Euripides Andromache 183

Edward P. Coleridge (Translator)

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Andromache. Euripides. Edward P. Coleridge (Translator). London. 1891.

Sponsored by Perseus Project, Tufts University.

Funding provided by Tufts University.

Current edition Perseus

Andromache (English) (Euripides. The Plays of Euripides, Vol. II. Coleridge, Edward P., translator. London: George Bell and Sons, 1891.)

Editions (1)
Ἀνδρομάχη Perseus (Euripides. Euripidis Fabulae, Vol. I. Murray, Gilbert, editor. Oxford: Clarendon Press, 1902.) — 183 focus
Translations (2)
Andromache (OCR draft) Experimental (Andromache. Robert Potter's English verse translation, first published in 1781–1783; text from the 1808 Oxford printing.)

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German (J. J. C. Donner, 1845; OCR review) (OCR draft) Experimental (Euripides. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Volume 2, Heidelberg: C. F. Winter, 1845. Harvard OCR compared with an independent BSB copy. Native Donner verse citations, Murray reference cards, explicitly located notes and page facsimiles. Unresolved OCR, verse divisions, unlocated notes and printed errata are documented in the source review.) — 183 focus
Der Jugend Feuer bringt Gefahr den Sterblichen,
Vornehmlich wenn sich Tugend ihm nicht zugefellt.
Wohl bindet, furcht' ich, mein Geschick die Zunge mir,
Obwohl ich manches Wahre dir erwiedern kann,
185
Und siegt' ich, wurde Schaden mir zum Lohne nur;
Denn bitter fühlt der Große, der voll Uebermuth
Sich blåht, die bessern Worte vom Geringeren;
Doch selber mich verrathen das sei ferne mir! 1
Sprich, Mädchen, welchem sichern Grund vertraut' ich denn
190
Vertrieb ich dich aus deines achten Gatten Gunst?
Weil etwa Sparta schwacher ist als Phrygien,
Mein Gluck so glänzend, und du mich als Freie sichst?
Wohl, weil ich stolz auf Jugend und auf Körperreiz,
Auf meines Reichthums Größe stolz und Freundesmacht, 2
195
An deiner Statt in deinem Hause schalten will?
Wohl, daß ich Söhne, Sclaven zeug' an deiner Statt,
Die Armen, die mir folgen, wie das Boot dem Schiff?
Doch wird man dulden, daß die Söhn' Andromache's
Einst über Phthia herrschen, wenn du nicht gebierst?
200
Um Hektors willen freilich liebt mich Hellas' Volk,
Und ich bin fremd ihm, und gebot in Troja nicht.
Nicht meiner Zauber wegen haßt dein Gatte dich;
Er haßt dich, weil du nicht mit ihm zu leben weißt.
Auch dieses weckt die Liebe; nicht Schönheit, o Frau,
205
Der Tugend Reize sind es, die den Gatten freun.
Und fühlst du dich beleidigt, hoch erhebst du dann
Lakedamon, achtest Skyros' Inselland für Nichts,
Reich prahlst du vor nicht Reichen, und Menelaos gilt
Mehr als Achilleus; darum haft dich dein Gemahl.
210
Denn eine Frau muß, auch vermählt dem schlimmen Mann,
Sich gern begnügen, hadre nicht im Uebermuth.
Doch, wår' ein König dein Gemahl in Thrakia,
Dem schneeumstürmten Lande, wo der Reihe nach
Ein Mann mit vielen Ehefraun sein Lager theilt:
215
Sprich, wird'st du diese todten? Also wålztest du
Die Schmach der Unersättlichkeit auf alle Fraun!
Wie schändlich! Zwar mehr, als die Männer, leiden wir
An dem Gebrechen, aber klug verhehlen wir's.
Mein theurer Hektor, gern ertrug ich dir zulieb
220
Die Nebenfrauen, wann Kythera dich bethårt,
Und ihren Kindern reicht' ich oft sogar die Brust,
Damit ich niemals Bittres dir bereitete.
So fesselt' ich durch Tugend meinen Gatten stets;
Du aber duldest, immerdar von Furcht erfüllt,
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Auch nicht den Tropfen Himmelsthau an deinem Mann.
O such' in Männerliebe, Frau, die Mutter nicht
Zu übertreffen; denn der båsen Mütter Art
Bu fliehen, ziemt den Kindern, die verständig sind.

Notes on the current edition

Andromache

1. This line is regarded by Nauck as an interpolation.
2. i.e. she is so suspicious that he can scarcely come and go as he pleases, at early morn.