Euripides Hippolytus 73

Johann Jakob Christian Donner (Translator)

Dir bring' ich, Herrinn, diesen frischgeflochtnen Kranz
Zum Schmuck, gewunden auf der unentweihten Flur,
Wo nie der Hirt die Heerden auf die Weide treibt,
Noch nie das Eisen schaltet, und zur Lenzeszeit
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Die Biene' nur durch unentweihte Fluren schwärmt;
Da wohnt die Unschuld, tränkt das Land mit Quellenthau.
Nur wer der Lehre Nichts verdankt, nur wem Natur
Zugleich für alle Werke weisen Sinn verlieh, 1
Darf hier sich Kranze pflucken, doch der Bise nicht.
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So nimm, geliebte Königinn, aus frommer Hand
Die Krone, die dein goldnes Haar umkränzen soll.
Mir ward allein vor Allen diese Huld gewährt:
Dir nahe wandl' ich, pflege stets Gespräch mit dir;
Dein Auge nicht erblickend, hor' ich deinen Laut.
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An's Ziel geleite, wie ich ihn begann, den Lauf!
(Er bekränzt eine Bildsäule der Artemis vor dem Palaste.)
Herr, (Gebieter nennen darf man Gotter nur)
Wohl wirst du mir gehorchen, rath' ich Gutes dir?
Gewiß: für einen Thoren gålt' ich wahrlich sonst.

Hippolytus. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .

Current edition Experimental

German (J. J. C. Donner, 1841; OCR review) (OCR draft) (German) (Euripides. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Volume 1, Heidelberg: C. F. Winter, 1841. Harvard OCR compared with an independent BSB copy. Native Donner verse citations, Murray reference cards, explicitly located notes and page facsimiles. Unresolved OCR, verse divisions, unlocated notes and printed errata are documented in the source review.)

Provisional text from uncorrected OCR; expect errors.

Editions (1)
Ἱππόλυτος Perseus (Euripides. Euripidis Fabulae, Vol. I. Murray, Gilbert, editor. Oxford: Clarendon Press, 1902.) — 121-169 focus
Translations (2)
Hippolytus Perseus (Euripides. The Plays of Euripides, Vol. I. Coleridge, Edward P., translator. London: George Bell and Sons, 1906.) — 121-165 focus
Hippolytus (OCR draft) Experimental (Hippolytus. Robert Potter's English verse translation, first published in 1781–1783; text from the 1808 Oxford printing.)

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Notes on the current edition

Hippolytus

1. [OCR note; compare the printed page.] 80. Nach δρέπεσθαι seze ich ein Komma, und verbinde es mit θέμις. τέτοις δρέπεσθαι θέμις, τοῖς κακοῖσι δ᾽ ἐ θέμις· εἴληχεν ist abhängig von ὅσοις, und nach homerischem Sprachgebrauch in intransitiver Bedeutung zu nehmen. Compare printed p. 349
2. [OCR note; compare the printed page.] τιμαὶ δαιμόνων find die den Göttern schuldigen Ehren, honores diis debiti. Nimmt man mit Matthiä τιμαῖς δαιμό- νων χρῆσθαι für τιμᾶν τὸς δαίμονας, so ist die Uebersezung: Sohn, allen Göttern muß man ehrend huldigen. Compare printed p. 349