Euripides The Suppliant Maidens 426

E. P. Coleridge (Translator)

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The Suppliant Maidens. Euripides. E. P. Coleridge (Translator). London. 1906.

Sponsored by Perseus Project, Tufts University.

Funding provided by Tufts University.

Current edition Perseus

The Suppliants (English) (Euripides. The Plays of Euripides, Vol. I. Coleridge, Edward P., translator. London: George Bell and Sons, 1906.)

Editions (1)
Ἱκέτιδες Perseus (Euripides. Euripidis Fabulae, Vol. II. Murray, Gilbert, editor. Oxford: Clarendon Press, 1913. (Reprinted 1921-1962)) — 426 focus
Translations (2)
The Supplicants (OCR draft) Experimental (The Supplicants. Robert Potter's English verse translation, first published in 1781–1783; text from the 1808 Oxford printing.)

No corresponding passage available

German (J. J. C. Donner, 1852; OCR review) (OCR draft) Experimental (Euripides. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Volume 3, Heidelberg: C. F. Winter, 1852. Harvard OCR compared with an independent BSB copy. Native Donner verse citations, Murray reference cards, explicitly located notes and page facsimiles. Unresolved OCR, verse divisions, unlocated notes and printed errata are documented in the source review.) — 426 focus
Ein feiner Herold, mit dem Wort verschwenderisch!
Doch weil auch du zu kämpfen wagtest solchen Kampf,
So hore: du ja singest an der Worte Streit.
Nichts ist dem Volk so feindlich als Tyrannenmacht;
420
Da gelten (was das Hochste) nicht gemeinsame
Geseze; nur Ein König, der sich alles Recht
Anmaßt, gebeut, und keine Gleichheit waltet mehr.
Sind Rechte da, geschrieb'ne, hat der Dürftige,
Und wem des Reichthums Fülle ward, das gleiche Recht;
425
Auch darf der Schwache wider einen Glucklichen
Das Recht vertreten, wann er ihm ruchlos erscheint; 1
Und wenn er wahr gesprochen, siegt der Kleinere.
Auch ist es Freiheit, wenn der Herold ruft im Volk:
430,Wer will den Bürgern guten Rath verkündigen?"
430
Und hochgeehrt ist, wer es will; wer aber nicht,
Der schweigt. Wo wåre gleich'res Recht in einem Staat?
Auch freut ein Volk sich, welches selbst im Land gebeut,
Kraftvoller Jünglingsarme, die sich ihm geweiht;
Ein König aber achtet sie dem Feinde gleich,
435
Und jeden Besten, der ihm klug und weise dunkt,
Ermordet er, für seine Bwingherrschaft besorgt.
Wie mag ein Staat nun fürder stark und sicher sein,
Wenn Einer, wie man Aehren pfluckt im Lenzgefild,
Wegrafft die Kühnen und der Jugend Blüthe bricht?
440
Was frommt's, den Kindern Geld und Gut zu schaffen, daß
Man nur des Zwingherrn Leben mehr verherrliche?
Was frommt es, schöne Tochter sich daheim erziehn, 2
Dem Herrn zu sußer Wonne, wann's ihn listete,
zu bittrem Gram den Aeltern? Leb' ich fürder nicht, 3
445
Wenn meine Kinder mit Gewalt ein Fremder freit! -
Auf deine Reden gab ich dir dies Wort zurück.
Doch - was verlangend kamst du denn in dieses Land?
Du solltest heulen, wenn die Stadt dich nicht gesandt,
Du, der so Leeres schwazte! Soll ein Bote doch,
450
Nachdem er kundthat, was man ihm befahl, sogleich
Nach Hause kehren. Sende fortan weniger
Schwazhafte Boten Kreon mir in meine Stadt!
Weh, weh!

Notes on the current edition

The Suppliant Maidens

1. Nauck omits lines 435, 436, as they are not given by Stobaeus in quoting the passage.
2. A reference to the question put by the herald in the Athenian ἐκκλησία, Τίς ἀγορεύειν βούλεται; It here serves as a marked characteristic of democracy.
3. The words ἐχθρὸν . . . ἀρίστους are regarded by Nauck as spurious.
4. i.e. τόλμας for which Prinz suggests κλῶνας.
5. Kirchhoff rejects this line.