeres Kunst,
Und fand der Muse volles Spiel im Sturm der Schlacht.
An Ehrbegierde war er reich; sein hoher Sinn 9
895
Ward mehr in Thaten als in Worten offenbar.
Nach dem, o Theseus, was ich sprach, erstaune nicht,
Daß Die vor Kadmos' Thürmen nicht den Tod gescheut.
Denn Scheu vor Bösem pflanzt in's Herz die weise Zucht,
Und jeder Hochgesinnte, der die Tugend übt,
900
Errothet, feig zu heißen; denn die Tapferkeit
Ist lehrbar, wie man Vieles, was es nicht gewußt,
Bu sagen und zu hören auch dem Kinde lehrt.
Doch was erlernt ward, pflegt man bis in's Alter fest
zu halten. Darum bildet, zieht die Kinder wohl!
905
Weh, weh, zum Unglück erzog, trug ich, Sohn,
Unter dem Herzen dich, ertrug die Schmerzen
Bei der Geburt! Und nun hat mir der Todesgott
Der Mühsale Lohn geraubt:
Ich habe nicht des Alters Pfleger mehr,
910
Den Sohn, den ich, ach! geboren.
Wohl preisen deutlich Dikles' hochgesinnten Sohn 10
Die Götter, die in tiefer Erde dunkel Schooß
Samt seinem Vierspann lebend ihn hinabgerafft.
Und loben wir Polyneiken, Sohn des Dedipus,
915
So wird man keiner Lügen uns bezichtigen.
Er war mir Gastfreund, eh er, Kadmos' Stadt entflohn,
In Argos' Land freiwillig übersiedelte
Doch weißt du, was ich wunsche, daß du Diesen thust? 11

Notes on the current edition

The Suppliant Maidens

1. There is some corruption in the three following lines. Nauck’s εἴασα for the words ἐς τὰ σά γε makes it possible to extract meaning, but further emendation is needed. Nauck would omit the word στρατῷ in l. 838 and the whole of l. 839, except the word γόους.
2. Dindorf regards this line as an interpolation.
3. Valckenaer σοφός for MS. σοφά. Porson condemns the line.
4. Reading παῖς with Valckenaer.
5. The MS. reading, χἄμα τῷ τέλει νεκρῶν has been conjecturally altered by Toup into αἶμα κώτειλαὶ νεκρῶν which bold emendation has been followed by several editors. Hartung has χρῶμα κὠτειλαὶ.
6. Nauck brackets from μένειν—θησεύς as spurious.