Mit Andern stritt ich manchesmal und eiferte,
Wenn Einer sagen mochte, daß des Båsen Zahl
Auf Erden größer als die Zahl des Guten sei.
Ich hielt an anderm Glauben fest, ich meinte stets,
Mehr walte Gutes auf der Welt als Schädliches.
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Denn wäre dies nicht, lebten wir nicht mehr im Licht.
Dem Gotte dank' ich, welcher uns aus thierischem,
Verworrnem Streben wilder Art das Leben schied,
Der uns den Geist einhauchte, der die Sprache gab,
Die Gedankenbotin, daß der Mensch den Laut erkennt,
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Auch Frucht zur Nahrung und der Frucht vom Himmel her
Des Wassers Labsal, daß es nährt der Erde Saat,
Erquickt der Menschen Glieder. Auch gewährt' er uns
Schuzmittel wider Sonnenglut und Winterfrost,
Führt über Meer uns, daß wir dort in wechselndem
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Verkehre tauschten, was dem eignen Land gebrach.
Was Keinem klar ist und bekannt, erkennen wir,
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In's Feuer blickend, und die Seher thun es kund,
Aus Eingeweiden forschend und der Vågel Flug.
Ist's nicht ein Frevel, nun ein Gott das Leben uns
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So reich versorgte, wenn mit dem uns nicht genugt?
Doch Menschenweisheit trachtet über Gottesmacht
Hinaus, in Menschenherzen wohnt der Uebermuth,
Und weiser selbst als Götter glauben wir zu sein.
The Suppliant Maidens. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .