So muß der Feldherr, den man wählt, geartet sein:
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In Graun und Schrecken zeigt er hohen Muth und haßt
Den Uebermuth des Volkes, das, im Glicke stolz,
Zur höchsten Staffel aufzuklimmen strebt und so
Den Segen einbußt, welcher ihm beschieden war.
Der Chor.
Nun, weil ich diesen unverhofften Tag gesehn,
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Glaub' ich an Götter, und es dünkt die Bürde mir
Des Misgeschickes leichter, weil der Feind gebüßt.
Adrastos.
D Zeus, warum doch preisen sie die Sterblichen
Als weise? Nur an deinem Winke hången wir,
Und also thun wir Armen, wie du's immer willst.
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Ich waltet' einst in Argos' unbezwungner Stadt;
Wir waren unser viele, stark in Jugendkraft,
Und als die Hand Eteokles uns zum Frieden bot,
Und måßig heischte, wiesen wir ihn stolz zuruck,
Und büßten schwer. Doch jener, damals glucklich, ward,
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Dem Armen gleich, der eben reiches Gut gewann,
Voll Stolzes, Stolz ward wiederum des thörichten
Kadmeiervolks Verderben. Eitle Sterbliche,
Die so den Bogen spannen ohne Maß und Ziel,
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Und ob sie manches Leiden auch mit Recht bedrängt,
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Des Schicksals Winke folgen, nie des Freundes Rath!
Mit Worten, Völker, wendet ihr das Misgeschick;
Doch Mord entscheidet eure Zwist' und nicht das Wort.
Indez wozu dies? Sage mir: wie hast du dich
Gerettet? Fragen will ich dann das Uebrige.
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Der Bote.
Als Schrecken ob des Kampfes Kadmos' Stadt ergriff,
Eilt' ich die Pforte, wo das Heer einzog, hinaus.
Adrastos.
Um die gekämpft ward, bringt ihr auch die Todten uns?
Der Bote.
Wohl, die am siebenfachen Thor sich aufgestellt.
Wie sagst du?
Adrastos.
Wo ist der andre Hause, der im Treffen fiel?
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Der Bote.
Er liegt begraben bei Kitharons Felsenschlucht.
Dies
Adrastos.
oder jenseits? Aber wer begrub ihn denn?
Der Bote.
Theseus, am Schattenfelsen von Eleuthera.
Adrastos.
Wo ließest du die Todten, die er nicht begrub?
Der Bote.
Ganz nahe: nah' ist Alles, was ihr wunschen mögt.
2
750
Adrastos.
Ein Sklave trug sie schmählich weg vom Todesfeld?
Der Bote.
Wårst du dabei gewesen, als er liebevoll
Der Todten wahrnahm, ruhmend sprächst du wohl davon;
Kein Sklave ward zu dieser Arbeit angestellt.
Adrastos.
Wusch er die Wunden dieser Ungluckvollen selbst?
3
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Der Bote.
Und breitet aus ihr Lager und verhullte sie.
Adrastos.
Beschwerlich, schmachvoll war die Last dem edlen Mann!
Der Bote.
Wie könnte Menschen menschlich Leid schmachbringend sein?
Weh!
Adrastos.
Wie glucklich, traf mit ihnen auch mich selbst der Tod!
Der Bote
Du klagst umsonst und pressest diesen Thränen aus.
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(auf den Shor deutend.)
Adrastos.
So scheint es; meine Lehrerinnen sind sie selbst.
Doch auf!
Die Hand, ihr Todten, breit' ich aus, entgegen euch,
Und strom' ein thränenvolles Lied des Todes aus,
Die Freunde rufend, deren ich (o Gram!) beraubt,
Mein einsam Loos beweine. Denn nur dieses mag
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Nie mehr der Mensch erringen, wenn's verloren ist,
Den Hauch des Lebens. Andres Gut erlangt er leicht.
Erste Strophe.
Der Chor.
The Suppliant Maidens. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .