Euripides Hippolytus 121-169

ed. Gilbert Murray

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Hippolytus. Euripides. ed. Gilbert Murray. Oxford. 1902.

Sponsored by Perseus Project, Tufts University.

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Current edition Perseus

Ἱππόλυτος (Greek) (Euripides. Euripidis Fabulae, Vol. I. Murray, Gilbert, editor. Oxford: Clarendon Press, 1902.)

Translations (3)
Hippolytus Perseus (Euripides. The Plays of Euripides, Vol. I. Coleridge, Edward P., translator. London: George Bell and Sons, 1906.) — 121-165 focus
Hippolytus (OCR draft) Experimental (Hippolytus. Robert Potter's English verse translation, first published in 1781–1783; text from the 1808 Oxford printing.)

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German (J. J. C. Donner, 1841; OCR review) (OCR draft) Experimental (Euripides. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Volume 1, Heidelberg: C. F. Winter, 1841. Harvard OCR compared with an independent BSB copy. Native Donner verse citations, Murray reference cards, explicitly located notes and page facsimiles. Unresolved OCR, verse divisions, unlocated notes and printed errata are documented in the source review.) — 121 focus
An des Okeanos Strand
120
Ist, heißt es, ein tropfelnder Fels,
Der aus hangendem Gestein
Quellwasser in Urnen ausströmt:
Hier wusch in Stromes Thau
Eine Gespielinn von mir
125
Purpurgewande, die
Sie auf dem hellsonnigen, warmen Rücken
Des Felsen auslegte: von ihr vernahm ich 1
Am ersten die Kunde, daß Phádra,
Gegenstrophe 1.
Matt von verzehrendem Schmerz,
130
Im stillen Gemach sich daheim
Hårm', in leuchtendes Gewand
Ihr goldenes Haar verhüllend.
Heut schon den dritten Tag,
Wie mir verkündiget ward,
135
Hålt sie der Erde Frucht
Vom reinen Leib ferne, vom Göttermunde;
In stummem Gram will sie des Todesgottes
Unseligem Ziele zusteuern.
Strophe 2.
Du bist trunken von Wahnsinn, Weib,
140
Ob dir Pan, ob Hekate dir,
Oder hohe Kureten,
Ob Kybele dir ihn sandte.
Du leidest; denn an, der Jägerinn
Diktynna sündigtest du,
145
Hast ihr die geheiligten Kuchen versagt.
Sie geht ja Seeen hindurch und
Durch's Festland über des Meers
Sturmischwogende Salzflut hin.
Gegenstrophe 2.
Hat den edlen Gemahl vielleicht,
150
Der Erechtheus' Sohne beherrscht,
Eine heimlich in deinem
Ehlager bethört zur Wollust?
Kam wohl ein Schiffer gesegelt
Von Kreta's heimischem Strand
155
Zu dem gastlichsten Port, der geliebtesten Bucht,
Dir Botschaft bringend, o Fürstinn,
Daß Kummer über ein Leid
Dich an's Lager gefesselt hålt?
Schlußgesang.
Es liebt der Fraun misgelauntem Sinne
160
Rathlose Noth sich beizugesellen,
Wann Weh'n der Geburt mit Wahnsinn
Durch unsågliche Qual sie bedrohn.
Auch mir durchsturmte das Herz solch feindlicher Hauch:
Da rief ich zur Artemis auf,
165
Der Gebärenden Schuze, der bogenkundigen.
Und vielersehnt erscheint sie mir
Allzeit mit andern Göttern.