Euripides Hippolytus 1151-1265

Edward P. Coleridge (Translator)

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Hippolytus. Euripides. Edward P. Coleridge (Translator). London. 1906.

Sponsored by Perseus Project, Tufts University.

Funding provided by Tufts University.

Current edition Perseus

Hippolytus (English) (Euripides. The Plays of Euripides, Vol. I. Coleridge, Edward P., translator. London: George Bell and Sons, 1906.)

Editions (1)
Ἱππόλυτος Perseus (Euripides. Euripidis Fabulae, Vol. I. Murray, Gilbert, editor. Oxford: Clarendon Press, 1902.) — 1151-1267 focus
Translations (2)
Hippolytus (OCR draft) Experimental (Hippolytus. Robert Potter's English verse translation, first published in 1781–1783; text from the 1808 Oxford printing.)

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German (J. J. C. Donner, 1841; OCR review) (OCR draft) Experimental (Euripides. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Volume 1, Heidelberg: C. F. Winter, 1841. Harvard OCR compared with an independent BSB copy. Native Donner verse citations, Murray reference cards, explicitly located notes and page facsimiles. Unresolved OCR, verse divisions, unlocated notes and printed errata are documented in the source review.) — 1151 focus
Dort seh' ich einen Sklaven von Hippolytos;
Zum Hause kommt er eilend her mit trübem Blick.
Und als wir nun an einen öden Ort gelangt,
Erhebt ein Strand sich, über dieses Land hinaus,
1180
Gerade zum Saronermeere hingestreckt.
Da scholl ein Ton, gleich unterirdischem Donnerhall
Von Zeus, gewaltig, schauderhaft zu hören, her:
Die Rosse streckten Haupt und Dhr zum Himmel auf,
Und stuzten; jugendliche Furcht kam über uns,
1185
Woher das Tosen schalle: doch zum rauschenden
Meerstrande blickend, sahn wir eine Woger sich.
Hochauf zum Himmel thårmen, daß der Klippenhang
Des Skeiron unserm Auge sich sofort entzog;
Sie barg den Isthmos. und den Fels Asklepios'.
1190
Dann schwoll sie hoher, sprudelt' auf mit mächtigem
Getose schaumend auf der rings emporten See,
Und stieg zum Ufer, wo das Viergespann erschien.
Und mit des Meers dreifachgeschwollner Woge warf
Es einen Stier, ein wildes Ungethum, an's Land,
1195
Von dessen Brüllen rings erfüllt der ganze Strand
Erschrecklich widerhallte: doch uns Schauenden
Schien dieser Anblick grauser, als das Aug' erträgt.
Ein wilder Schrecken fiel die Ross' urplozlich an,
Und mein Gebieter, wohlvertraut mit ihrer Art
1200
Bei langer Uebung, zog die Zügel an mit Macht,
Und zerrte, wie das Ruder wohl ein Steuermann,
Sie an den Riemen, seinen Leib rückwärts gebeugt.
Doch knirschend beißen sie in's feuergehärtete
Gebiß, und stürmen weiter, nicht des Lenkers Hand,
1205
Noch Zügel, noch den wohlgefügten Wagen. mehr
Beachtend. Aber wenn er dann in's ebne Feld,
Das Ruder lenkend, seinen Lauf hinxichtete;
Stand, ihn zurückzuscheuchen, schon vor Augen ihm
Der Stier, und jagt' in wilde Furcht sein Viergespann.
1210
Doch stürmte dieses wuthentbrannt den Klippen zu,
So naht' er schweigend, folgte stets am Wagen nach,
So lange, bis er diesen stürzt und niederwarf,
Des Rades Rundung schmetternd auf ein Felsenstück.
Nun war Verwirrung überall: es sprangen hoch
1215
Die Räderbuchsen und die Achsenpflock' empor.
Doch Er, in seine Zugel sich verwickelnd, ach!
Er wird an unldsbarer Fessel fortgeschleift;
Das theure Haupt vom Felsen jammervoll zerschellt,
Zermalmt die Glieder, ruft er aus in wildem Ton:
1220
„Ihr Ross', an meinen Krippen ausgenährt, o steht,
Verderbt mich nicht! O grausenvoller Vaterfluch!
Wer kommt und will des besten Mannes Retter sein?"
Zwar wollten unser Viele, doch nicht rasch genug
Gehn unsre Schritte. Jener stürzt, ich weiß nicht wie,
1225
Vom Bande schöngeschnittner Riemen abgelöst:
Wohl kurze Zeit nur athmet er im Lichte noch.
Entschwunden sind die Renner und das Ungethum,
Der Stier, am felsenvollen Strand, nicht weiß ich, wo.
Ich bin, o Fürst, ein Sklave deines Hauses nur;
1230
Doch überreden wird man mich das nimmermehr,
Von deinem Sohn zu glauben, daß er bose sei;
Ich glaub' es nicht, und hängten alle Frauen sich,
Und füllte Jemand alle Fichten Ida's an
Mit Klageschreiben; denn ich kenn' als edel ihn.
1235

Notes on the current edition

Hippolytus

1. Following set of lines is designated as 2nd Messenger in print.
2. It is extremely doubtful what the αὐταῖσιν ἀρβυλαισιν here means. The same phrase occurs in Bacchae, l. 1,134, where it clearly refers to sandals or boots; but such a rendering seems meaningless here, where Eustathius understands it of the places in which a charioteer put his feet to secure his balance when driving.