Den greisen Peleus seh' ich jezt in der Nähe dort
Hieher den alterschweren Tritt beschleunigen.
Peleus. Menelaos. Andromache. Molottos. Der Chor.
Peleus.
Euch frag' ich, Fraun, und diesen, der mit Morde droht:
Was deutet dieses? Wie, warum krankt unser Haus?
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Was thut ihr, Tod verhängend ohn' Urtheil und Recht?
Halt' ein, und eile wider Recht, Menelaos, nicht!
(zu seinem Führer)
Du führe mich geschwinder; hier gilt keine Rast,
So scheint mir, nein, ich wunsche, daß sich neuverjungt,
Wenn je, der Jugend alte Kraft heut regt' in mir.
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Erst lenk' ich, sowie guter Wind die Segel schwellt,
Hierher die Schritte: sage mir, mit welchem Recht
(er deutet auf die Sclaven, welche Andromachen führen)
Die Hånde fesselnd, führen diese dich hinweg
Und deinen Knaben? Wie das Schaf mit seinem Lamm,
So stirbst du, weil wir ferne sind und Pyrrhos fern.
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Andromache.
Greis, diese Männer führen mich und meinen Sohn
Also zum Tode, wie du siehst. Was sag' ich dir?
Nicht Eines Nothrufs Eile scholl von mir zu dir,
Nein, tausend Boten hab' ich ausgesandt um dich.
Den Zwist im Haus mit dieses Mannes Tochter hast
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Du wohl vernommen, und warum ich sterben muß.
Und nun von Thetis' Altare, die den edlen Sohn
Dir einst gebar, der Hohen, die du fromm verehrst,
Entsuhren, schleppen sie mich fort, und gonnen mir
Kein Recht und keinen Richter, und erwarten nicht
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Des Fernen Rückkehr; meines Sohns Verlassenheit
Und meine kennend, wollen sie mich Elende
Und dieses Kind ermorden, das doch Nichts verbrach.
Darum beschwör' ich bei den Göttern dich, o Greis,
Zu deinen Knie'n hinsinkend: (denn dein theures Kinn
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Mit meiner Hand zu berühren, ist mir nicht vergonnt)
O rette mich! Versagst du dieses mir, so muß
Ich sterben, mir zum Leide, Greis, und euch zur Schmach.
Peleus.
Die Fesseln låset, oder trifft euch Ungemach,
Und laßt des Weibes Hånde frei, gebiet' ich euch.
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Menelaos.
Und ich verbiet' es, wahrlich kein Geringerer,
Als du, und dieses Weibes Herr mit großerm Recht.
Peleus.
Wie? Kamst du her, in meinem Hause Herr zu sein?
Genügte dir das Zepter über Sparta nicht?
Menelaos.
Ich führte sie gefangen aus dem Troërland.
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Peleus.
Als Ehrenlohn empfing sie meines Sohnes Sohn.
Menelaos.
Sein ist das Meine, denk' ich, und das Seine mein.
Peleus.
Zum Rechten, nicht zum Bösen, nicht zu Gewalt und Mord.
Menelaos.
Nie führst du diese mir hinweg aus meinem Arm.
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Peleus.
Dann fårbt das Haupt dir blutigroth mein Zepter hier.
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Menelaos.
Damit du klug wirst, rühr' an mich, komm nahe nur!
Peleus.
Andromache. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .